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Brighton schockt Manchester United im Old Trafford

Ein Abend, der bestehende Zweifel verstärkte

Manchester United hoffte, den FA Cup als Wendepunkt einer schwierigen Saison nutzen zu können, doch stattdessen vertiefte die Niederlage gegen Brighton die ohnehin vorhandenen Sorgen.

Das Drittrundenspiel sollte Entlastung bringen, entwickelte sich jedoch zu einer weiteren Belastungsprobe, bei der bekannte Probleme erneut sichtbar wurden, vor allem unter dem wachsenden Druck der eigenen Fans.

Brighton nutzt den frühen Zugriff

Brighton übernahm früh die Kontrolle und agierte mit Ruhe und Klarheit, während United unsicher wirkte.

Brajan Gruda erzielte die Führung, bevor Danny Welbeck gegen seinen ehemaligen Verein nachlegte. Laut OneFootball hat Welbeck seit seinem Abschied im Jahr 2014 häufiger im Old Trafford getroffen als jeder aktuelle United Spieler, ein Fakt, der online für spürbare Reaktionen sorgte.

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United meldete sich nach der Pause zurück, als Benjamin Šeško per Kopf traf und kurzzeitig neue Hoffnung aufkommen ließ.

Disziplin bricht den Aufschwung

Der Wendepunkt folgte nahezu unmittelbar nach dem Anschlusstreffer.

Shea Lacey, der in der 62. Minute eingewechselt wurde, sah wegen Meckerns bei einem Einwurf die Gelb Rote Karte. Es war der erste Platzverweis seiner Profikarriere und stoppte Uniteds Momentum abrupt.

Laut Reuters, auf das sich mehrere Medienberichte stützten, stellte Interimstrainer Darren Fletcher den Schiedsrichter an der Seitenlinie zur Rede und äußerte später deutliche Kritik an der Entscheidung. Lacey entschuldigte sich später auf X und räumte ein, dass ihn seine Emotionen überwältigt hätten.

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Der Frust reicht über das Spielfeld hinaus

Mit der Niederlage ist Manchester United in dieser Saison ohne nationale Pokalperspektive, was die angespannte Stimmung weiter verschärfte.

In sozialen Netzwerken richtete sich die Kritik unter anderem gegen die Kaderzusammenstellung, taktische Entscheidungen und fehlende Abgeklärtheit in entscheidenden Phasen. Laut Einschätzungen von OneFootball und Reaktionen auf X zeigte Brighton erneut, wie groß der strukturelle Abstand zwischen beiden Teams derzeit ist.

Ein Ergebnis mit Symbolkraft

Ohne Aussicht auf Titel richtet sich der Fokus bei United nun auf Schadensbegrenzung statt auf sportliche Ambitionen.

Brighton hingegen setzt seinen Weg mit Selbstvertrauen fort und bestätigte einmal mehr seine Fähigkeit, auch auswärts gegen etablierte Topklubs zu bestehen. Für United wirkte das Ausscheiden weniger wie eine Überraschung, sondern vielmehr wie eine Bestätigung ungelöster Grundprobleme.

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Sources: Reuters, OneFootball, X

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