Juventus hat Vicario am 17. August auf Leihbasis für eine Saison von Tottenham verpflichtet. Im gleichen Atemzug nannte Luciano Spalletti die Namen, die er zuerst gewollt hatte.
„Wir dachten wahrscheinlich, dass wir mit einem erfahrenen Torhüter wie Alisson, Martinez und so weiter, denn das waren die Namen, nach denen wir gesucht haben, noch etwas mehr an Erfahrung hätten. Aber auch Vicario hat Wettbewerbe gewonnen, er hat Auslandserfahrung bei einem sehr wichtigen Verein gesammelt, also sind wir auf diesem Niveau“, sagte Spalletti Reportern im Allianz Stadium.
Der 29-jährige italienische Nationalspieler reiste noch am selben Tag zum Medizincheck nach Turin. Der Wechsel hat einen Wert von rund 10,5 Millionen Euro an Gebühren und Bonuszahlungen und beinhaltet eine Kaufoption, die nicht verpflichtend ist.
Tottenham blockierte die Leihe zunächst
Der Wechsel kam erst nach zwei gescheiterten Anläufen und einer veränderten Haltung von Tottenham zustande. Die Spurs lehnten Juventus‘ Anfrage zunächst ab, weil die Italiener eine reine Leihe ohne Kaufverpflichtung wollten, so ein am 16. August veröffentlichter Bericht.
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Juventus wandte sich Aston Villa zu. Diese Verhandlungen stockten an Villas Bewertung von 15 Millionen Euro für Martinez und kühlten weiter ab, weil Juventus wegen einer Handverletzung, die den Argentinier für Monate außer Gefecht setzen könnte, misstrauisch wurde.
Ohne verbleibende Alternative kamen beide Seiten in Bewegung. Tottenham akzeptierte eine Leihe mit einer nicht verpflichtenden Kaufoption, und Juventus schloss den Wechsel innerhalb weniger Tage ab.
Vicario verließ einen Kader, der nicht mehr auf ihn setzte
Vicario bat Tottenhams Cheftrainer Roberto De Zerbi um die Erlaubnis, nach drei Jahren im Norden Londons nach Italien zurückzukehren. In dieser Zeit kam er auf 117 Einsätze und gewann die Europa League. Antonin Kinsky wurde als De Zerbis Stammtorhüter installiert, während Martin Dubravka ablösefrei als Ersatz kam.
Spalletti äußerte sich zum schwierigen Ende von Vicarios Zeit bei den Spurs.
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„Die letzte Zeit war nicht so positiv, weil wir nicht wissen, was bei Tottenham passiert ist, aber er ist ein ausgezeichneter Spieler“, sagte Spalletti.
Er machte deutlich, was er nun erwartet.
„Vicario ist ein reifer, intelligenter, professioneller Spieler. Er hat Klasse, einer jener Spieler, die auch zu Hause in ihrer Freizeit an den Sport denken. Er bleibt ein Top-Torhüter.“
Vicario konkurriert nun mit Michele Di Gregorio um das Trikot der Nummer 1 bei Juventus. Di Gregorio soll Berichten zufolge das Interesse von Olympique de Marseille geweckt haben, während Juventus das Torhüterteam um den Neuzugang neu aufstellt.
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