Vinicius Jr. kontert Simeone nach hitzigem Supercopa-Duell
Vinicius Jr hat die Spannungen mit Diego Simeone nach einem hitzigen Halbfinale der Supercopa de España in Dschidda neu entfacht, als er öffentlich auf eine Bemerkung an der Seitenlinie reagierte – ein Vorfall, der den 2:1-Sieg von Real Madrid gegen Atlético Madrid überschattete und auch nach dem Schlusspfiff weiter für Gesprächsstoff sorgte.
Die Auseinandersetzung ereignete sich während des Spiels, das Real Madrid ins Finale gegen den FC Barcelona brachte. Doch das sportliche Ergebnis geriet schnell in den Hintergrund angesichts der hitzigen Szenen abseits des Spielfelds.
Laut dem spanischen Sender Movistar Plus soll Atlético-Trainer Simeone in der ersten Halbzeit eine spitze Bemerkung in Richtung Vinicius gemacht haben: „Florentino (Pérez) wird dich rauswerfen. Denk daran, wo du es zuerst gehört hast.“ Die Aussage bezog sich offenbar auf anhaltende Spekulationen über die Zukunft des Brasilianers beim Verein und wurde in einem Moment zunehmender Fanfeindseligkeit gegenüber Vinicius geäußert.
Die Spannungen nahmen im Verlauf des Spiels weiter zu. Simeone wurde später dabei beobachtet, wie er gestenreich in Richtung Tribüne reagierte, während Vinicius ausgebuht wurde – was die Situation zusätzlich anheizte. Als der Flügelspieler in der 80. Minute durch Arda Güler ersetzt wurde, reagierte er wütend und musste von Xabi Alonso, Teamkollegen und Mitgliedern des Trainerstabs zurückgehalten werden. Simeone sah die Gelbe Karte, als sich der Konflikt auf den Bereich der Trainerbänke ausweitete.
Lesen Sie auch: Die Liste der höchsten Gehälter in der Premier League zeigt, dass City mehr ausgibt als seine Konkurrenten
Real Madrid brachte den Sieg mit Toren von Federico Valverde und Rodrygo Goes über die Zeit, doch die Auseinandersetzung war damit längst nicht beendet.
Kurz nach dem Spiel reagierte Vinicius in den sozialen Medien. Er kommentierte ein auf Instagram gepostetes Video des Vorfalls von Journalist Fabrizio Romano mit den Worten: „Simeone hat wieder ein K.o.-Spiel verloren“, gefolgt von mehreren Emojis.
Simeone reichte Valverde nach dem Abpfiff die Hand, wollte sich jedoch zu seinem Austausch mit Vinicius nicht weiter äußern. In einer über Fabrizio Romano verbreiteten Erklärung sagte der Argentinier: „Vini Jr? Ich habe nichts zu sagen. Seit meiner aktiven Zeit als Spieler gilt für mich: Was auf dem Platz passiert, bleibt auf dem Platz.“
Er ergänzte: „Ich habe großen Respekt vor Carvajal und vor allen Spielern von Real Madrid. Ich habe ihm klar gesagt, wie das Ganze von außen wirkt.“
Lesen Sie auch: Mourinho erhöht den Druck auf Benfica nach der Niederlage im Ligapokal
Xabi Alonso hingegen äußerte sich deutlich kritischer. Laut Le Journal du Real meinte der ehemalige Mittelfeldspieler, Simeones Worte hätten eine inakzeptable Grenze überschritten. „Ich habe gehört, was Simeone zu Vini gesagt hat, und es hat mir nicht gefallen“, so Alonso. „So kann man nicht reden. Manche Dinge gehen einfach zu weit. Das ist inakzeptabel und unsportlich.“
Für Vinicius kommt der Vorfall zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Der 25-Jährige spielt eine durchwachsene Saison mit fünf Toren und fünf Vorlagen in 19 Ligaspielen und hat in der Champions League bislang noch nicht getroffen.
Da sein Vertrag in 18 Monaten ausläuft, wird seine Zukunft immer wieder diskutiert. Medien bringen ihn mit Chelsea und Manchester United in Verbindung, während gleichzeitig berichtet wird, dass die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung ins Stocken geraten sind. Auch intern gab es bereits Spannungen: Im Oktober entschuldigte sich Vinicius nach einer wütenden Reaktion auf seine Auswechslung im Spiel gegen Barcelona.
Nun richtet sich der Fokus auf das Finale der Supercopa, doch dieses erneute Aufeinandertreffen hat deutlich gemacht, dass das Verhältnis zwischen Spieler und gegnerischem Trainer weiterhin im Rampenlicht steht.
Lesen Sie auch: Chelsea trainer vor gericht verurteilt
Quellen: Movistar Plus, Fabrizio Romano, Le Journal du Real
Lesen Sie auch: Peter Schmeichel hinterfragt die Ausrichtung von United nach der Entlassung von Amorim
