Druck an der Spitze und Lärm überall sonst in der Premier League
Arsenal spürt die Last der Erwartung
Nach Angaben des Fußballredakteurs der Daily Mail, Ian Ladyman, hat Arsenal sieben Punkte Vorsprung und liegt drei Punkte vor Liverpool, das zum gleichen Zeitpunkt der letzten Saison an gleicher Stelle stand. Dieser statistische Vergleich ist wichtig, denn er macht aus einer Saison, die von einigen als enttäuschend bezeichnet wurde, eine ganz entscheidende.
Ladyman argumentiert, dass die Position von Mikel Arteta durch die zurückkehrenden Verteidiger und eine Bank gestärkt wird, auf der zuletzt Bukayo Saka, Eberechi Eze, Leandro Trossard, Kai Havertz, Gabriel Jesus, Mikel Merino und Myles Lewis Skelly im Auswärtsspiel bei Nottingham Forest saßen. Man könnte meinen, dass Arsenal nun sowohl Kontrolle als auch Tiefe besitzt, zwei Qualitäten, die oft das Titelrennen entscheiden.
Sollte es nicht gelingen, diese Position in den ersten Meistertitel seit zwei Jahrzehnten umzuwandeln, würde das unangenehme Fragen darüber aufwerfen, wie weit Artetas Projekt realistischerweise gehen kann, heißt es in der Kolumne.
Old Trafford stört sich an vertrauten Stimmen
Laut Ladyman trifft die Kritik ehemaliger Spieler von Manchester United den aktuellen Kader nach wie vor hart. Er berichtet, dass eine Quelle des Klubs die Reaktion unverblümt mit den Worten "Es macht sie wütend" beschrieben hat.
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Die ehemaligen Spieler selbst scheinen ungerührt zu sein. Ladyman schreibt, dass ein ehemaliger United-Spieler ihm sagte: "Ich würde nicht erwarten, dass diese Spieler glücklich darüber sind, kritisiert zu werden. Aber was sollen wir denn tun? Sagen, dass sie gut spielen, wenn sie es nicht tun?"
Der Artikel kontrastiert Lisandro Martinez' starke Leistung gegen Manchester City mit seiner Entscheidung, Paul Scholes öffentlich abzustempeln. Ladyman bezeichnet diese Geste als unnötig, vor allem im Vergleich zu Harry Maguire, der die Kritik stillschweigend hinnimmt und weiter seine Leistung bringt.
Van Dijk trägt mehr als nur die Armbinde
Dem Artikel der Daily Mail zufolge hat Virgil van Dijk in dieser Saison jede Minute der Liverpooler Spiele in der Premier League und in Europa bestritten. Mit seinen 34 Jahren ist die körperliche und mentale Belastung erheblich, vor allem, weil Arne Slot in der Defensive nicht mehr zur Verfügung steht, nachdem Liverpool einen späten Transfer von Marc Guehi nicht zustande gebracht hat.
Ladyman merkt an, dass Wayne Rooney inzwischen frühere Äußerungen zurückgenommen hat, wonach Van Dijk nach der Unterzeichnung eines neuen Vertrages im Stich gelassen worden sei. Dennoch bleibt die Frage, ob Liverpools Kapitän diese Verantwortung tragen kann, wenn die Ergebnisse weiterhin schwanken.
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Medienbeobachtung und Gewohnheiten an der Seitenlinie
Die Kolumne befasst sich auch mit der Ausstrahlung und dem Verhalten. Laut Ladyman ist Rooneys Analyse bei "Match of the Day" trotz einiger Verbesserungen in der Darstellung nach wie vor wenig detailliert, was im Gegensatz zum Komfort steht, den er bei Radio- und Podcast-Formaten zeigt.
Beim FC Chelsea begann der neue Trainer Liam Rosenior mit einem Sieg, aber er erbte ein wiederkehrendes Problem. Ladyman hebt einen Vorfall hervor, in den Marc Cucurella verwickelt war, und argumentiert, dass die Tendenz des Verteidigers, es mit den Kontakten zu übertreiben, ein größeres Problem widerspiegelt, das noch vom vorherigen Regime herrührt.
Verwerfungen in der Liga
An anderer Stelle stellt Ladyman die Zuverlässigkeit von Tottenhams Torhüter Guglielmo Vicario unter Luftdruck in Frage und verweist auf einen weiteren entscheidenden Fehler. Außerdem kritisiert er die Ansetzung des FA-Cups im Fernsehen, bei der Hull City und der Nichtligist Macclesfield auf ungünstige Plätze verwiesen wurden, was er als Vorrang der Zuschauerzahlen vor der sportlichen Fairness wertet.
Dem Artikel zufolge hat Sunderland trotz des Verlusts von sechs Spielern für den Afrikanischen Nationen-Pokal gute Ergebnisse erzielt, während Crystal Palace wieder mit internen Spannungen zu kämpfen hat, nachdem Oliver Glasner dem Verein vorgeworfen hat, ihn angesichts der Ungewissheit über die Zukunft von Marc Guehi "im Stich zu lassen".
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Muster, die sich weigern zu verschwinden
Ladyman schließt mit dem Hinweis auf Jack Grealish als den am häufigsten gefoulten Spieler in der Premier League, ein Detail, das unterstreicht, wie bestimmte taktische Rollen zu wiederholten Strafen einladen. Die fünf Spitzenreiter sind Grealish mit 58 Fouls, Elliot Anderson mit 53, Bruno Guimaraes mit 46, Neco Williams mit 42 und Patrick Dorgu mit 41.
Der Kolumne zufolge werden diese immer wiederkehrenden Themen, der Druck auf die Verantwortlichen, die Reibereien zwischen Spielern und Fachleuten und die strukturelle Belastung unter der Oberfläche, genauso einflussreich wie der Fußball selbst.
Quellen: Daily Mail, Daily Mail Sport
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