Ronda Rousey, Gina Carano

Ronda Rouseys und Gina Caranos Comeback-Kampf stellt neue Bezahlrekorde für Frauen im MMA auf

Ronda Rousey und Gina Carano stellten bei ihrem Comeback-Kampf im MMA neue Bezahlrekorde für Frauen auf, wobei Rousey in 17 Sekunden siegte.

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Ronda Rousey feierte nach einem Jahrzehnt Abwesenheit eine dramatische Rückkehr in die Mixed Martial Arts und sicherte sich in einem mit Spannung erwarteten Kampf einen Submission-Sieg über ihre Weggefährtin Gina Carano, der gleichzeitig die Bezahlrekorde für Frauen im Kampfsport sprengte.

Bei der Veranstaltung, die am Samstagabend live auf Netflix aus dem Intuit Dome in Kalifornien übertragen wurde, erhielten beide Kämpferinnen offengelegte Börsen im siebenstelligen Bereich.

Der Hauptkampf selbst war eine Angelegenheit, die man leicht verpassen konnte, und dauerte nur 17 Sekunden. Die 39-jährige Rousey setzte schnell ihren charakteristischen Armhebel an und zwang die 44-jährige Carano zur Aufgabe.

Für Carano war es der erste MMA-Kampf seit 2009, während Rouseys letzter Profikampf eine K.o.-Niederlage gegen Amanda Nunes um den UFC-Bantamgewichts-Titel der Frauen im Jahr 2016 war.

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Rekordverdächtige Auszahlungen

Über die schnelle Action hinaus haben die finanziellen Auswirkungen des Kampfes für erhebliches Aufsehen gesorgt. Die von der California State Athletic Commission offengelegten und von Forbes berichteten Kampfbörsen stellen beispiellose Summen für Frauen in diesem Sport dar:

  • Ronda Rousey: 2,2 Millionen US-Dollar
  • Gina Carano: 1,05 Millionen US-Dollar

Diese beträchtlichen Auszahlungen beinhalten keine potenziellen zusätzlichen Einnahmen aus Übertragungsrechten, Ticketverkäufen oder Leistungsboni. Alle Kämpfer auf der Most Valuable Promotions (MVP)-Card, die Jake Pauls Debüt-MMA-Veranstaltung war, erhielten eine Pauschale ohne Sieg-/Antrittsgeld-Strukturen.

Vor dem Kampf betonte Rousey die Bedeutung dieser Einnahmen und erklärte laut BBC Sport: „Ich habe bereits rekordverdächtige acht Titelkämpfe in Folge gewonnen, es gibt nichts mehr für mich in der UFC zu tun. Also brechen Gina und ich jetzt den Rekord für die höchste Bezahlung, die Frauen im Kampfsport je erhalten haben.“ Rousey, die 2012 als erste Frau von der UFC unter Vertrag genommen wurde, war eine lautstarke Kritikerin der Bezahlstruktur der UFC für Kämpfer.

Eine bittersüße Rückkehr

Für Gina Carano war die Rückkehr in den Käfig nach 15 Jahren ein persönlicher Sieg, trotz der Kürze des Kampfes. Nach dem Kampf äußerte Carano den Wunsch nach mehr Action. „Ich wollte, dass es länger dauert, ich fühlte mich so bereit, ich fühlte mich so gut. Aber ich war seit 17 Jahren nicht mehr hier. Ich wollte sie treffen“, sagte sie der AFP.

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„Im Moment war allein das Betreten des Käfigs ein Sieg, nach 17 Jahren hierher zu kommen ist ein Sieg. Gegen eine Legende zu kämpfen war ein Sieg. Ich fühle mich großartig, ich wollte einfach nur kämpfen, und das konnte ich nicht tun.“

Rousey hingegen reflektierte über ihr perfektes Ende einer glanzvollen Karriere. „Es gibt keine Möglichkeit, wie ich es besser hätte beenden können. Ich möchte noch ein paar Babys bekommen, muss mich ans Kochen machen“, kommentierte sie nach ihrem Sieg.

Ihre Äußerungen vor dem Kampf deuteten auch auf eine breitere Auswirkung auf den Sport hin, als sie auf der letzten Pressekonferenz überlegte: „Wer kann sagen, dass der Erfolg dieses Kampfes der UFC nicht die nötige Konkurrenz verschafft und den Kämpfern ihre Verhandlungsmacht zurückgibt?“

Die Veranstaltung zeigte auch andere prominente Namen wie Francis Ngannou, Nate Diaz und Mike Perry und festigte damit den Einstieg von MVP in die MMA-Landschaft mit einer aufsehenerregenden Card, die die Entschädigung der Kämpfer in den Vordergrund stellte.

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Quellen: AFP, www.forbes.com, www.bbc.com

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