Donald Trumps prominentester Verbündeter im Weltfußball steht vor einer dramatischen Verschärfung des Machtkampfs um die FIFA.
Die UEFA bereitet in der Schweiz eine Strafanzeige gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino und möglicherweise weitere Funktionäre und Berater vor. Der geplante Schritt betrifft den inzwischen aufgegebenen Plan, einen dauerhaften Anteil am kommerziellen Geschäft der FIFA an private Investoren zu verkaufen.
Laut den von ABC News eingesehenen Dokumenten hat die UEFA Bundesgerichte in New York und Florida um Zeugenaussagen und Unterlagen gebeten. Diese könnten ein Verfahren nach Schweizer Recht unterstützen.
Brisante Vorwürfe gegen Infantino
Das geplante Projekt FIFA Forward Enterprise hätte Investoren ermöglicht, für 4,2 Milliarden Dollar einen Anteil von 20 Prozent am kommerziellen Geschäft der FIFA zu erwerben.
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Die Anwälte der UEFA behaupten, die Bewertung sei „absurd niedrig“ gewesen. Außerdem habe es weder eine offene Auktion noch eine unabhängige Bewertung gegeben. Gerichtsunterlagen zufolge sollen Infantino und eine kleine Gruppe von Beratern das Projekt mehr als ein Jahr lang geheim vorbereitet haben.
In den Dokumenten wird behauptet, das Modell hätte Infantino und seinem engsten Kreis Gewinne aus einigen der wertvollsten Vermögenswerte der FIFA ermöglichen können. Die Vorwürfe wurden bislang nicht vor Gericht bewiesen.
Infantino gab das Projekt schließlich auf, nachdem die UEFA mit einem Boykott künftiger FIFA-Wettbewerbe gedroht hatte.
Trump stellte sich demonstrativ hinter Infantino
Die neue juristische Gefahr kommt nur wenige Wochen nach Trumps deutlicher Unterstützung für den FIFA-Präsidenten.
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Wie ESPN zitierte, schrieb Trump auf Truth Social, die FIFA würde einen „schweren Fehler“ begehen, wenn sie eine Ablösung Infantinos erwägen sollte.
Trump nannte ihn „fantastisch“ und behauptete, der Verband werde ohne ihn nie wieder ähnlich erfolgreich oder profitabel sein. Beide haben sich mehrfach als Freunde bezeichnet. Während der Weltmeisterschaft 2026 trat Infantino regelmäßig an Trumps Seite auf.
Auch der vorgesehene Investor weist eine Verbindung zu Trumps Familie auf. Thrive Capital wird von Joshua Kushner geführt, dem Bruder von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner.
Der Machtkampf wird gefährlicher
Die UEFA-Mitgliedsverbände fordern eine unabhängige Untersuchung und argumentieren, die FIFA könne sich nicht glaubwürdig selbst kontrollieren. Das notwendige Vertrauen in Infantino sei zerstört.
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Infantino will 2027 erneut kandidieren. Trump hat seinen bevorzugten Ausgang deutlich gemacht, doch durch die geplante Strafanzeige geht der Kampf um die FIFA-Führung inzwischen weit über öffentliche Erklärungen und interne Fußballpolitik hinaus.
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