Iran hat die Weltmeisterschaft mit Frustration, Stolz und einer letzten Botschaft verlassen.
Nach einem Unentschieden gegen Ägypten und als neuntbester Gruppendritter in Gruppe G verpasste Iran den Einzug in die K.o.-Phase nur knapp.
Nur die besten acht Gruppendritten zogen weiter, wodurch die Mannschaft von Amir Ghalenoei ausschied, ohne ein Spiel verloren zu haben.
Eine letzte Botschaft nach dem Ausscheiden
Laut UNILAD soll Iran nach dem Ende ihrer WM-Kampagne eine weitere handschriftliche Notiz im Los Angeles Stadium hinterlassen haben.
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Die Nachricht bedankte sich bei Mexiko und der Stadt Tijuana für ihre Gastfreundschaft, warf aber auch klare Fragen auf, wie Iran während des Turniers behandelt worden war.
„Galt alles für alle Mannschaften im Turnier gleichermaßen?“, fragte die Notiz.
Sie argumentierte auch, dass „Fair Play kein Slogan ist, der auf Werbetafeln gedruckt wird“, eine Zeile, die die allgemeine Frustration des Teams zusammenfasste.
Reisebeschränkungen prägten Irans Kampagne
Irans Beschwerden begannen nicht erst mit ihrem Ausscheiden.
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Laut The Guardian wurde mehreren Mitgliedern der iranischen Delegation vor dem Turnier Berichten zufolge die US-Visa verweigert, während das Team seine Basis von Tucson, Arizona, nach Tijuana, Mexiko, verlegte, da Unsicherheiten bezüglich ihres Einwanderungsstatus bestanden.
Das führte zu einer ungewöhnlichen WM-Routine.
Iran spielte seine Gruppenspiele in den Vereinigten Staaten, war aber jenseits der Grenze in Mexiko stationiert. Das bedeutete zusätzliche Reisen, weniger Vorbereitungszeit und wiederholte logistische Komplikationen an Spieltagen.
Laut ESPN musste Iran von ihrer Basis in Tijuana nach Los Angeles für das Spiel gegen Belgien reisen, die Partie spielen und noch in derselben Nacht die Vereinigten Staaten wieder verlassen.
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Ghalenoei hatte Iran zuvor als das am meisten „unterdrückte“ Team des Turniers bezeichnet und sich darüber beschwert, dass seine Spieler aufgrund der Reiseanforderungen wertvolle Trainingszeit verloren.
Ein grausames Ende in Gruppe G
Die sportliche Frustration war ebenso deutlich.
Iran spielte alle drei Gruppenspiele unentschieden und war vor der letzten Spielrunde noch im Rennen.
Ihr Ausscheiden wurde noch schmerzhafter, nachdem ein spätes Tor gegen Ägypten wegen Abseits annulliert wurde. UNILAD berichtete, dass Shoja Khalilzadeh sich nur geringfügig jenseits der Abwehrlinie befunden hatte, bevor das Tor aberkannt wurde.
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Diese Entscheidung, kombiniert mit der allgemeinen Gruppensituation, gab Iran das Gefühl, dass ihre Weltmeisterschaft sowohl auf als auch neben dem Spielfeld durch knappe Entscheidungen entschieden worden war.
Stolz gemischt mit Protest
Der Ton der letzten Notiz war nicht nur wütend.
Sie lobte auch Mexiko, insbesondere Tijuana, das zu Irans Turnierbasis wurde, nachdem das geplante Trainingslager des Teams in den Vereinigten Staaten unmöglich geworden war.
Die Botschaft beschrieb Mexiko als zweite Heimat und stellte Irans Kampagne als eine der Widerstandsfähigkeit unter schwierigen Umständen dar.
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Für Iran endete die Weltmeisterschaft ohne Niederlage, aber auch ohne Platz in den K.o.-Runden.
Ihr letzter Akt war kein Tor, keine Pressekonferenz oder ein Protest auf dem Spielfeld. Es war eine handschriftliche Notiz, die fragte, ob das Turnier wirklich unter gleichen Bedingungen gespielt worden war.



