Laut SPORTbible hat der ehemalige Premier-League-Schiedsrichter Anthony Taylor nur kurze Zeit nach seinem Rücktritt vom Spitzenschiedsrichterwesen ein neues Kapitel in seiner Karriere aufgeschlagen.
Nur zwei Wochen nach der Bekanntgabe seines Karriereendes wurde der 47-Jährige zum Direktor für Elite-Schiedsrichterwesen beim Türkischen Fußballverband (TFF) ernannt. In dieser Funktion wird er die strategische und technische Weiterentwicklung der Spitzenschiedsrichter des Landes verantworten.
Taylor startet in eine neue Herausforderung
Taylor gab seine Ernennung in einem LinkedIn-Beitrag bekannt, nachdem er zuvor Gespräche in Istanbul geführt hatte.
Über seine neue Aufgabe sagte er:
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„Nachdem ich auf höchstem nationalen und internationalen Niveau Spiele geleitet habe, freue ich mich darauf, diese Erfahrung in eine Rolle einzubringen, die sich auf die strategische und technische Weiterentwicklung des Elite-Schiedsrichterwesens in der Türkei konzentriert. Gemeinsam mit meinen Kollegen im Verband werde ich die Entwicklung der Schiedsrichter fördern und das gesamte Schiedsrichterprogramm im Einklang mit den Standards von UEFA und FIFA weiter stärken.“
Wie SPORTbible berichtet, erfolgt die Ernennung kurz nach dem Ende einer herausragenden Schiedsrichterkarriere, die sich über mehr als zwei Jahrzehnte erstreckte.
Eine außergewöhnliche Schiedsrichterkarriere
Taylor beendete seine Laufbahn nach 831 geleiteten Spielen, darunter 432 Partien in der Premier League während 16 Spielzeiten. Zudem leitete er sämtliche bedeutenden nationalen Endspiele in England sowie das Champions-League-Finale 2024 zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund.
Sein letzztes großes Turnier war die FIFA-Weltmeisterschaft 2026, bei der er das Gruppenspiel zwischen Senegal und dem Irak sowie das Achtelfinale zwischen Spanien und Portugal leitete, das Spanien für sich entschied.
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Amtsantritt inmitten einer Krise des türkischen Schiedsrichterwesens
Wie SPORTbible hervorhebt, übernimmt Taylor sein neues Amt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für den türkischen Fußball, der zuletzt von einem schwerwiegenden Integritätsskandal um Schiedsrichter erschüttert wurde.
Eine Untersuchung des Türkischen Fußballverbands ergab, dass 371 von 571 Profischiedsrichtern über Wettkonten verfügten, während 152 Schiedsrichter aktiv Sportwetten platzierten. Die Enthüllungen führten zu Disziplinarverfahren und verstärkten die Forderungen nach umfassenden Reformen.
TFF-Präsident İbrahim Hacıosmanoğlu hatte zuvor angekündigt, man werde „allen Schmutz beseitigen“, um das Vertrauen in das türkische Schiedsrichterwesen wiederherzustellen.
Taylor soll nun eine Schlüsselrolle bei diesem Reformprozess übernehmen. Mit seiner langjährigen Erfahrung auf höchstem internationalem Niveau soll er dazu beitragen, die Standards im türkischen Schiedsrichterwesen anzuheben und sie an die Vorgaben von UEFA und FIFA anzupassen.
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