Leandro Paredes, Pedri

Paredes droht mögliche Sperre, während die FIFA das Chaos im WM-Finale untersucht

Paredes droht eine Sperre, da die FIFA die chaotischen Szenen nach dem WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien untersucht.

·

Read in:

Argentinien verliert nach dem Schlusspfiff die Kontrolle

Argentiniens Versuch, den Weltmeistertitel zu verteidigen, endete mit einer 1:0-Niederlage nach Verlängerung gegen Spanien, doch das Ergebnis wurde schnell von einer Reihe von Auseinandersetzungen nach dem Schlusspfiff überschattet.

Laut dem offiziellen Spielbericht der FIFA erzielte der eingewechselte Ferran Torres in der 106. Minute das entscheidende Tor und sicherte Spanien damit den zweiten Weltmeistertitel.

Argentinien war bereits auf zehn Mann reduziert worden. Enzo Fernández erhielt in der 93. Minute nach einem späten Foul an Pau Cubarsí seine zweite Gelbe Karte, wodurch Lionel Scalonis Team die gesamte Verlängerung in Unterzahl spielen musste.

Argentinien beendete die reguläre Spielzeit zudem ohne einen einzigen Torschuss. Ihre Frustration schien nach dem Ende des Spiels überzukochen.

Lesen Sie auch: Haalands ungewöhnliche US-Kaffeebestellung wirft bei Fans viele Fragen auf

Auf Videoaufnahmen ist offenbar zu sehen, wie Paredes den spanischen Verteidiger Eric García hoch am Hals packt, bevor er sich in eine separate Auseinandersetzung mit Gavi verwickelt, den der argentinische Mittelfeldspieler zu Boden zwingt.

Nahuel Molina schien Rodri bei einer weiteren Auseinandersetzung in den Magen zu schlagen, während Argentiniens Assistenztrainer Roberto Ayala dabei gefilmt wurde, wie er Dani Olmo ins Gesicht schlug. Diese Vorfälle sind weiterhin Anschuldigungen, die untersucht werden, und die FIFA hat noch nicht entschieden, ob disziplinarische Vergehen begangen wurden.

Verwirrung um gemeldete Rote Karte

Paredes war bereits während des Spiels verwarnt worden, und das Live-Kommentarsystem der FIFA zeigte zunächst an, dass er nach dem Schlusspfiff eine zweite Gelbe Karte und die daraus resultierende Rote Karte erhalten hatte.

Laut SportBible wurde der Eintrag später aus den FIFA-Aufzeichnungen entfernt. Paredes sollte daher nicht als offiziell mit einer Roten Karte bestraft beschrieben werden, es sei denn, die FIFA bestätigt dies anders.

Lesen Sie auch: Wann beendet Lionel Messi seine Karriere? Die Antwort könnte Sie überraschen

Die Korrektur verhindert keine nachträglichen Maßnahmen. Gemäß Artikel 14 des FIFA-Disziplinarreglements kann gewalttätiges Verhalten oder tätlicher Angriff zu einer Sperre von mindestens drei Spielen führen.

Eine solche Bestrafung bleibt lediglich eine Möglichkeit. Es wird davon abhängen, wie der Staatsanwalt die Aufnahmen bewertet und ob die FIFA feststellt, dass Paredes oder andere Personen gegen ihre Regeln verstoßen haben.

FIFA ernennt Disziplinarstaatsanwalt

Die FIFA hat formell eine Untersuchung der Szenen eingeleitet, die auf Spaniens Sieg folgten.

Laut ESPN prüfte die Disziplinarkommission die Spielberichte, bevor sie gemäß Artikel 36 des FIFA-Disziplinarreglements einen Disziplinar- und Ethikstaatsanwalt ernannte.

Lesen Sie auch: Sechs Nationen haben bereits ihr Ticket für die WM 2030

Der Staatsanwalt wird „potenzielle Verstöße“ im Zusammenhang mit den Vorfällen nach dem Spiel untersuchen, bevor er einen Bericht an die Disziplinarkommission übermittelt. Weitere Details werden erst nach Abschluss dieser Arbeit veröffentlicht.

Die Formulierung ist wichtig. Die FIFA untersucht, was passiert ist, hat aber Paredes, Molina, Ayala oder andere Personen nicht öffentlich angeklagt.

Paredes äußert sich zur Niederlage, ignoriert aber die Auseinandersetzungen

Paredes veröffentlichte anschließend eine emotionale Botschaft über Argentiniens Niederlage und den erfolglosen Versuch des Teams, aufeinanderfolgende Weltmeisterschaften zu gewinnen.

„Ich war stolz, Teil der größten argentinischen Nationalmannschaft der Geschichte zu sein“, schrieb Paredes laut der von La Nación wiedergegebenen Erklärung.

Lesen Sie auch: Vergessen Sie Ferrari und McLaren: Experte ist sich sicher, zu welchem Team Max Verstappen wechseln sollte

Der Mittelfeldspieler dankte den argentinischen Fans, Spielern und Mitarbeitern, doch seine Botschaft erwähnte die Auseinandersetzungen nicht und bot auch keine Entschuldigung für seine offensichtliche Beteiligung an.

Dieses Versäumnis hat Kritik hervorgerufen, sollte jedoch nicht als Beweismittel im Disziplinarverfahren vorgelegt werden. Die FIFA muss genau feststellen, was passiert ist, bevor sie entscheidet, ob Sanktionen gerechtfertigt sind.

Was Spaniens Moment des Feierns hätte sein sollen, endete damit, dass die neuen Weltmeister von wütenden Gegnern umringt waren und die FIFA ein formelles Disziplinarverfahren vorbereitete. Argentinien verlor die Trophäe auf dem Platz, doch die Konsequenzen ihrer Reaktion könnten weit über das Finale hinausgehen.

Lesen Sie auch: Falsche Rote Karte, verhaltene Kritik: Argentinien lässt den Paredes-Zwischenfall hinter sich

Related Stories