Neue US-Einreiseverbote trüben den Zugang zur WM 2026
Neue Regeln treffen auf die Turniervorbereitungen
Die Weltmeisterschaft 2026 wird in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ausgetragen. Jüngste Änderungen der US-Einreiseregeln könnten jedoch die Reisepläne vieler Fans erheblich erschweren.
Nach Angaben des US-Außenministeriums wurde eine aktualisierte Liste mit 75 Ländern veröffentlicht, deren Staatsangehörige nun von neuen Reisebeschränkungen betroffen sind. Mehrere dieser Länder haben sich bereits für das Turnier qualifiziert.
Länder der ersten Verbotsrunde
Eine erste Runde der Maßnahmen trat am 1. Januar in Kraft. Sie sieht vollständige Einreiseverbote für Haiti und den Iran vor sowie teilweise Beschränkungen für Senegal und Côte d’Ivoire.
Wie die BBC berichtete, sollen Haiti und Iran alle ihre Gruppenspiele in den Vereinigten Staaten bestreiten. Senegal und Côte d’Ivoire sind dagegen für Partien in den USA und in Kanada vorgesehen.
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Mannschaften zugelassen, Fans ausgeschlossen
Die neuen Regelungen enthalten Ausnahmen für Athleten und Offizielle, die an großen internationalen Sportveranstaltungen teilnehmen. Nationalmannschaften, Trainerstäbe und Turnierpersonal dürfen daher weiterhin in die USA einreisen.
Für Fans gelten diese Ausnahmen jedoch nicht. Nach der aktuellen Rechtslage könnten Anhänger aus den betroffenen Ländern keine Spiele in den Vereinigten Staaten besuchen, selbst wenn ihre Mannschaft dort antritt.
Weitere Verbote und veränderte Visaregeln
Eine weitere Runde von Reisebeschränkungen soll am 21. Januar in Kraft treten und vier zusätzliche Länder sowie 71 weitere betreffen.
Laut einem vom US-Außenministerium verfassten Memorandum, auf das sich die BBC beruft, wurden Konsularbeamte angewiesen, bestimmte Einwanderungsvisa abzulehnen, während Verfahren zur Sicherheitsüberprüfung neu bewertet werden. Die BBC berichtete zudem, dass diese Maßnahmen als vorübergehend beschrieben werden und derzeit nicht für nicht einwanderungsbezogene Touristen- oder Geschäftsvisa gelten.
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Wachsende Unsicherheit unter qualifizierten Nationen
NPR berichtete, dass US-Botschaften und Konsulate zusätzlich angewiesen wurden, Anträge auf nicht einwanderungsbezogene Visa besonders sorgfältig zu prüfen. Antragsteller müssen demnach nachweisen, dass sie während ihres Aufenthalts nicht auf staatliche Leistungen angewiesen sein werden.
Derzeit gelten vollständige Beschränkungen für Haiti und den Iran, während Senegal und Côte d’Ivoire teilweise betroffen sind. Auch die Demokratische Republik Kongo steht auf der Liste und könnte sich noch für das Turnier qualifizieren.
Weitere bereits qualifizierte Länder, die auf neueren Reiselisten erscheinen, sind Algerien, Brasilien, Kap Verde, Kolumbien, Ägypten, Ghana, Jordanien, Marokko, Tunesien, Uruguay und Usbekistan. Auch wenn die aktuellen Regeln nicht alle Fans ausschließen, wächst die Sorge, dass sich die Vorgaben bis zum Turnierbeginn noch ändern könnten.
Ein Turnier im Schatten der Politik
Weniger als zwei Jahre vor dem Anpfiff sehen sich Organisatoren, Fans und Austragungsstädte mit einer sich wandelnden politischen Lage konfrontiert. Während die Spieler voraussichtlich wie geplant antreten werden, hängt die Möglichkeit der Fans, ihnen zu folgen, zunehmend von politischen Entscheidungen zur Einwanderung ab.
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Sources: BBC, NPR, US State Department
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