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Mbappé spende zwingt polizeioffizier in vorzeitigen ruhestand

Interne prüfung deckt nicht gemeldete zahlung auf

Im Mittelpunkt des Falls steht ein leitender Polizeibeamter, der Teil der Sicherheitseinheit der französischen Fußballnationalmannschaft war und unter anderem Mannschaftskapitän Kylian Mbappé schützte. Laut Le Monde geriet die Beziehung in den Fokus, nachdem Ermittler eine bislang nicht deklarierte Geldüberweisung festgestellt hatten.

Die Zeitung berichtete, dass Mbappé dem Beamten im Juni 2023 eine Spende in Höhe von 60.300 Euro zukommen ließ. Der Betrag selbst wurde nicht als illegal eingestuft. Problematisch war jedoch, dass der Beamte die Zahlung nicht an seine Vorgesetzten meldete, wie es die internen Vorschriften der französischen Polizei vorsehen.

Diese Regeln verpflichten Beamte dazu, bedeutende Geschenke oder finanzielle Zuwendungen offenzulegen, insbesondere wenn sie von Personen stammen, zu denen ein berufliches Verhältnis besteht. Das Versäumnis löste laut Le Monde ein internes Disziplinarverfahren aus, nachdem die Zahlung bekannt geworden war.

Disziplinarmaßnahme beendet polizeiliche laufbahn

Nach Abschluss der internen Prüfung kamen die zuständigen Stellen zu dem Schluss, dass der Beamte gegen seine dienstlichen Pflichten verstoßen hatte, berichtete Le Monde. Infolgedessen wurde er disziplinarisch belangt.

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Zu den Maßnahmen gehörte die Anordnung des vorzeitigen Ruhestands, womit die Laufbahn des Beamten bei der Polizei beendet wurde. Strafrechtliche Vorwürfe wurden im Zusammenhang mit dem Fall nicht erhoben. Die Untersuchung beschränkte sich auf dienstrechtliche Fragen und interne Regeln.

Nach Angaben von Le Monde äußerten sich weder Mbappé noch Vertreter der französischen Nationalmannschaft öffentlich zu der Entscheidung.

Transparenzregeln rücken erneut in den fokus

Der Fall hat in Frankreich eine erneute Debatte über Transparenz und ethische Standards im öffentlichen Dienst ausgelöst, insbesondere für Beamte in sensiblen Funktionen mit engem Kontakt zu prominenten Persönlichkeiten. Sicherheitskräfte, die nationale Sportteams schützen, unterliegen besonders strengen Vorgaben, um Interessenkonflikte oder den Anschein von Vorteilsnahme zu vermeiden.

Wie Le Monde berichtet, zeigt der Fall, dass selbst rechtmäßige finanzielle Zuwendungen schwerwiegende Konsequenzen haben können, wenn Offenlegungspflichten nicht eingehalten werden, und verdeutlicht die hohen Anforderungen an Polizeibeamte im Umfeld internationaler Spitzensportler.

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Sources: Le Monde

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