Fünf Stammquarterbacks haben sich in den ersten beiden Wochen der NFL-Saison verletzt: Sam Darnold, Kyler Murray, Jayden Daniels, Caleb Williams und Jaxson Dart. Mehrere Teams müssen deshalb auf der wichtigsten Position umplanen. Doch lässt sich daraus schließen, dass Quarterbacks heute häufiger verletzt sind als früher?
BroBible stellte diese Frage, nachdem Darts Knieverletzung zu den bisherigen Ausfällen hinzugekommen war. Darnold verletzte sich im Saisonauftakt der Seahawks am Gesäßmuskel, Murray erlitt eine Gehirnerschütterung, Daniels kugelte sich den linken Ellbogen aus, Williams zog sich eine Oberschenkelverletzung zu und Dart musste das Spiel der Giants gegen die Rams mit einer Knieverletzung verlassen. Die Prognosen unterscheiden sich allerdings deutlich. Die Annahme, alle fünf würden mehrere Wochen fehlen, ist bereits überholt.
Darts Verletzung ist schwerer als zunächst vermutet
Besonders besorgniserregend ist inzwischen Darts Lage. Zunächst wurde eine Innenbandverletzung vermutet. Weitere Untersuchungen ergaben jedoch einen schwereren Befund, weshalb er möglicherweise für den Rest der Saison ausfällt, berichtete NFL Network. Giants-Trainer John Harbaugh betonte, dass die Untersuchungen noch liefen und keine endgültige Entscheidung getroffen worden sei.
Washington hat Daniels für das Spiel in Woche drei ausgeschlossen, während er weitere ärztliche Einschätzungen zu seinem Ellbogen einholt. Bears-Trainer Ben Johnson hält einen Einsatz von Williams ebenfalls für unwahrscheinlich. Murray könnte dagegen schneller zurückkehren: Er hat das Gehirnerschütterungsprotokoll abgeschlossen und soll für Minnesota starten.
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Was der historische Vergleich tatsächlich aussagt
ESPN-Analyst Bill Barnwell wies darauf hin, dass in den ersten beiden Wochen 38 Quarterbacks mindestens fünf Pässe warfen, genau wie 2021. Diese Zahl ordnet ein, wie viele Spieler zum Einsatz kamen. Sie misst aber keine Verletzungsquote. Ein Ersatzquarterback kann aus anderen Gründen spielen, und die Statistik sagt nichts darüber aus, wie lange verletzte Stammspieler fehlen.
Einige Fans vermuten zudem einen Zusammenhang mit der geringeren Einsatzzeit vieler Stammspieler in der Vorbereitung. Aus diesen fünf Fällen lässt sich eine solche Ursache nicht ableiten. Die unmittelbaren Folgen für die Teams sind offensichtlich, vor allem bei den Giants und Commanders. Ob 2026 tatsächlich eine ungewöhnlich hohe Zahl an Quarterback-Verletzungen bringt, lässt sich erst anhand vergleichbarer Verletzungs- und Ausfallzahlen aus mehreren Spielzeiten beurteilen.
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