Der Vorstand Sport des Münchner Klubs legte diese Position in einem am 9. September veröffentlichten Interview mit Sport BILD dar, nach einem Transferfenster, in dem Chelsea, Manchester City, Liverpool und PSG allesamt Ablösesummen über 100 Millionen Euro hochgetrieben haben.
Bayern war interessiert. Man weigerte sich schlicht, diese Summe mitzugehen.
„Natürlich haben wir uns bei Bayern auch Bradley angeschaut. Aber wenn du solche Summen hörst, war das für uns zu viel“, sagte Eberl dem deutschen Blatt.
Die Barcola-Summe, die Bayern nicht mitgehen wollte
Barcolas Wechsel von PSG nach Anfield wurde mit rund 108 Millionen Pfund kolportiert. Diese Ablöse reiht sich in ein breiteres neunstelliges Muster an der Spitze des Marktes in diesem Sommer ein, besonders deutlich beim 125-Millionen-Pfund-Deal von Manchester City für Enzo Fernández von Chelsea am 1. September, dem Deadline Day, der den britischen Rekord einstellte.
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Eberls Interesse an Barcola reicht weiter zurück als seine Zeit bei Bayern. Er sagte Sport BILD, er habe den französischen Flügelspieler bereits während seiner eigenen Zeit bei RB Leipzig verpflichten wollen.
„Ehrlich gesagt kenne ich ihn bereits aus meiner Zeit in Leipzig. Ich wollte ihn zu RB holen.“
„Wir haben uns damals zusammengesetzt und darüber gesprochen. Ich hatte also ein engeres Verhältnis zu Bradley.“
Das Verhältnis hat gehalten. Die Preisvorstellung nicht.
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„Bayern ist zu großen Transfers in der Lage“
Eberl achtete darauf, die Barcola-Entscheidung nicht als Rückzug darzustellen.
„Bayern München ist stark; das hat der Klub mit der Verpflichtung von Harry Kane gezeigt. Wenn wir es wollen und überzeugt sind, dass es der richtige Schritt ist, ist Bayern München zu großen Transfers in der Lage.“
Kanes Ankunft von Tottenham im Jahr 2023 mit einer Grundablöse von rund 100 Millionen Euro ist noch immer die Referenz-Verpflichtung von Bayern. In diesem Sommer verpflichtete der Klub Luis Díaz von Liverpool für kolportierte 75 Millionen Euro, eine Ablöse, die Eberl als kostspielig bezeichnete, aber in einer anderen Größenordnung als jene von Barcola.
Die Strategie, an der Bayern festhalten will
Eberl knüpfte die Ausgaben des Klubs an einen konkreten Plan und nicht an das umfassendere Wettrüsten.
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„Unsere Strategie der vergangenen Jahre war es, Spieler zu verpflichten, die uns in die Lage versetzen, die Champions League, die deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal zu gewinnen. Gleichzeitig wollen wir junge Spieler aus unserem Nachwuchsleistungszentrum holen, die mit uns wachsen können.“
Der Aufsichtsrat von Bayern verlängerte Anfang September 2026 den Vertrag von Eberl und hielt damit den Manager im Amt, der die Ausgabenentscheidungen dieses Transferfensters geprägt hat.
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