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Warum Mbappes Hattrick für Real Madrid nicht zählte

Eine Nacht, die außer Kontrolle geriet

Laut dem Spielbericht von GiveMeSport aus Lissabon reiste Real Madrid ins Estadio da Luz, in dem Wissen, dass ein positives Ergebnis die direkte Qualifikation für das Champions-League-Achtelfinale gesichert hätte. Stattdessen geriet das Team in eines der turbulentesten Spiele der laufenden Europapokalsaison.

Kylian Mbappe brachte den spanischen Rekordmeister zweimal in Führung, doch Benfica antwortete mit Treffern von Andreas Schjelderup sowie einem Elfmeter von Vangelis Pavlidis und drehte die Partie. Mit zunehmendem Druck verlor Real Madrid die Disziplin. Raul Asencio und Rodrygo sahen in einer hektischen Schlussphase jeweils die Rote Karte. Interims-Trainer Alvaro Arbeloa musste mit ansehen, wie seinem Team die Kontrolle entglitt.

Der Moment, der alles veränderte

Die spielentscheidende Szene ereignete sich in der zweiten Halbzeit, als Mbappe scheinbar seinen Hattrick erzielte, der Treffer jedoch vom Schiedsrichter aberkannt wurde. Die Entscheidung sorgte sofort für Kritik bei Real Madrid TV, das während der Live-Übertragung eine Erklärung verlangte.

Laut der Analyse von GiveMeSport zeigten die Wiederholungen, dass Mbappe sehr nah vor Torhüter Anatoliy Trubin stand, als dieser versuchte, den Ball freizugeben. Der Schiedsrichter wertete Mbappes Bewegung als Behinderung des Abwurfs, bevor der Ball nach vorne gespielt und verwandelt wurde.

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Was die Spielregeln tatsächlich sagen

Nach den Spielregeln des IFAB, konkret Regel 12, wird ein indirekter Freistoß gegeben, wenn ein Spieler den Torhüter daran hindert, den Ball aus den Händen freizugeben, oder versucht, den Ball zu spielen, während sich der Torhüter noch im Abspiel befindet.

Die Offiziellen kamen zu dem Schluss, dass Mbappes Positionierung gegen diese Regel verstieß, weshalb das Tor gemäß den geltenden Vorschriften nicht anerkannt werden konnte. So umstritten die Entscheidung auch war, sie entsprach der gängigen Auslegung in UEFA-Wettbewerben.

Benfica nutzt die Gelegenheit

Nach der Aberkennung des Treffers schöpfte Benfica neues Selbstvertrauen. Laut GiveMeSport erhöhte die Mannschaft in den Schlussminuten den Druck, während Real Madrid in Unterzahl kaum noch Ordnung fand.

Der späte Offensivdrang wurde auf spektakuläre Weise belohnt. In der Nachspielzeit wurde Torhüter Anatoliy Trubin bei einem Freistoß nach vorne beordert und köpfte den entscheidenden Treffer, der Benfica aufgrund der Tordifferenz einen Platz in den Champions-League-Playoffs sicherte.

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Verwirrung treibt Mourinhos Risikoentscheidung an

Im Gespräch mit The Sun räumte Benfica-Trainer Jose Mourinho ein, dass an der Seitenlinie Unklarheit darüber herrschte, ob eine 3,2-Führung zum Weiterkommen ausreichen würde.

„Als ich António Silva und Ivanovic auswechselte, hatte ich keine Ahnung, ob 3,2 reichen würde“, sagte Mourinho. „Als mir gesagt wurde, dass wir noch ein Tor brauchen, war ich ehrlich gesagt verärgert.“

Diese Unsicherheit führte zur risikoreichen Entscheidung, in der Schlussphase alles nach vorne zu werfen, ein Wagnis, das sich auszahlte und Real Madrid auf Rang neun zurückließ, knapp außerhalb der Top Acht.

Quellen: GiveMeSport

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