Nach überraschender Niederlage kursieren Gerüchte über Guardiolas Rücktritt
Die Fragen zur langfristigen Zukunft von Pep Guardiola bei Manchester City haben sich nach einer schweren Niederlage in der Champions League in Norwegen verstärkt, bei der eine zerfahrene Leistung tiefere Probleme innerhalb der Mannschaft offenbarte.
Die Folgen der 1:3-Niederlage des City am Dienstagabend gegen Bodo/Glimt gingen über das Ergebnis hinaus Frustration bei den Spielern, Wut unter den Fans und neue Spekulationen über Guardiolas Engagement bestimmten die Nachberichterstattung.
Europäischer Rückschlag verschärft Sorgen um City
Noch gezeichnet von der Niederlage am Wochenende gegen Manchester United, tat sich City von Beginn an schwer im Aspmyra-Stadion, wo die norwegischen Meister die Premier-League-Mannschaft bei eisigen Bedingungen sowohl läuferisch als auch spielerisch dominierten.
Vor 404 mitgereisten City-Fans feierte Bodo/Glimt seinen allerersten Sieg in der Champions League. Kasper Høgh traf doppelt, Jens Petter Hauge erzielte das dritte Tor begünstigt durch defensive Aussetzer und mangelnde Spielkontrolle auf Seiten der Gäste.
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Erling Haaland fand nach dem Spiel deutliche Worte. Er bezeichnete die Leistung als „peinlich“ und entschuldigte sich direkt bei den angereisten Anhängern: „Ich möchte mich bei allen entschuldigen bei jedem einzelnen City-Fan und bei jedem, der heute mitgereist ist.“
Der Abend nahm für City eine noch schlechtere Wendung, als Rodri die Rote Karte sah. Damit war Guardiolas Team in Unterzahl und versuchte ohne erkennbare Struktur, das Spiel zu drehen.
Guardiola gesteht Teamfragilität ein
Guardiola versuchte nicht, das Ausmaß der Probleme zu kaschieren. „Alles läuft schief“, räumte er ein und verwies auf Verletzungen und mangelnde Konstanz im Kader.
„Uns haben in einigen Bereichen wichtige Spieler gefehlt, die der Mannschaft Stabilität geben“, sagte er. „Sie sind ein bisschen fragil so wie sie es auch in einer bestimmten Phase der letzten Saison waren.“
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Seine Aussagen spiegelten ein verbreitetes Gefühl wider: Die gewohnte Dominanz von City insbesondere bei schwierigen Auswärtsspielen scheint in einer unruhigen Phase der Saison zu bröckeln.
Fans hinterfragen Führung und Reaktion
Unter den mitgereisten Anhängern war auch Big Steve, ein bekannter Manchester-City-Fan, der seine Reaktion später online teilte. Während er die Intensität von Bodo/Glimt lobte, kritisierte er Citys fehlenden Einsatz deutlich.
„Da war kein Kampf, kein Wille“, sagte er und beschrieb das Auftreten der Mannschaft als zu passiv und vorhersehbar. Zudem betonte er, dass die Auswärtsfans „mehr verdient hätten“, nachdem sie bei eisiger Kälte ihre Mannschaft unterstützt hatten.
Steve äußerte sich auch zur Körpersprache Guardiolas nach dem Schlusspfiff und meinte, dessen Interaktion mit dem Gästeblock sei ungewöhnlich gewesen. „Das sah nicht gut aus“, kommentierte er, ohne näher darauf einzugehen.
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Spekulationen über möglichen Abschied nehmen zu
Die Niederlage hat neue Nahrung für die anhaltenden Spekulationen über Guardiolas Zukunft geliefert insbesondere nach Aussagen des ehemaligen Sky-Sports-Moderators Richard Keys bei beIN Sports.
Keys behauptete, Guardiola werde Manchester City „definitiv“ verlassen, wenn sein Vertrag ausläuft, und spekulierte, dass der Abschied womöglich sogar früher erfolgen könnte. In seinem Blog schrieb Keys, Guardiola sei „die ganze Saison über gedanklich nicht mehr dabei“ und verwies auf ungewohnte Körpersprache in den letzten Spielen.
Laut Keys hätten Gespräche mit Personen aus Guardiolas Umfeld seine Einschätzung untermauert, dass die Situation weiter fortgeschritten sei, als öffentlich bekannt. Manchester City hat sich zu diesen Aussagen bislang nicht geäußert.
Vorerst bleibt Guardiola im Amt doch während die Leistungen nachlassen und der Druck wächst, nehmen die Zweifel an der Ausrichtung des Clubs und der Zukunft seines Trainers weiter zu.
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Quellen: beIN Sports
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