Tennis

Ein raffinierter Aufschlag bringt Alcaraz ins Viertelfinale der Australian Open

Carlos Alcaraz’ aktueller Lauf bei den Australian Open wird von mehr als nur seiner Brillanz an der Grundlinie getragen. Subtile, aber nachhaltige Veränderungen an seinem Aufschlag zahlen sich nun aus und bieten der Nummer eins der Welt eine verlässliche Grundlage, während er tiefer ins Turnier vordringt.

Alcaraz erreichte das Viertelfinale in Melbourne mit einem Zweisatzsieg gegen den US-Amerikaner Tommy Paul, die Nummer 19 der Setzliste, und hat damit in den bisherigen Runden keinen einzigen Satz verloren. Laut dem Spielbericht von BBC Sport hatte der Sieg auch historische Bedeutung: Es war sein 14. Grand-Slam-Viertelfinale – so viele hat kein anderer Spieler in der Open Era vor dem 23. Lebensjahr erreicht.

Technische Arbeit zeigt Wirkung

Nach dem Spiel erklärte Alcaraz, dass sich die Aufschlaganpassungen, an denen er seit Monaten feilt, nun auch unter Druck natürlich anfühlen. Er erläuterte, dass er während der Matches die Effizienz seines Aufschlags genau im Blick behält und diesen Bereich mittlerweile als Stärke statt als Schwäche sieht.

„Ehrlich gesagt überrasche ich mich selbst“, sagte Alcaraz und fügte hinzu, dass der Aufschlag sich zu einer „wichtigen Waffe“ für ihn entwickelt habe – besonders in seinen bisherigen vier Matches in Melbourne.

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Die Zahlen bestätigen das. Gegen Paul brachte Alcaraz 70 % seiner ersten Aufschläge ins Feld – eine seiner besten Leistungen im Turnier – und musste in den letzten beiden Sätzen keinen einzigen Breakball abwehren.

Früher Schreckmoment bringt keine Wende

Der Spanier wurde zu Beginn kurzzeitig unter Druck gesetzt, als er sein erstes Aufschlagspiel abgab, konnte jedoch schnell wieder die Kontrolle übernehmen. Ein hart umkämpfter Tiebreak im ersten Satz wurde durch einen medizinischen Notfall im Publikum unterbrochen und das Spiel für fast 15 Minuten angehalten. Nach der Fortsetzung nutzte Alcaraz einen Doppelfehler von Paul, um sich den Satz zu sichern, und setzte sich anschließend souverän mit 7:6 (8:6), 6:4, 7:5 durch.

Sein abgeklärter Schlussspurt steht sinnbildlich für eine größere Entwicklung bei den Australian Open: Eine verbesserte Aufschlagkonstanz ermöglicht es ihm, Führungen zu verteidigen und Matches zu verkürzen – ein entscheidender Vorteil, da das Turnier an Intensität gewinnt.

De Minaur als nächster Gegner – der Druck steigt

Alcaraz, der in Melbourne noch nie über das Viertelfinale hinausgekommen ist, trifft nun auf den an Position sechs gesetzten Alex de Minaur. Der Australier setzte sich souverän in zwei Sätzen gegen Alexander Bublik durch, unterstützt von einem lautstarken Heimpublikum.

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Ein weiterer Sieg würde Alcaraz nur noch ein Match von einem möglichen Halbfinale gegen Alexander Zverev trennen – und seiner Mission, den Karriere-Grand-Slam zu vollenden, noch mehr Gewicht verleihen.

Zverev zuversichtlich nach Verletzungsproblemen

Zverev setzte seinen eigenen starken Lauf mit einem Zweisatzsieg gegen Francisco Cerúndolo fort. Der an Position drei gesetzte Deutsche sagte, seine körperliche Verfassung habe sich nach einer verletzungsgeplagten Saison stabilisiert, was es ihm ermögliche, uneingeschränkt zu spielen.

„Wenn ich gesund bin, bin ich glücklich auf dem Platz – und dann wird alles ein bisschen leichter“, sagte Zverev.

Sein nächster Gegner ist der US-Amerikaner Learner Tien, der mit seinem Sieg über den früheren US-Open-Sieger Daniil Medvedev eine der größten Überraschungen des Turniers schaffte und damit erstmals in ein Grand-Slam-Viertelfinale einzog.

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Quellen: BBC Sport

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.