Faé schießt nach historischer Qualifikation zurück
Der erstmalige Einzug der Elfenbeinküste in die K.o.-Phase der Weltmeisterschaft wurde von einer scharfen öffentlichen Rüge von Cheftrainer Emerse Faé begleitet, der Äußerungen des ehemaligen deutschen Mittelfeldspielers Bastian Schweinsteiger kritisierte.
Die Kommentare fielen vor Deutschlands Gruppenspiel der Gruppe E gegen die Elfenbeinküste, das Deutschland mit 2:1 gewann. Schweinsteiger, der als Experte für den deutschen Sender ARD tätig war, erörterte, was die deutsche Mannschaft von den Ivorern erwarten könne.
Laut einem ESPN-Bericht, der auf einer Meldung der Associated Press basiert, sagte Schweinsteiger: „Ein bisschen afrikanischer Fußball, ein bisschen unorthodox, ein bisschen wild, ein bisschen vielleicht auch nicht so taktisch geprägt. Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass es unberechenbar wird.“
Faé äußerte sich zu den Bemerkungen nach dem 2:0-Sieg der Elfenbeinküste gegen Curaçao in Philadelphia, einem Ergebnis, das den zweiten Platz in Gruppe E sicherte und das Land zum ersten Mal in seiner WM-Geschichte in die K.o.-Phase beförderte.
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Ein Kommentar, den Faé als rassistisch bezeichnet
Faé sagte, er hoffe, Schweinsteigers Worte seien ungeschickt gewesen und nicht Ausdruck einer tieferen Überzeugung, aber er stellte klar, dass er die Wortwahl inakzeptabel fand.
„Man könnte es rassistisch nennen, wenn man die Dinge beim Namen nennt“, sagte Faé.
Er sagte auch, die Kommentare hätten ihn persönlich enttäuscht, aufgrund des Respekts, den er Schweinsteiger zuvor als Spieler entgegengebracht hatte.
„Als ich seinen Kommentar hörte, war ich enttäuscht“, sagte Faé. „Enttäuscht vom Menschen. Es ist seltsam, dass er so spricht.“
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Faés Frustration bezog sich nicht nur auf eine einzige Formulierung. Sein übergeordneter Punkt war, dass afrikanische Teams immer noch zu oft auf veraltete Klischees über Physis, Emotionen oder Chaos reduziert werden, während ihre taktischen und technischen Qualitäten übersehen werden.
Die Elfenbeinküste antwortet auf dem Platz
Die Antwort der Elfenbeinküste kam durch Ergebnisse. Nach einer knappen Niederlage gegen Deutschland besiegte Faés Mannschaft Curaçao mit 2:0, um Zweiter in der Gruppe zu werden und ihr Turnier zu verlängern.
Wie Fox Sports in seiner Live-Berichterstattung über das Spiel Curaçao gegen Elfenbeinküste beschrieb, erzielte Nicolas Pépé zwei Tore, wobei Yan Diomande die Führung vorbereitete, während die Ivorer ihre zweite weiße Weste im Turnier behielten.
Der Sieg war kontrolliert und nicht chaotisch. Die Elfenbeinküste traf früh, verwaltete das Spiel und vermied die Art von spätem Drama, das ihre Qualifikation hätte gefährden können.
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Dieser Kontext machte Faés Reaktion auf Schweinsteiger schärfer. Er argumentierte, dass der Fortschritt seines Teams ebenso auf Intelligenz und Struktur wie auf Athletik aufgebaut sei.
Breitere Kritik in Deutschland
Schweinsteigers Kommentare hatten bereits Kritik hervorgerufen, bevor Faé öffentlich sprach.
Sportkommentator Patrick Schnitzler schrieb auf Instagram über „rassistische Vorurteile, die wir alle unbemerkt weitergeben“, während Journalist Philipp Awounou im Spiegel schrieb, dass die Formulierung alte rassistische Klischees widerspiegele, die im Kolonialismus verwurzelt seien.
Awounou betonte auch, dass er nicht glaube, Schweinsteiger selbst sei rassistisch, eine Unterscheidung, die Teil der breiteren Debatte in deutschen Medien war.
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Laut einem Bericht von VG über die Reaktion auf Schweinsteigers Äußerungen, sagte Faé, afrikanische Teams müssten nun durch ihren Fußball immer wieder zeigen, dass sie nicht nur physisch, sondern auch technisch und taktisch versiert sind.
Das ist das Argument, das nun die Kampagne der Elfenbeinküste umgibt. Ihre Spieler haben nicht nur Geschichte geschrieben, sie sind auch Teil einer breiteren Debatte darüber geworden, wie afrikanischer Fußball beschrieben wird.
Eine größere Bühne wartet
Das nächste Spiel der Elfenbeinküste findet im Sechzehntelfinale am 30. Juni im Dallas Stadium statt, wo sie auf den Zweitplatzierten der Gruppe I treffen werden.
Laut dem offiziellen Turnierplan der FIFA wird dieser Gegner aus einer Gruppe kommen, die noch zwischen Frankreich, Norwegen, Senegal und Irak entschieden wird.
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Für Faé und seine Spieler besteht die Aufgabe nun darin, einen historischen Erfolg in der Gruppenphase in etwas Größeres zu verwandeln. Die Kontroverse um Schweinsteigers Kommentare wird sie in die K.o.-Runde begleiten, aber auch die Beweise ihrer eigenen Leistungen.
Die Elfenbeinküste versucht nicht mehr nur, ein Zeichen zu setzen. Sie versuchen, die beste WM-Serie ihrer Geschichte fortzusetzen.



