Celtic sicherte sich seinen fünften schottischen Premiership-Titel in Folge auf dramatische und kontroverse Weise, da ein Platzsturm feiernder Fans den Schiedsrichter dazu zwang, ihr Spiel gegen Hearts vorzeitig zu beenden, so The Guardian. Der Vorfall, bei dem Hearts-Torhüter Craig Gordon und mehrere Spieler bedrängt wurden, hat scharfe Verurteilung durch die Scottish Professional Football League (SPFL) hervorgerufen und Bedenken hinsichtlich des Fanverhaltens im schottischen Fußball neu entfacht.
Der entscheidende Moment kam, als Callum Osmand Celtics drittes Tor erzielte. Fans strömten jubelnd auf den Platz, was den Schiedsrichter dazu veranlasste, das Spiel vorzeitig zu beenden, obwohl der vierte Offizielle Celtic-Trainer Martin O’Neill mitgeteilt hatte, dass noch eine Minute Spielzeit verblieb. The Guardian berichtete, dass die SPFL umgehend reagierte, indem sie das Verhalten der Celtic-Anhänger „aufs Schärfste verurteilte“.
SPFL-Verurteilung und ein Muster von Fehlverhalten
Laut The Guardian nahm der Ligaverband kein Blatt vor den Mund bei seiner Missbilligung. „Fans, die unter keinen Umständen das Spielfeld betreten, sind völlig inakzeptabel und gefährden alle, die an einem Spiel teilnehmen und arbeiten“, hieß es in einer SPFL-Erklärung. Sie stellten klar, dass das Spiel trotz des vorzeitigen Endes „nicht abgebrochen“ worden sei und das Ergebnis Bestand haben werde. Celtic selbst entschuldigte sich bei Hearts und bestätigte, dass sie „vollumfänglich mit jeder Untersuchung und mit der SPFL in ihren eigenen Prozessen kooperieren“ würden.
The Guardian merkte an, dass der Vorfall eine wachsende Liste von Bedenken hinsichtlich des Fanverhaltens im schottischen Fußball ergänzt. Platzstürme ereigneten sich auch bei Celtics jüngstem Sieg in Motherwell und nach einem Old Firm Derby. Celtics Interims-Vorsitzender Brian Wilson hatte einen Platzsturm nach einem Old Firm-Duell zuvor als lediglich „überschwänglich“ abgetan. Unterdessen hat der schottische Fußballverband (SFA) weiterhin Spannungen um Schiedsrichter und Zuschauerprobleme thematisiert, mit einer laufenden Überprüfung der Ausschreitungen, die auf ein Old Firm-Viertelfinale am 8. März folgten.
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Hearts‘ beeindruckende Saison und O’Neills Reflexionen
Während Celtic einen weiteren Ligatitel feierte, überschatteten die Szenen eine bemerkenswerte Saison für Hearts, die eine der stärksten Herausforderungen für die Dominanz der Old Firm seit Jahrzehnten darstellten. Celtic-Trainer Martin O’Neill, der mit 74 Jahren zuversichtlich klang, dass dies seine letzten Spiele auf der Trainerbank sein würden, lobte Hearts für ihre Bemühungen während der gesamten Saison.
„Hearts war dieses Jahr brillant. Es ist ein absoluter Weckruf für Celtic und Rangers. Ich denke, Hearts war die Geschichte des Jahres. Sie waren großartig. Hätten sie gewonnen, hätten sie es verdient gehabt“, sagte O’Neill, zitiert von The Guardian.
Das Spiel beinhaltete auch einen seltenen Auftritt des Celtic-Mehrheitsaktionärs Dermot Desmond.
Letztendlich, so The Guardian, wird Celtics fünfter Premiership-Triumph in Folge nicht nur für die Errungenschaft selbst in Erinnerung bleiben, sondern auch für die chaotischen Szenen, die das Spiel vorzeitig beendeten und einmal mehr die anhaltenden Probleme rund um das Fanverhalten im schottischen Fußball hervorhoben.
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Quellen: www.theguardian.com
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