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Die FIFA bleibt bei ihrer Entscheidung über den Friedenspreis an Donald Trump

Der Weltfußballverband steht erneut auf dem Prüfstand, da die Kontroverse um den US-Präsidenten in die Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft 2026 einfließt. Die Debatte dreht sich um eine symbolische Auszeichnung, die die FIFA Ende letzten Jahres verliehen hat. Kritiker sind der Meinung, dass dieser Schritt nicht mit den jüngsten geopolitischen Spannungen vereinbar ist.

Preisverleihung erregt erneut Aufmerksamkeit

Donald Trump wurde am 5. Dezember 2025, kurz vor der offiziellen Auslosung der Fußballweltmeisterschaft 2026, mit dem ersten FIFA-Friedenspreis ausgezeichnet. Die Zeremonie fand in Washington statt, in Anwesenheit von FIFA-Präsident Gianni Infantino.

Der 79 Jahre alte Präsident erhielt eine goldene Trophäe, eine Medaille und eine Urkunde. In seiner Rede sagte Trump, seine Führung habe "zig Millionen Menschenleben" gerettet und dazu beigetragen, Konflikte zu verhindern, bevor sie eskalierten.

Die FIFA bezeichnete den Friedenspreis als eine Auszeichnung für Personen, die sich in außergewöhnlicher Weise für Frieden und Einheit über Grenzen hinweg eingesetzt haben.

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Politische Aktionen schüren Kritik

Seit der Bekanntgabe des Preises ist Trumps Regierung wegen einer Reihe außenpolitischer Entscheidungen weithin in die Kritik geraten. Laut The Guardian bestätigte Trump am 2. Januar, dass die US-Streitkräfte den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und seine Frau Cilia Flores in einer verdeckten Militäroperation gefangen genommen haben.

Der Guardian berichtete auch, dass Trump im Zusammenhang mit den Streitigkeiten zwischen dem Iran und Grönland vor möglichen Militäraktionen gewarnt hat. Er hat argumentiert, dass die Vereinigten Staaten Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit "brauchen", und Dänemark dazu gedrängt, die Kontrolle über das Gebiet aufzugeben.

Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben diese Idee öffentlich abgelehnt. Der britische Premierminister Sir Keir Starmer bezeichnete den Vorschlag laut The Guardian als "völlig falsch", kurz bevor Trump Pläne ankündigte, Zölle gegen das Vereinigte Königreich und andere verbündete Länder zu verhängen.

FIFA verteidigt ihre Entscheidung

Trotz der Gegenreaktion hat die FIFA klargestellt, dass sie nicht beabsichtigt, den Preis zurückzuziehen. Ein FIFA-Sprecher sagte laut The Guardian, die Organisation stehe "voll und ganz hinter ihrem jährlichen Friedenspreis" und verteidigte dessen Zweck als Anerkennung von Bemühungen, die Frieden und Einheit fördern.

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Der Sprecher fügte hinzu, dass die FIFA enge Arbeitsbeziehungen zu Trump und zu den Regierungen Kanadas und Mexikos, den Co-Gastgebern des Turniers, unterhalte. Als Beispiel nannte die FIFA die Zusammenarbeit mit der US-Regierung bei der Einrichtung einer Task Force des Weißen Hauses, die sich mit der Planung der Weltmeisterschaft befasst.

Unbehagen hinter den Kulissen

Laut The Guardian sind jedoch nicht alle Stimmen innerhalb der FIFA auf einer Linie. Die Zeitung berichtet, dass sich einige Funktionäre mit der Entscheidung, Trump zu ehren, privat unwohl fühlen, insbesondere da der Druck im Vorfeld des Turniers 2026 zunimmt und die internationale Kritik anhält.

Quellen: The Guardian

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