Taylor beendet seine Karriere
Anthony Taylor hat seinen Rücktritt vom Elite-Schiedsrichterwesen bekannt gegeben, nach einer der umfangreichsten Schiedsrichterkarrieren im englischen Fußball.
Laut der offiziellen Mitteilung der Premier League leitete Taylor in einer über 20 Jahre andauernden Karriere 831 Spiele. Diese Gesamtzahl umfasste 668 Partien im englischen Profifußball und 432 Einsätze in der Premier League über 16 Saisons hinweg.
Sein letzter Einsatz erfolgte bei der Weltmeisterschaft 2026, wo er Spaniens 1:0-Sieg über Portugal im Achtelfinale leitete.
Die ursprüngliche Behauptung, Taylor habe lediglich gesagt: „Es war ein immenses Privileg“, ließ den zentralen Teil seiner Rücktrittserklärung aus.
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„Als Schiedsrichter auf Elite-Niveau tätig zu sein, war ein immenses Privileg, aber der Druck ist immens und die Beobachtung ist konstant. Es ist nun der richtige Zeitpunkt, zurückzutreten und mich auf das nächste Kapitel meiner Karriere zu freuen“, sagte Taylor, zitiert von England Football.
Taylor dankte auch seinen langjährigen Assistenten Gary Beswick und Adam Nunn, sowie seinen Kollegen, Freunden und seiner Familie.
Mit den größten Aufgaben betraut
Taylor trat der Select Group der Premier League vor der Saison 2010/11 bei und entwickelte sich zu einem der am häufigsten eingesetzten Schiedsrichter Englands.
Er leitete die FA Cup-Finals 2017 und 2020, das League Cup-Finale 2015, den Community Shield 2015 und das Championship Play-off-Finale 2018.
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Seine internationale Karriere dauerte 14 Jahre und umfasste 163 Spiele. Taylor pfiff bei den Weltmeisterschaften 2022 und 2026, der Euro 2020 und der Euro 2024.
Er wurde auch für den UEFA Super Cup 2020 ausgewählt, das Nations League-Finale 2021, das Klub-Weltmeisterschaftsfinale 2022 und das Europa League-Finale 2023 zwischen Sevilla und der Roma.
Eine Karriere unter ständiger Beobachtung
Taylor war einer der erfahrensten Offiziellen im englischen Fußball, aber auch einer der meistdiskutierten.
Seine Entscheidungen wurden regelmäßig von Trainern, Spielern und Fans intensiv geprüft. Der Druck reichte über das Spielfeld hinaus, nachdem Taylor und seine Familie nach dem Europa League-Finale 2023 von Fans am Budapester Flughafen konfrontiert und verbal beschimpft wurden.
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Die Premier League zeigte sich „schockiert und entsetzt“ über den Vorfall, der erfolgte, nachdem Roma-Trainer José Mourinho Taylor zuvor öffentlich auf dem Stadionparkplatz konfrontiert hatte.
Diese Episode unterstrich die Schattenseiten des Elite-Schiedsrichterwesens und verleiht Taylors Hinweis auf die ständige Beobachtung und die vom Job geforderten Opfer zusätzliches Gewicht.
Howard Webb würdigt Taylors Beitrag
Howard Webb, Chef der Schiedsrichter bei Professional Game Referees, würdigte Taylors Beständigkeit und seine Arbeit mit jüngeren Offiziellen.
„Er hat über einen langen Zeitraum hinweg konstant gezeigt, warum er einer der besten und erfolgreichsten Offiziellen ist, die der englische Fußball je hervorgebracht hat“, sagte Webb, zitiert von The Guardian.
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Taylor hat seine nächste Rolle noch nicht bekannt gegeben, obwohl seine Erklärung darauf hindeutete, dass er sich auf ein neues Kapitel in seiner Karriere vorbereitet. Sein Abschied bedeutet den Verlust eines der bekanntesten, erfahrensten und am häufigsten kritisierten Offiziellen der Premier League.
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