Red Bull wollte verhindern, dass Max Verstappen seine Ausstiegsklausel überhaupt jemals nutzen kann. Dafür bot das Team dem Niederländer acht Millionen Euro – doch Verstappen lehnte ab.
Wie das deutsche Portal F1-Insider berichtet und internationale Motorsportmedien aufgriffen, wurde das Angebot in den Wochen vor dem Großen Preis von Großbritannien unterbreitet.
Die Führung von Red Bull GmbH wandte sich an Verstappens Management mit dem Vorschlag, die Klausel gegen eine Einmalzahlung aus dem Vertrag zu streichen. Damit sollte der viermalige Weltmeister bis Ende 2028 an das Team gebunden bleiben. Verstappen sagte jedoch nein.
Was die Ausstiegsklausel tatsächlich bedeutet
Die Klausel wurde von Verstappens Manager Raymond Vermeulen in den Vertrag aufgenommen.
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Sie gibt Verstappen die Möglichkeit, Red Bull zur Saison 2027 zu verlassen, falls er nach dem Großen Preis von Ungarn am Sonntag und der anschließenden Sommerpause der Formel 1 nicht unter den ersten beiden der Fahrerwertung liegt.
Dieses Ziel ist inzwischen mathematisch nicht mehr erreichbar. Verstappens Ausfall in Silverstone, nachdem sein Heckflügel in Runde 48 von 52 versagte, ließ ihn bei 76 Punkten stehen.
Mercedes-Pilot Andrea Kimi Antonelli führt die Weltmeisterschaft mit 179 Punkten an. Teamkollege George Russell liegt mit 154 Zählern auf Rang zwei, Lewis Hamilton folgt mit 147 Punkten auf Platz drei. Vor der Sommerpause kann Verstappen bestenfalls noch Vierter werden.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge endet die Frist für eine formelle Mitteilung im Oktober.
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Verstappen schweigt, sein Manager spricht
Verstappen selbst möchte sich öffentlich nicht zu seiner Zukunft äußern.
Auf die Frage nach seinen Plänen nach dem Rennen in Silverstone antwortete er den Reportern: „Ich werde dazu nichts sagen. Es wäre im Moment auch nicht richtig, darüber zu sprechen.“
Über den Zustand seines Autos sprach der Niederländer dagegen deutlich offener.
„Man müsste schon ein sehr gelassener Mensch sein, um nach dem, was an diesem Wochenende wieder passiert ist, noch optimistisch zu bleiben“, sagte er.
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„Es ist leider einfach so. Ich brauche jetzt ein paar Tage, um den Kopf freizubekommen und dann einen neuen Anlauf zu nehmen.“
Auch Vermeulen verteidigte die Vertragsregelung.
„Wir haben einen Vertrag bis 2028. Natürlich gibt es Ausstiegsklauseln – die hat es immer gegeben. Aber wir haben noch nie eine davon genutzt“, erklärte der Manager.
„Wir möchten diesen Weg gemeinsam mit Red Bull weitergehen und wünschen uns, dass Max hier seine Karriere beendet – allerdings nur, wenn er die Chance hat, um Siege zu kämpfen.“
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Nach Ungarn fällt die Entscheidung
Teamchef Laurent Mekies betonte zuletzt öffentlich, dass Red Bull rund um Verstappen wieder ein konkurrenzfähiges Auto und ein stärkeres Technikteam aufbauen könne.
Diese Zuversicht steht jedoch im Kontrast zur aktuellen Realität: Der Red Bull erlitt innerhalb von acht Tagen bereits den zweiten technischen Ausfall, während der Weltmeister in der Gesamtwertung nur noch auf Rang sieben liegt.
Das Angebot über acht Millionen Euro spricht für sich: Red Bull war bereit, viel Geld zu zahlen, um Verstappens Ausstiegsmöglichkeit aus dem Vertrag zu streichen. Der Niederländer wollte dieses Recht jedoch nicht aufgeben.
Der Große Preis von Ungarn auf dem Hungaroring findet am Sonntag statt. Bis Oktober muss Verstappen entscheiden, wie seine Zukunft aussieht.
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