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Diego Costa entfacht alten Chelsea Streit mit scharfer Conte Kritik

Ein altes Kapitel rückt wieder in den Fokus

Diego Costa hat sich erneut zu seiner Zeit beim FC Chelsea geäußert und damit eine Phase seiner Karriere in Erinnerung gerufen, die sowohl von Titeln als auch von internen Spannungen geprägt war. Die Aussagen machte er in einem Gespräch im Podcast seines früheren Mitspielers John Obi Mikel.

Laut Metro Autor Tom Olver nutzte Costa das Interview, um insbesondere sein schwieriges Verhältnis zu Antonio Conte offen anzusprechen, Jahre nach dem Ende ihrer Zusammenarbeit.

Vom Traumstart zum Leistungsträger

Chelsea verpflichtete Costa im Jahr 2014 von Atletico Madrid. Der Stürmer etablierte sich schnell als zentrale Figur im Angriff und prägte mit seiner kompromisslosen Spielweise den Erfolg der Mannschaft.

Während seiner Zeit an der Stamford Bridge gewann Costa zwei Meistertitel in der Premier League sowie den League Cup. Zudem wurde er nach seiner ersten Saison in England individuell ausgezeichnet.

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Einer dieser Titel entstand unter Antonio Conte in der Saison 2016,17, die sportlich vielversprechend begann.

Das Verhältnis zu Conte zerbricht

Trotz des starken Starts verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Spieler und Trainer zunehmend. Costa verlor seinen Stammplatz, während gleichzeitig Interesse aus der chinesischen Super League aufkam.

Laut Metro wurde Costa schließlich per Textnachricht darüber informiert, dass er Chelsea verlassen dürfe, ein Schritt, der sein Kapitel beim Klub abrupt beendete.

Es folgten Stationen bei Atletico Madrid, Atletico Mineiro, den Wolverhampton Wanderers und Botafogo. Zuletzt stand Costa bei Gremio unter Vertrag, verließ den Verein jedoch Anfang dieses Monats und ist aktuell vereinslos.

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Deutliche Worte über Conte

Im Podcast fand Costa klare Worte für seinen ehemaligen Trainer.

„Er ist eine Person, die anderen nicht vertraut. Er glaubt, alles besser zu wissen“, sagte Costa.

„Man hat keinen Spaß im Training, er ist immer wütend, immer mit ernster Miene. Die Spieler wollten zurückkommen, aber niemand mochte ihn, deshalb blieb er nicht lange. Die Vergangenheit ist die Vergangenheit.“

Ein ganz anderes Gefühl unter Mourinho

Im Gegensatz dazu sprach Costa sehr positiv über Jose Mourinho, einen weiteren früheren Chelsea Trainer.

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„Für mich war Mourinho persönlich der Trainer, den ich am meisten genossen habe“, erklärte Costa. „Er gibt dir Energie. Man kommt glücklich zum Training.“

Die Bedeutung von Didier Drogba

Auch über Chelsea Ikone Didier Drogba äußerte sich Costa mit großer Anerkennung. Er schilderte, wie genau er den Ivorer im Training beobachtete.

„Didier ist ein Idol, er gehört zu den Größten in der Geschichte des Vereins“, sagte Costa und verwies auf Drog­bas Bewegungen, seine Ballkontrolle und seine physische Präsenz.

Warum Costas Aussagen bis heute nachwirken

Die Aussagen zeigen, wie eng sportlicher Erfolg und interne Konflikte im Spitzenfußball beieinanderliegen können. Selbst Jahre später prägen Costas Worte die Wahrnehmung dieser Chelsea Ära bei Fans und Beobachtern.

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Quellen: Metro, John Obi Mikel Podcast

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