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Cristiano Ronaldo besiegt Juventus vor dem Obersten Gerichtshof

Laut der Daily Mail, die über den Sportreporter Michael Pavitt zuerst über das Urteil berichtete, bietet der Fall einen seltenen Einblick in die Art und Weise, wie Elite-Fußballvereine während der Pandemie mit den Spielergehältern umgegangen sind und wo die rechtlichen Grenzen nun liegen.

Gericht stärkt Ronaldo bei Berufungsentscheidung den Rücken

Ein italienisches Arbeitsgericht hat bestätigt, dass Cristiano Ronaldo das Recht hat, 8,5 Millionen Pfund Lohn von Juventus Turin einzubehalten, nachdem der Serie-A-Klub Berufung eingelegt hatte.

Juventus hatte versucht, einen früheren Schiedsspruch anzufechten, war aber vor dem Turiner Arbeitsgericht gescheitert, wo Richter Gian Luca Robaldo die frühere Entscheidung bestätigte. Das Urteil bedeutet, dass der Verein das bereits gezahlte Geld nicht zurückfordern kann.

Wie die italienische Zeitung Gazzetta dello Sport berichtet, hatte Juventus die Summe bereits in die Finanzplanung für die Jahre 2023 und 24 einkalkuliert, um die unmittelbaren Auswirkungen des Verlustes zu verringern.

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Streit um Pandemie-Lohnverschiebungen

Der Fall geht auf den Höhepunkt der COVID 19-Krise zurück, als die Spieler von Juventus Turin zustimmten, vier Monatsgehälter im März 2020 und April 2021 zu stunden, da der Verein unter großem finanziellen Druck stand.

Später behauptete Ronaldo, ihm sei privat der volle Wert seiner aufgeschobenen Bezüge in Höhe von 17 Millionen Pfund netto garantiert worden. Juventus wies diese Behauptung mit dem Argument zurück, die Vereinbarung sei vom Verein nie offiziell anerkannt worden.

Ein Schiedsgericht entschied im vergangenen Jahr, dass die Verantwortung geteilt wurde, und verurteilte Juventus zur Zahlung der Hälfte des Betrags. Das jüngste Gerichtsurteil lässt dieses Ergebnis unverändert.

Finanzielle Offenlegungen auf dem Prüfstand

Die italienischen Behörden haben bereits früher die Buchhaltungspraktiken von Juventus untersucht, darunter auch den Umgang mit so genannten Gehaltsmanövern im Zusammenhang mit aufgeschobenen Spielergehältern.

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Nach früheren Berichten italienischer Medien wurden diese Zahlungen in den Finanzberichten des Vereins nicht vollständig ausgewiesen und sind Teil umfassenderer Ermittlungen zu den Finanzen von Juventus Turin in der Pandemiezeit. Der Verein hat bereits sportliche und administrative Sanktionen im Zusammenhang mit diesen Problemen erhalten.

Juventus wird möglicherweise noch weitere rechtliche Möglichkeiten ausloten, aber die Gazzetta dello Sport berichtet, dass noch kein weiterer Rechtsbehelf formell eingelegt wurde.

Ronaldos Juventus-Jahre im Überblick

Ronaldo spielte von 2018 bis 2021 für Juventus Turin, nachdem er von Real Madrid gekommen war, und schoss in 134 Spielen 101 Tore.

Während seiner Zeit in Turin gewann er zwei Titel in der Serie A und die Coppa Italia, bevor er für 12,8 Millionen Pfund zu Manchester United zurückkehrte.

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Ronaldo, der sich seinem 41. Geburtstag nähert, setzt seine Karriere beim saudi-arabischen Verein Al Nassr fort.

Quellen: Daily Mail, Gazzetta dello Sport

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