In seinem Instagram-Beitrag vom Montag schrieb Lionel Messi von „Schmerz“, von einer „Wunde“ und bedankte sich bei den argentinischen Fans. Die Wörter „Rücktritt“ oder „Abschied“ verwendete er jedoch nicht. Internationale Schlagzeilen machten daraus dennoch eine Rücktrittserklärung.
„Der Schmerz ist riesig, und diese Wunde wird Zeit brauchen, um zu heilen“, schrieb Messi einen Tag, nachdem Spanien das WM-Finale im MetLife Stadium in East Rutherford mit 1:0 nach Verlängerung gewonnen hatte.
Zugleich erklärte er, an „all den schönen Dingen“ festhalten zu wollen, und gratulierte Spanien zum Gewinn des WM-Titels.
Was argentinische und französische Medien tatsächlich berichten
Der argentinische Sender TyC Sports berichtete, dass der Kapitän der Albiceleste keinen sofortigen Rücktritt aus der Nationalmannschaft plane. Erwartet werde vielmehr ein offizieller Abschied vor heimischem Publikum.
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Auch der französische Sportsender beIN Sports vertrat am 21. Juli dieselbe Linie. Demnach habe Messi mit großer Wahrscheinlichkeit noch nicht sein letztes Spiel für Argentinien bestritten. Argentinische Medien gingen vielmehr davon aus, dass vor einer endgültigen Entscheidung zunächst Abschiedsspiele im eigenen Land stattfinden würden.
Das französische Portal Maxifoot ergänzte unter Berufung auf TyC Sports, dass ein möglicher Abschied in einem lange im Voraus angekündigten Länderspiel erfolgen würde.
Die Website Popticular aus Buenos Aires formulierte es noch deutlicher: Weder das Wort „Rücktritt“ noch das Wort „Abschied“ taucht in Messis öffentlichen Äußerungen nach dem Finale auf.
Scaloni legt sich nicht fest
Nationaltrainer Lionel Scaloni wurde nach dem Turnier zur Zukunft des Kaders befragt. Seine Antwort fiel bewusst ausweichend aus.
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„Nach einem Turnier wie diesem, mit all den Dingen, die dazugehören, beginnt man, gewisse Entscheidungen noch einmal zu überdenken“, sagte er vor Journalisten. In den kommenden Monaten werde sich zeigen, wie es weitergehe.
Scaloni deutete außerdem an, dass er bis Dezember im Amt bleiben und anschließend mit dem Präsidenten des argentinischen Fußballverbandes AFA über seine eigene Zukunft sprechen werde. Zu Messi bestätigte er nichts.
Was Neymar tat und Messi nicht
Bei dieser Weltmeisterschaft gab es tatsächlich einen Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Dieser klang allerdings völlig anders als Messis Instagram-Beitrag.
Am 5. Juli sprach Neymar mit Journalisten, nachdem Brasilien im Achtelfinale auf demselben Rasen im MetLife Stadium mit 1:2 gegen Norwegen verloren hatte.
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„Ich habe es versucht. Hier im MetLife Stadium hat alles begonnen, und hier ist es für mich zu Ende gegangen. Jetzt ist Schluss“, sagte er.
Messi hat solche Worte bislang nicht ausgesprochen. Solange das so bleibt, steht er weiterhin für eine Berufung in die Nationalmannschaft zur Verfügung.
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