Ferrari hat F1-Rivalen im Visier ein „Überfall“, der Hamiltons Saison 2026 verändern könnte
Ferraris Suche nach neuer Wettbewerbsfähigkeit unter dem für 2026 geplanten Regelwerk der Formel Eins scheint weit über das Reißbrett hinauszugehen. Laut italienischen Medien hat das Team einen leitenden Ingenieur von McLaren im Visier, um die ins Stocken geratene Ferrari-Phase von Lewis Hamilton neu auszurichten.
Der mögliche Schritt verdeutlicht, wie ernsthaft Ferrari seinen Streckenbetrieb nach einer schwierigen ersten Saison mit dem siebenmaligen Weltmeister überprüft.
Ein harter Einstand in Rot
Hamilton geht in die Saison 2026 mit der Hoffnung, einen Schlussstrich unter das zu ziehen, was weithin als das schwierigste Jahr seiner Karriere gilt. Seine erste Saison nach dem viel beachteten Wechsel von Mercedes brachte keine konstanten Ergebnisse, und Frustration war häufig über den Teamfunk zu hören.
Ein Großteil dieser Spannungen drehte sich um die Kommunikation. Während der gesamten Saison 2025 machten die Funkgespräche zwischen Hamilton und Renningenieur Riccardo Adami ein fehlendes gegenseitiges Verständnis deutlich ein klarer Gegensatz zu der eingespielten Partnerschaft, die Hamilton über mehr als ein Jahrzehnt bei Mercedes mit Peter Bonnington hatte.
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Ferrari reagierte nach Saisonende schnell. Das Team bestätigte, dass Adami intern versetzt werde und nicht länger als Hamiltons Renningenieur fungieren solle. Damit signalisierte Ferrari ein umfassenderes Umdenken in der Unterstützung des Fahrers unter den neuen Regeln.
Übergangslösung, langfristige Pläne
Kurzfristig setzte Ferrari auf Kontinuität. Charles Leclercs Renningenieur Bryan Bozzi sowie der langjährige Ferrari-Ingenieur Carlo Santi wurden gebeten, vorübergehend Unterstützung zu leisten, während das Team langfristige Optionen prüfte.
Ferrari betonte, dass es sich um eine Übergangslösung handele. Das Management wolle eine dauerhafte Entscheidung treffen, sobald vertragliche Einschränkungen bei anderen Teams geklärt seien.
Das italienische Portal AutoRacer.it berichtete, Ferrari warte derzeit darauf, dass der Wunschkandidat die übliche „Gardening-Leave“-Phase in der Formel Eins abschließe, bevor die Verpflichtung offiziell gemacht werde.
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Eine McLaren-Verbindung
Laut AutoRacer.it handelt es sich bei diesem Kandidaten um Cedric Michel-Grosjean, der mehrere Jahre bei McLaren tätig war und zuletzt die Position des Lead Trackside Performance Engineer innehatte.
In der Saison 2025 arbeitete Michel-Grosjean eng mit Oscar Piastri zusammen. Er spielte eine wichtige Rolle bei der Leistungsoptimierung und trug zur technischen Entwicklung des Australiers an den Rennwochenenden bei.
Auch wenn Michel-Grosjean bislang nicht offiziell als Renningenieur gearbeitet hat, soll Ferrari seine jüngste Erfahrung und sein technisches Fundament als gut geeignet für die Anforderungen dieser Rolle ansehen insbesondere in einer Phase, in der sich die Teams an grundlegend neue Fahrzeuge anpassen müssen.
Für Ferrari ist die Rechnung klar. Hamilton mit einer neuen technischen Stimme zu verbinden, gilt als Möglichkeit, dem Briten zu helfen, Vertrauen und Konstanz zurückzugewinnen, während das Team zugleich mit einer neu strukturierten und zukunftsorientierten Herangehensweise in die nächste Ära der Formel Eins startet.
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Quellen: AutoRacer.it
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