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Ter Stegen erwägt Abschied vom FC Barcelona nach Verlust seines Stammplatzes unter Flick

Statuswandel im Camp Nou

Marc Andre Ter Stegens Rolle beim FC Barcelona hat sich in den vergangenen Monaten spürbar verändert. Der einst unumstrittene Stammtorwart ist inzwischen hinter neueren Optionen zurückgefallen und kommt nur noch selten zum Einsatz.

Laut Goal.com zählt Hansi Flick den 33 Jährigen aktuell nicht mehr zum festen Kern seiner sportlichen Planungen. Stattdessen hat sich Joan Garcia als erste Wahl etabliert, während auch Wojciech Szczesny regelmäßig vor Ter Stegen berücksichtigt wird.

Ter Stegen wechselte 2014 nach Barcelona und absolvierte mehr als 290 Ligaspiele. In seiner ersten Saison gewann er mit dem Klub die Champions League. Verletzungen und mehrere folgenschwere Fehler haben jedoch im Laufe der Jahre an seinem einst sicheren Status genagt.


Kaderplanung verändert die Hierarchie

Die Torwartstruktur beim FC Barcelona wurde im vergangenen Sommer gezielt umgebaut. Joan Garcia wurde als langfristige Nummer eins verpflichtet, während Wojciech Szczesny nach seinem zwischenzeitlichen Karriereende überraschend zurückkehrte.

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Wie Goal.com berichtete, wurde Ter Stegen zwar nicht offiziell zum Abgang gedrängt, doch die ausbleibenden Einsatzminuten haben vereinsintern Gespräche über seine Zukunft ausgelöst.

Beobachter werten die Situation eher als Teil eines umfassenden Umbruchs im Kader denn als persönlichen Bruch, auch wenn die sportlichen Folgen für Ter Stegen erheblich sind.


Girona als realistischer Ausweg

Mit dem geöffneten Wintertransferfenster rückt eine Veränderung in greifbare Nähe. Nach Informationen von SPORT zeigt sich Ter Stegen offen für einen kurzfristigen Wechsel zum FC Girona, sofern die Rahmenbedingungen stimmen.

Der Bericht hebt hervor, dass der Torhüter einen sechsmonatigen Aufenthalt im Estadi Montilivi als Chance sieht, Spielpraxis zu sammeln und sich wieder in den Fokus von Bundestrainer Julian Nagelsmann zu spielen.

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Ein solcher Schritt wäre weniger als endgültiger Abschied zu verstehen, sondern als strategische Zwischenlösung zur Stabilisierung seiner Karriere.


Gehaltsfrage erschwert die Gespräche

Ein möglicher Transfer gestaltet sich jedoch kompliziert. Goal.com zufolge ist Ter Stegen nicht bereit, auf Teile seines Gehalts zu verzichten oder einen Abgang zu erzwingen.

Barcelona fordert demnach, dass Girona rund ein Viertel seines Gehalts übernimmt, eine Summe, die die finanziellen Möglichkeiten des Klubs derzeit übersteigt.

Zwar sucht Girona nach dem Abgang von Dominik Livakovic einen neuen Torhüter, doch die wirtschaftlichen Hürden bleiben hoch, auch wenn Ter Stegen den Klub ermutigt haben soll, sein Angebot nachzubessern.

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Öffentliche Rückendeckung trotz unklarer Perspektive

Trotz seiner Nebenrolle kam Ter Stegen zuletzt im Copa del Rey zum Einsatz und hielt beim Sieg gegen Guadalajara seinen Kasten sauber.

Nach der Partie sagte Hansi Flick, „Marc ist der Kapitän und hat in den zwölf Jahren hier viele Spiele gemacht. Wir haben mit dem Trainerteam gesprochen und wollten ihm die Chance geben zu spielen. Er ist zurück, es war nur dieses Spiel, aber es ist ein guter nächster Schritt.“

Auch Gironas Trainer Michel äußerte sich anerkennend, „Er ist ein Top Spieler, jeder hätte gerne einen Torhüter wie Ter Stegen.“


WM Hoffnungen als treibende Kraft

Neben der Vereinssituation spielt auch die Nationalmannschaft eine zentrale Rolle. Aktuell konkurriert Ter Stegen mit Oliver Baumann, Alexander Nubel und Noah Atubolu um einen Platz im deutschen Aufgebot.

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Ohne regelmäßige Einsätze droht er weiter aus Julian Nagelsmanns Überlegungen zu rutschen. Ein Wechsel mit sofortiger Spielzeit könnte entscheidend sein, sofern er sportlich überzeugt.

Vorerst bleibt Ter Stegens Zukunft offen, zwischen Verbundenheit mit dem FC Barcelona und dem wachsenden Druck, seine WM Chancen zu wahren.


Quellen: Goal.com, SPORT

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