'Who cares about mitigating circumstances?' Steiner picks apart FIA's Sainz call as Zandvoort looms

„Wen interessieren mildernde Umstände?“ Steiner zerpflückt FIA-Entscheidung zu Sainz vor dem Zandvoort-Wochenende

Der frühere Haas-Teamchef fordert, dass gegen Carlos Sainz auf dem Hungaroring trotz des Software-Ausfalls bei den Blauen Flaggen die volle Strafe von zehn Sekunden hätte verhängt werden müssen. Die Formel…

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Günther Steiner will, dass sich die FIA nicht länger hinter defekter Software versteckt. Im Red-Flags-Podcast zerpflückte der frühere Haas-Teamchef die Entscheidung der Rennkommissare, Carlos Sainz für die Kollision mit Oscar Piastri beim Großen Preis von Ungarn eine Fünf-Sekunden-Strafe statt der üblichen zehn Sekunden aufzuerlegen.

„Versucht es gar nicht erst mit mildernden Umständen. Wen interessieren mildernde Umstände? Das war klar eine Blaue Flagge und damit zehn Sekunden. Das ist Standard, die hätte er bekommen müssen, geändert hätte sich sowieso nichts“, sagte Steiner in Aussagen, über die GPblog berichtet.

Der Zusammenstoß ereignete sich in Kurve 2. Piastri, im Kampf um den Sieg, wollte gerade Sainz überrunden, als der Williams-Pilot, der sich ein Duell mit Fernando Alonso lieferte, nicht Platz machte und in Reifenkontakt mit dem McLaren geriet.

Piastri fuhr zunächst weiter, musste das Rennen später jedoch wegen eines Getriebeproblems aufgeben. Sainz wurde 18. mit zwei Runden Rückstand. Das Rennen gewann Lando Norris.

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Die Logik der Rennkommissare

Die Kommissare halbierten die übliche Zehn-Sekunden-Strafe für Sainz ganz offen. Ihre Begründung: Piastri befand sich im toten Winkel, als Sainz einlenkte, und die Warnsysteme der FIA für die Blaue Flagge waren während des Rennens ausgefallen. Die Lenkrad-Leuchten, die einen Fahrer normalerweise darauf hinweisen, dass er gleich überrundet wird, waren deaktiviert, weil eine GPS-Störung falsche Warnungen ausgelöst hatte, und die blauen Panels an der Strecke zeigten nicht die richtigen Startnummern an.

Die Onboard-Aufnahmen zeigten dennoch, wie Sainz vor der Kollision an sieben blauen Flaggenpanels an der Strecke vorbeifuhr. Piastris Funkspruch danach fiel deutlich aus: „Geh aus dem Weg, du Idiot!“

Sainz entschuldigte sich und hakte die Sache ab

Sainz legte gegen die Strafe keinen Einspruch ein. Der Spanier erklärte, dass ihn die fehlende Warnung am Lenkrad blind dafür gemacht habe, was hinter ihm geschah.

„Wir hatten keine blauen Leuchten am Lenkrad, die uns normalerweise, wenn wir in solchen Duellen wie diesem um eine Position kämpfen, helfen zu erkennen, ob wir gerade überrundet werden oder nicht“, sagte er zu Formula1.com.

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Er akzeptierte die Entscheidung und entschuldigte sich bei Piastri.

„Ich habe die fünf Sekunden hingenommen. Damit bin ich einverstanden.“

Steiner fordert einen Präzedenzfall

Steiners Argument reicht über den einzelnen Fall hinaus. Für ihn hätte die FIA den Software-Ausfall als ihr eigenes Problem anerkennen und die Standardstrafe trotzdem verhängen müssen, um die Botschaft an die Nachzügler klar zu halten. Die Strafe zu halbieren, so seine Argumentation, belohne genau das, was die Blaue-Flagge-Regel eigentlich verhindern soll.

Steiner ist Geschäftsführer des Tech3-MotoGP-Teams, nachdem er im September 2025 die Übernahme angeführt hatte, bleibt aber eine der meistzitierten externen Stimmen zum Thema Rennleitung in der Formel 1.

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Die Debatte zieht mit der Formel 1 nun weiter nach Zandvoort, wo der Große Preis der Niederlande vom 21. bis 23. August ausgetragen wird, und jeder ähnliche Streitfall dürfte am Maßstab der Ungarn-Entscheidung gemessen werden.

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