Bastian Schweinsteiger

Schweinsteiger bricht Schweigen nach explosiver Rassismus-Anschuldigung bei der WM

Bastian Schweinsteiger verteidigt sich nach Rassismusvorwürfen wegen seiner WM-Kommentare über die Elfenbeinküste, die er als rein fußballerisch bezeichnete.

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Der ehemalige deutsche und Bayern-München-Mittelfeldspieler Bastian Schweinsteiger hat sich verteidigt, nachdem Äußerungen, die er während der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 über die Elfenbeinküste und den afrikanischen Fußball machte, eine Welle der Empörung und Rassismusvorwürfe ausgelöst haben. Als Experte für den deutschen Sender ARD beschrieb Schweinsteiger den Spielstil der Elfenbeinküste als „ein bisschen afrikanischer Fußball, ein bisschen unorthodox, ein bisschen wild, ein bisschen vielleicht auch nicht so taktisch geprägt“. Die Kommentare entfachten schnell eine Debatte online und in der gesamten Fußballwelt, wobei viele argumentierten, dass sie auf veraltete Stereotypen über den afrikanischen Fußball zurückgriffen. Wie zuvor von GiveMeSport berichtet, ist die Kontroverse zu einem der größten Gesprächsthemen des Turniers abseits des Platzes geworden.

Emerse Fae bezeichnet Kommentare als ‚rassistisch‘

Die schärfste Kritik kam von Elfenbeinküsten-Nationaltrainer Emerse Fae, der Schweinsteigers Analyse als grenzüberschreitend empfand. Nach der historischen Qualifikation seiner Mannschaft für die K.-o.-Phase sagte Fae: „Man könnte es rassistisch nennen, wenn man die Dinge beim Namen nennt.“

Fae verzichtete jedoch darauf, den ehemaligen deutschen Nationalspieler vorsätzlicher Voreingenommenheit zu beschuldigen. Stattdessen äußerte er die Hoffnung, dass die Äußerungen lediglich unglücklich formuliert waren und nicht Schweinsteigers persönliche Überzeugungen widerspiegeln. Der beeindruckende 2:0-Sieg der Elfenbeinküste über Curaçao sicherte ihnen zum ersten Mal in der WM-Geschichte des Landes einen Platz in der K.-o.-Runde.

Schweinsteiger besteht darauf, dass Kommentare nur um Fußball gingen

Nach der Empörung veröffentlichte Schweinsteiger über die ARD eine Stellungnahme, in der er seine Kommentare verteidigte. Der Weltmeister von 2014 betonte, seine Analyse habe sich ausschließlich auf Fußballtaktiken konzentriert und sei niemals dazu gedacht gewesen, jemanden zu beleidigen.

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„Ich habe über Fußball gesprochen, nicht über Menschen. Es ist eine Fußballanalyse. Nichts mehr und nichts weniger“, sagte Schweinsteiger. „Ich wollte damit sicherlich niemanden beleidigen.“

Der Sportkoordinator der ARD, Axel Balkausky, stellte sich ebenfalls hinter den ehemaligen Bayern-München-Mittelfeldspieler und argumentierte, dass seine Kommentare Beobachtungen aus jüngsten Spielen widerspiegelten und nicht Stereotypen über Menschen oder Kulturen.

ARD steht fest hinter ihrem Experten

Balkausky wies die Behauptung zurück, Schweinsteigers Worte seien rassistisch gewesen, und sagte, der Sender betrachte sie als eine legitime fußballerische Meinung. Er äußerte auch die Zuversicht, dass ein direktes Gespräch zwischen Schweinsteiger und Fae das Missverständnis aufklären würde.

„Er hat seine Erfahrungen und Beobachtungen aus den letzten Spielen zusammengefasst. Es ging nicht um einzelne Menschen, sondern um eine fußballerische Einschätzung. Ich kann darin oder in seiner Wortwahl keine Form von Rassismus erkennen“, erklärte Balkausky.

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Er fügte hinzu: „Wenn der Trainer der Elfenbeinküste, Emerse Fae, direkt mit Bastian sprechen würde, würden sich seine Verdachtsmomente schnell revidieren, da bin ich mir sicher. Vielleicht ergibt sich ja im Laufe des Turniers eine solche Gelegenheit.“

Klopp ebenfalls in die Kontroverse verwickelt

Wie GiveMeSport ebenfalls berichtete, weitete sich die Debatte über Schweinsteiger und die ARD hinaus aus. Liverpool-Trainer Jürgen Klopp wurde während eines Interviews zu dem Vorfall befragt, wirkte jedoch sichtlich unwohl, bevor er das Gespräch abrupt beendete.

Der Vorfall hat eine breitere Diskussion darüber angeheizt, wie der afrikanische Fußball in europäischen Medien dargestellt wird, wobei viele argumentieren, dass veraltete Verallgemeinerungen nicht mehr die taktische Raffinesse widerspiegeln, die viele der Top-Nationalmannschaften des Kontinents auf internationaler Bühne zeigen.

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