Die Spitzenfahrer der Formel 1 machen erste Schritte in Richtung 2026 bei einem geschlossenen Test in Barcelona
Der Übergang der Formel 1 zu ihrem neuen Reglement für 2026 hat leise begonnen: Lewis Hamilton, Charles Leclerc und Max Verstappen absolvierten erste Runden bei einem privaten Test auf dem Circuit de Barcelona‑Catalunya.
Die fünftägigen Testfahrten, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden, sollen keine bedeutenden Hinweise auf die Wettbewerbsfähigkeit liefern. Stattdessen erhalten die Teams erstmals die Gelegenheit, sich mit Fahrzeugen vertraut zu machen, die nach grundlegend überarbeiteten Aerodynamik- und Antriebsregeln entwickelt wurden.
Zuverlässigkeit statt Leistung im Fokus
Die Sessions in Barcelona wurden als unauffälliger „Shakedown“ eingeordnet mit dem Ziel, vor allem die Zuverlässigkeit zu prüfen und Systeme zu validieren, anstatt auf Rundenzeiten zu achten. Die Ingenieure arbeiten daran, große technische Änderungen für 2026 zu integrieren, darunter überarbeitete aerodynamische Steuerungen, die das Fahrverhalten auf der Strecke beeinflussen werden.
Rundenzeiten sind daher von untergeordneter Bedeutung. Aussagekräftigere Vergleiche werden bei den zweiten und dritten Vorsaisontests in Bahrain im kommenden Monat erwartet, wenn die Teams voraussichtlich näher an den Rennkonfigurationen arbeiten.
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Auch dann können unterschiedliche Benzinladungen und Reifenmischungen die tatsächliche Leistung leicht verschleiern frühe Schlussfolgerungen bleiben riskant.
Wetterbedingungen schränken aussagekräftige Daten ein
Ein möglicher Erkenntnisgewinn über Bestzeiten wurde am Dienstag zusätzlich eingeschränkt, als Regen große Teile des Testbetriebs störte. Verstappen und Leclerc gehörten zu den Fahrern, die am Vormittag von kurzen Trockenphasen profitierten, bevor sich das Wetter im Laufe des Tages verschlechterte.
Die wechselnden Bedingungen erschwerten direkte Vergleiche und führten dazu, dass der Fokus der Datenerhebung mehr auf betrieblichem Lernen als auf Geschwindigkeit lag.
Abschaltung der Zeitmessung erschwert Analyse
Die Transparenz nahm ab Montagnachmittag weiter ab. Ursprünglich wurden die Zeitdaten auf Grundlage einer Vereinbarung zwischen dem Circuit de Catalunya und den elf Formel-1-Teams öffentlich bereitgestellt, wobei der Veranstalter für die Datenübertragung verantwortlich war.
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Allerdings wurden die Zeitmonitore am Montagnachmittag abgeschaltet und sind seither nicht mehr öffentlich zugänglich, was Teams und Beobachter ohne vollständiges Bild des Testgeschehens zurücklässt.
Rundenzeiten über spanische Medien bekannt
Einige Informationen kamen dennoch über das spanische Medium SoyMotor ans Licht. Laut deren Berichterstattung setzte sich Red-Bull-Fahrer Isack Hadjar erneut am Nachmittag an die Spitze und bestätigte damit seine Leistung vom ersten Tag.
SoyMotor berichtete, dass Hadjar 22 Runden absolvierte und eine Bestzeit von 1:31,981 fuhr. Hamilton konzentrierte sich auf längere Runs, legte am Nachmittag 38 Runden zurück und erzielte eine beste Zeit von 1:33,455.
Am Vormittag hatte Verstappen bei trockenen Bedingungen eine 1:19,578 gefahren, Leclerc folgte mit 1:20,844. Als der Regen zurückkehrte, fielen die Rundenzeiten deutlich ab Leclerc fuhr eine 1:32,088 und Verstappen war bei vollständigem Regen erheblich langsamer unterwegs.
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Tests gehen weiter McLaren vor erstem Einsatz
Bilder von der Strecke zeigten später Hamilton auf Intermediates, während Leclerc am Vormittag kurzzeitig Regenreifen nutzte wahrscheinlich begünstigt durch zuvor aufgelegten Gummi.
Da Geheimhaltung und Wetterbedingungen weite Teile des Testbetriebs bestimmten, bleiben belastbare Schlussfolgerungen ganz bewusst vorerst aus. Die Tests werden am Mittwoch fortgesetzt, wenn McLaren voraussichtlich die erste Ausfahrt seines 2026er-Fahrzeugs absolvieren wird.
Quellen: SoyMotor
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