Die Gewohnheit von Psg, zu gewinnen, hat einen Knacks bekommen, oder ist es genau das, was sie erreichen wollen?
Wie The Athletic und der französische Fußballjournalist Tom Williams berichten, geht es für PSG in dieser Saison weniger um Dominanz als um das Überleben. Die Ergebnisse sind da, aber die Gewissheit nicht, und diese Spannung beginnt zu bestimmen, wie dieses Team im In- und Ausland gesehen wird.
Als das Überleben zur Strategie wurde
Monatelang fand PSG Wege, um Spiele zu gewinnen, die nicht ganz in seiner Hand lagen. Späte Tore gegen Lyon und Metz hielten die Liga-Kampagne am Leben, während die K.o.-Spiele gegen Marseille, Tottenham und Flamengo laut The Athletic erst in den letzten Momenten oder vom Elfmeterpunkt aus entschieden wurden.
Diese Erfolge stärkten den Nimbus von PSG als einer Mannschaft, die immer einen Weg findet. Dieser Glaube wurde durch die 0:1-Niederlage gegen den FC Paris im Coupe de France erschüttert, durch die PSG zum ersten Mal seit 2014 im Achtelfinale ausschied.
Es war auch der erste nationale Wettbewerb, den Luis Enrique seit seiner Ankunft in Paris im Jahr 2023 nicht gewinnen konnte - ein kleines Detail, das plötzlich viel wichtiger erscheint.
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Holen die einheimischen Konkurrenten auf?
In der Ligue 1 ist PSG zu Beginn des Jahres 2026 eher nach oben als nach vorne geschaut, hat Lens verfolgt, anstatt das Titelrennen zu diktieren. Der Abstand ist gering, aber die Symbolik ist wichtig.
In Europa deuteten die ersten Champions-League-Siege gegen Atalanta, Barcelona und Bayer Leverkusen auf Kontinuität hin. Dann kamen die Warnzeichen, eine Heimniederlage gegen Bayern München und ein frustrierendes torloses Unentschieden auswärts bei Athletic Club.
Die Zahlen werfen weitere Fragen auf. Gonzalo Ramos führt die Torschützenliste an, doch kein PSG-Spieler hat mehr als sechs Ligatore erzielt. Das explosive Offensivquartett der letzten Saison ist noch nicht wieder aufgetaucht. Ist das eine vorübergehende Zurückhaltung oder ein Beweis dafür, dass die Gegner sich endlich angepasst haben?
Die versteckten Kosten der Jagd nach allem
Laut The Athletic hat PSG für das Erreichen des Finales der Klub-Weltmeisterschaft einen hohen physischen Preis bezahlt. Da es fast keine Vorsaison gab, folgten die Verletzungen schnell und unerbittlich.
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Ousmane Dembele, Desire Doue und einige andere standen lange Zeit nicht zur Verfügung, so dass sich kein wirklicher Rhythmus entwickeln konnte. Eine Quelle, die der Umkleidekabine nahe steht, beschrieb die Mentalität deutlich.
"Es gibt keine Krise", sagte die Quelle. "Aber die Spieler verwalten ihre Bemühungen.
Dieselbe Quelle bezeichnete die Saison als ein langes Spiel und nicht als einen wöchentlichen Test. "Sie sind in dieser Saison auf einer echten Mission, und ihre Mission ist es, zum zweiten Mal in Folge die Champions League zu gewinnen.
Das wirft die unangenehme Frage auf, ob PSG sich selbst schont oder darauf setzt, dass die Form nach Belieben gesteigert werden kann.
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Ruhige Worte, lautere Zweifel
In der Öffentlichkeit bleibt die Führung von PSG trotzig. Vor dem jüngsten Sieg gegen Lille stellte Luis Enrique die Erwartungen an seine Mannschaft in Frage.
"Glauben Sie wirklich, dass wir jedes Spiel und jeden Pokal gewinnen werden?
Ein hochrangiger Vertreter von PSG bestätigte diese Einschätzung und betonte, dass die Atmosphäre im Verein ruhig sei. "Es gibt keine Panik. Ganz im Gegenteil, man ist konzentriert, kollektiv und überzeugt.
Die Geschichte zeigt jedoch, dass wiederholtes knappes Entkommen irgendwann einen Preis fordert. Die Frage ist nur, wann.
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Eine Pause, die alles bestimmen könnte
Da die Verletzungen nachlassen und der Februar einen seltenen Zeitraum ohne Spiele unter der Woche bietet, hat PSG endlich Zeit zu trainieren, anstatt sich zu erholen. Laut The Athletic sieht der Verein diesen Moment eher als Chance zum Neustart denn als Warnzeichen.
Ist dies die Ruhe vor einem weiteren dominanten Lauf oder der Punkt, an dem die Schwächen endlich zum Vorschein kommen? PSG glaubt, dass sie ihren Höhepunkt erreicht haben. Kritiker fragen sich, ob das Timing allein ausreicht.
Die Frage ist, ob PSG sein Schicksal noch in der Hand hat, oder ob sie nur einen schlechten Abend haben, bevor die Saison außer Reichweite gerät.
Quellen: The Athletic, Tom Williams
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