Forest legt Preis von über 115 Millionen Euro für Manchester United-Ziel fest
Unter Englands Trainer Thomas Tuchel überzeugte der 23-Jährige beim 2:0-Sieg gegen Serbien, zog mehr Fouls auf sich als jeder andere Spieler und gewann die meisten Zweikämpfe im Team.
Auch beim Sieg gegen Albanien kam er erneut zum Einsatz und setzte damit eine Serie starker Leistungen fort, die seine Position als aufstrebende Option im englischen Mittelfeld für den WM-Zyklus 2026 untermauern.
Tuchel hat ihn zuvor bereits als einen der herausragenden Mittelfeldspieler der Premier League in dieser Saison hervorgehoben – ein Lob, das in der Liga nicht unbeachtet geblieben ist.
Der Preis von Forest: ein Statement, keine Verhandlungsbasis
Laut einem Bericht von John Percy (The Telegraph) hat Nottingham Forest eine Ablösesumme von über 115 Millionen Euro festgelegt und damit Gespräche im Januar faktisch ausgeschlossen. Percy berichtete, dass der Klub Anderson als ein Eigengewächs betrachtet, das die neunstelligen Beträge rechtfertigt, die mittlerweile typisch für englische Top-Talente sind.
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Anderson wechselte 2024 von Newcastle United zu Forest – für eine Summe, die sich auf rund 40 Millionen Euro belaufen haben soll. Sein Fünfjahresvertrag enthält keine Ausstiegsklauseln oder Rückkaufoptionen, was Forest vollständige Kontrolle über Zeitpunkt und Bedingungen eines möglichen Verkaufs gibt.
In einer Saison mit häufigem Trainerwechsel und schwankenden Ergebnissen war Anderson eine der wenigen Konstanten – und das weiß der Klub ganz genau.
Verlässlichkeit in einer wechselhaften Saison
Trotz mehrerer permanenter Trainerwechsel im vergangenen Jahr zeigte Anderson durchgehend konstante Leistungen. Inzwischen hat er 56 Einsätze für den Verein absolviert, drei Tore erzielt und sieben Vorlagen gegeben.
Allein in dieser Saison steuerte er je ein Tor und eine Vorlage in Premier League und Europa League bei und war häufig ein stabilisierendes Element in einem ansonsten unbeständigen Mittelfeld.
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Seine Fähigkeit, unter schwierigen Bedingungen zu glänzen, hat seinen internen Stellenwert weiter gefestigt.
Der Transfermarkt beginnt sich zu formen
Manchester United gehört zu den Klubs, die seine Entwicklung genau beobachten. Percy zufolge ist Anderson zu einem zentralen Ziel für den geplanten Umbruch im Sommer geworden. Ein konkreter Vorstoß wird jedoch erst nach Saisonende erwartet.
Auch Newcastle verfolgt aufmerksam, wie sich sein ehemaliger Akademiespieler entwickelt. Eine Rückkehr nach St. James’ Park wäre allerdings kostspielig – nahezu das Dreifache der 40 Millionen Euro, die sie 2024 für ihn erhielten.
Für die Vereinsführung stellt sich dabei nicht nur die finanzielle Frage, sondern auch die strategische: Die Rückholaktion eines einst abgegebenen Spielers würde unter Eddie Howe einen klaren Kurswechsel bedeuten.
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Ein Markt, der englisches Talent belohnt
Auch das größere Marktumfeld spielt eine Rolle. Die jüngsten Transfers englischer Mittelfeldspieler – Declan Rice, Jude Bellingham, Mason Mount – haben gezeigt, wie stark die Preise für junge, im Land ausgebildete Spieler steigen können. Anderson bewegt sich nun ebenfalls in dieser Gesprächsebene.
Für Forest ist die Gleichung einfach: Je länger seine Form anhält, desto höher steigt sein Marktwert.
Ein heißer Transfersommer steht bevor
Da ein Wechsel im Januar bereits ausgeschlossen wurde, wird ein umkämpftes Rennen erwartet, sobald das Sommertransferfenster öffnet. Andersons rapide Entwicklung bei Klub und Nationalmannschaft deutet darauf hin, dass der endgültige Preis deutlich über der aktuellen Bewertung von 115 Millionen Euro liegen könnte.
Vorerst scheint der Verein bereit zu sein, abzuwarten – und dem Markt zu überlassen, wie weit dieser bereit ist zu gehen.
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Quelle: The Telegraph
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