Jürgen Klopp hat im Juli den Posten als Bundestrainer übernommen, und der sichtbarste Teil der Vorbereitung auf seine erste Länderspielpause war eine Tour über die Bundesliga-Trainingsgelände. Bayern München, VfB Stuttgart, FC Augsburg, Eintracht Frankfurt und Mainz 05 hatten ihn allesamt zu Gast.
Die Station, die die meiste Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, war Frankfurt. Sky Sport Germany berichtete, dass Klopp ein langes Gespräch mit dem 22-jährigen Stürmer Younes Ebnoutalib geführt habe, dem Elversberg-Zugang, der seine Bundesliga-Saison mit einem Hattrick gegen Union Berlin eröffnete und seither ein DFB-Pokal-Tor nachlegte. Ebnoutalib ist Deutsch-Marokkaner und hat für Marokko in der U15 gespielt. Klopp habe ihm laut demselben Bericht persönlich eine Zukunft im DFB-Team schmackhaft gemacht.
So sieht Deutschlands Mittelstürmer-Problem derzeit aus: ein neuer Bundestrainer, der persönlich Anwerbungsarbeit leistet, Wochen nachdem das Land bei der WM im Sechzehntelfinale ausgeschieden ist und Julian Nagelsmann zurückgetreten ist.
Havertz war die gesetzte Neun
Bei der WM ging der Platz des Alleinstürmers in Nagelsmanns 4-2-3-1 an Kai Havertz, einen Spieler, den bundesliga.com als brauchbar auf der falschen Neun, aber nicht als natürlichen Typen für die Position beschrieb. Deniz Undav war die Alternative, die Nagelsmann für die Bank bereithielt.
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Klopp erbt sowohl das Personal als auch die Debatte darüber. Bei seiner Vorstellung am 24. Juli in der DFB-Zentrale in Frankfurt bezeichnete er den Zustand der Nationalmannschaft rundheraus als „nicht gut“ und warnte vor unrealistischen Vergleichen.
„Wenn wir uns fragen, ob wir so gut wie Frankreich sind, dann lautet die Antwort nein. Aber wir können sie trotzdem schlagen.“
Er formulierte zudem ein Nominierungsprinzip, das niemanden nach Rang und Namen schützt.
„Spielen werden die, die sehr gut sind, wirklich Bock haben und die in dem Moment, in dem sie das Trikot überstreifen, ein Stück besser werden.“
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El Mala bereits vorgemerkt
Ebnoutalib ist nicht der einzige neue Name, der Richtung Debüt geschoben wird. Sky-Germany-Reporter Florian Plettenberg berichtete Ende August, dass Klopp Kölns 20-jährigen Flügelspieler Said El Mala für die Nations-League-Partien im September und Oktober nominieren wolle und dass der Bundestrainer in ihm „viel Potenzial“ sehe. El Mala hat Deutschlands U18, U19 und U21 durchlaufen, wartet aber noch auf sein erstes Länderspiel in der A-Nationalmannschaft.
Klopp sichtet diese Optionen mit einem importierten Stab. Seine Assistenten beim DFB sind die ehemaligen Liverpool-Kollegen Peter Krawietz und Pepijn Lijnders sowie der ehemalige deutsche Nationalspieler Sven Bender.
Klopp eröffnet gegen die Niederlande
Der Kader wird am 17. September nominiert, und das Auftaktspiel ist die schwerste Aufgabe des Blocks. Deutschland reist am Donnerstag, dem 24. September, in die Johan Cruijff ArenA in Amsterdam zum Auftaktspiel der UEFA Nations League 2026/27 gegen die Niederlande, Anstoß 20:45 Uhr Ortszeit. Griechenland in Augsburg am 27. September, Serbien in München am 1. Oktober und das Rückspiel gegen Griechenland am 4. Oktober vervollständigen den Länderspielblock.
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