Fußball

UEFA-Regel könnte Chelsea aus Stamford Bridge verdrängen

Chelseas Rückkehr in die K.-o.-Phase der Champions League wird von einer unerwarteten Komplikation abseits des Spielfelds begleitet, die den Klub daran hindern könnte, ein Heimspiel an der Stamford Bridge auszutragen.

Die UEFA-Regularien begrenzen die Anzahl der Champions-League-Spiele, die an einem Abend in derselben Stadt stattfinden dürfen eine Regelung, die darauf abzielt, die Belastung für Polizei und Verkehrsinfrastruktur zu minimieren. In einer so überfüllten Stadt wie London kann diese Einschränkung schnell problematisch werden.

Qualifikation in Neapel gesichert

Chelsea sicherte sich am Mittwoch, dem 28. Januar, mit einem 3:2-Sieg gegen Neapel in Italien das Ticket für das Achtelfinale. Mit diesem Ergebnis zogen sie gemeinsam mit vier weiteren Premier-League-Klubs Arsenal, Liverpool, Manchester City und Tottenham Hotspur in die nächste Runde ein.

Der Sieg beseitigte alle Zweifel an Chelseas Weiterkommen in Europa, doch die endgültige Platzierung in der Ligaphase bringt nun gewisse Konsequenzen mit sich.

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Platzierung in der Ligaphase hat Folgen

Chelsea belegte in der 36 Mannschaften umfassenden Ligaphase den sechsten Platz und verpasste damit eine bessere Setzposition, die eine bevorzugte Terminvergabe garantiert. Arsenal und Tottenham, die beide vor Chelsea landeten, werden daher voraussichtlich Vorrang erhalten, wenn am 17. und 18. März Champions-League-Spiele in London stattfinden.

Daraus ergibt sich die heikle Möglichkeit, dass Chelsea sein Achtelfinal-Heimspiel nicht an der Stamford Bridge austragen kann trotz regulärer Qualifikation.

UEFAs Regelung zur Spielplanung in London

Britische Medien haben darauf hingewiesen, dass die UEFA pro Stadt und Abend nur ein Champions-League-Spiel zulässt. Wenn mehrere Vereine noch im Wettbewerb sind, muss der schlechter platzierte Klub auf ein alternatives Stadion ausweichen.

Laut UEFA-Regularien müssen Klubs im Vorfeld ein Ausweichstadion benennen, um sicherzustellen, dass die Partien ohne übermäßige Belastung der örtlichen Behörden stattfinden können.

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Noch bestehen Optionen

Chelsea könnte bei der UEFA eine Sondergenehmigung beantragen, um das Spiel dennoch an der Stamford Bridge austragen zu dürfen. Eine Genehmigung ist jedoch nicht garantiert. Der Klub könnte allerdings argumentieren, dass London regelmäßig mehrere hochkarätige nationale Spiele an einem Wochenende austrägt, ohne dass es zu Problemen kommt.

Die UEFA sieht in ihrem Wettbewerbsreglement zudem eine weitere Möglichkeit vor:

„Der nationale Verband und die Klubs sind verpflichtet, im Voraus ein alternatives Stadion zu benennen und bekanntzugeben, in dem ein Spiel in der betreffenden Spielwoche stattfinden kann.

In einem solchen Fall muss die Mannschaft mit der niedrigeren Platzierung in der Ligaphase auf das Ausweichstadion ausweichen.

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Ausnahmsweise kann jedoch eine Mannschaft, die für das Rückspiel dieser Runden qualifiziert ist, vor der Auslosung die UEFA darüber informieren, dass sie das Hinspiel zu Hause austragen möchte, anstatt das Rückspiel in einem alternativen Stadion auszutragen.“

Eine weitere theoretische Lösung wäre, Chelseas Spiel auf Donnerstag, den 19. März, zu verlegen diese Option würde jedoch zusätzliche Probleme im Hinblick auf die TV-Übertragung mit sich bringen.

Mögliche Gegner

Im Achtelfinale trifft Chelsea auf Monaco, Paris Saint-Germain, Qarabağ oder Newcastle United. Der endgültige Spielort steht noch nicht fest.

Quellen: Mail, UEFA

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.