Wie viel jeder Premier League-Club in der Saison 2025/26 ausgegeben hat
Die finanzielle Stärke der Premier League zeigte sich auch in der Saison 2025/26 einmal mehr deutlich, als die Klubs sehr unterschiedliche Strategien auf dem Transfermarkt verfolgten. Während einige Vereine auf Zurückhaltung und nachhaltiges Wirtschaften setzten, investierten andere enorme Summen in der Hoffnung auf sofortigen sportlichen Erfolg. Die Spannweite zwischen den größten Investoren und den vorsichtigsten Akteuren verdeutlicht, wie vielfältig die wirtschaftlichen Modelle im englischen Spitzenfußball inzwischen sind. Hier ist das komplette Ranking aller 20 Premier-League-Klubs nach ihrer Transferbilanz – beginnend mit den zurückhaltendsten und endend mit den größten Ausgebern.
20. Bournemouth (+€131,6m)

Bournemouth bildet das Schlusslicht dieser Rangliste nach einer Saison, die von hochkarätigen Abgängen geprägt war. Die Transfers von Dean Huijsen zu Real Madrid und Milos Kerkez zum FC Liverpool spülten im Sommer große Summen in die Kassen. Im Januar folgte mit dem Wechsel von Antoine Semenyo zu Manchester City ein weiterer bedeutender Deal. Sportlich verlor der Kader deutlich an Qualität. Finanziell jedoch verschaffte sich der Klub eine hervorragende Ausgangsposition für einen Neuaufbau.
19. Brighton & Hove Albion (+€66,8m)

Brighton bestätigte einmal mehr seinen Ruf als Meister des gut getimten Verkaufens. Der Abgang von Joao Pedro brachte einen beträchtlichen Erlös, ohne dass der Klub sofort wieder investierte. Stattdessen setzten die Verantwortlichen auf den bestehenden Kader und ihr bewährtes Scouting-Modell. Diese Zurückhaltung sorgte für eine stabile finanzielle Lage über die gesamte Saison hinweg. Brighton bleibt ein Vorzeigebeispiel für nachhaltige Klubführung.
18. Brentford (+€50,5m)

Brentfords Platzierung ist das Resultat mehrerer lukrativer Verkäufe. Bryan Mbeumo und Matheus Cunha wechselten für hohe Ablösesummen, während der Abgang von Yoane Wissa im Januar die Einnahmen weiter steigerte. Zusätzlich erhielt der Klub eine Entschädigung nach dem Wechsel von Thomas Frank zu Tottenham. Zwar büßte das Team offensiv an Durchschlagskraft ein. Die finanzielle Stabilität blieb jedoch jederzeit gewahrt.
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17. Wolves (+€38,5m)

Die Wolves erzielten eine positive Bilanz, vor allem dank des Verkaufs von Matheus Cunha an Manchester United. Anstatt den Erlös direkt wieder vollständig zu investieren, agierte der Klub bewusst zurückhaltend. Die Ausgaben blieben in beiden Transferfenstern kontrolliert. Sportlich verlief die Saison wechselhaft. Finanzielle Risiken wurden jedoch konsequent vermieden.
16. Chelsea (-€4,9m)

Chelseas Platzierung in diesem Bereich der Tabelle ist bemerkenswert. Trotz eines erneut sehr aktiven Transferfensters beendeten die Blues die Saison nahezu ausgeglichen. Mehrere namhafte Verkäufe glichen die hohen Ausgaben für Neuzugänge weitgehend aus. Dies stellt eine klare Abkehr von den exzessiven Ausgaben früherer Jahre dar. Chelsea scheint einen deutlich strukturierteren finanziellen Kurs einzuschlagen.
15. Aston Villa (-€12,8m)

Die vergleichsweise geringe Summe unterstreicht die hervorragende Arbeit von Unai Emery bei Aston Villa. Trotz einer Platzierung im oberen Tabellenbereich verzichtete der Klub auf große Investitionen. Die Neuzugänge prägten das Team nicht entscheidend, doch das Kollektiv funktionierte. Der Erfolg basierte vor allem auf taktischer Disziplin und Konstanz. Effizienz war das Markenzeichen dieser Saison.
14. Crystal Palace (-€48,3m)

Crystal Palaces Saison wurde maßgeblich durch die Abgänge von Eberechi Eze und Marc Guehi beeinflusst. Diese Verkäufe zwangen den Klub später zu Reaktionen auf dem Transfermarkt. Im Winter folgten kostspielige Verpflichtungen, um einen sportlichen Abwärtstrend zu stoppen. Diese späten Investitionen verschlechterten die Gesamtbilanz. Die Transferpolitik wirkte eher reaktiv als strategisch.
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13. West Ham United (-€53,6m)

West Hams Bilanz hing stark mit dem Wechsel von Mohamed Kudus zu Tottenham zusammen. Die Reinvestition der Einnahmen erwies sich jedoch als wenig erfolgreich. Mehrere Neuzugänge konnten das Leistungsniveau der Mannschaft nicht entscheidend anheben. Die Ligaergebnisse litten entsprechend. Fehlentscheidungen auf dem Transfermarkt machten sich deutlich bemerkbar.
12. Fulham (-€57,0m)

Fulham hielt sich über weite Strecken des Sommers zurück, bevor der Klub spät aktiv wurde. Die Verpflichtung des brasilianischen Flügelspielers Kevin wurde im Januar durch den Transfer von Oscar Bobb ergänzt. Diese Deals verschoben die finanzielle Bilanz spürbar ins Negative. Zwar sorgten sie für mehr Tiefe im Kader. Der Zeitpunkt der Investitionen war jedoch umstritten.
11. Burnley (-€94,5m)

Burnley scheute sich nicht, im Verlauf der Saison erhebliche Summen auszugeben. Trotz der Investitionen verbesserten sich die sportlichen Leistungen kaum. Das Team blieb konkurrenzfähig, aber ohne klare Entwicklung. Der Klassenerhalt geriet zunehmend in Gefahr. Die Saison zeigte deutlich die Risiken eines undurchdachten Transferansatzes.
10. Newcastle United (-€103,9m)

Newcastles Saison wurde vom Rekordverkauf von Alexander Isak an Liverpool geprägt. Der finanzielle Spielraum wurde jedoch umgehend wieder ausgeschöpft. Mit Nick Woltemade und Yoane Wissa kamen namhafte Verstärkungen. Die Ausgaben blieben in beiden Transferphasen hoch. Der Klub ließ keinen Zweifel an seinen langfristigen Ambitionen.
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9. Leeds United (-€105,8m)

Leeds war sich bewusst, dass nach dem Aufstieg Investitionen notwendig waren. Der Klub unterstützte Trainer Daniel Farke deutlich auf dem Transfermarkt. Die Neuzugänge stabilisierten die Leistungen und halfen, Abstand zur Abstiegszone zu gewinnen. Der finanzielle Aufwand war erheblich. Aus sportlicher Sicht erscheint die Strategie bislang gerechtfertigt.
8. Nottingham Forest (-€112,7m)

Nottingham Forest rückte nach massiven Investitionen weit nach oben im Ausgabenranking. Klubbesitzer Evangelos Marinakis erfüllte die Forderungen nach Verstärkungen frühzeitig. Dennoch blieb der sportliche Fortschritt begrenzt. Trainerwechsel unterstrichen den zunehmenden Druck. Der hohe finanzielle Einsatz zahlte sich nicht aus.
7. Everton (-€118,3m)

Der Transfer von Jack Grealish war das Aushängeschild von Evertons Transferfenster. Der Engländer überzeugte zunächst, bevor eine schwere Verletzung ihn ausbremste. Darüber hinaus investierte der Klub weiter in mehreren Mannschaftsteilen. Die Leistungen schwankten stark. Evertons Mut zum Risiko blieb dennoch unübersehbar.
6. Sunderland (-€162,3m)

Sunderland setzte bei seiner Rückkehr in die Premier League ein klares Zeichen. Mit hohen Investitionen wurde der Kader gezielt verstärkt, allen voran durch die Verpflichtung von Granit Xhaka. Die Ausgaben spiegelten sich in starken Leistungen wider. Die Black Cats übertrafen die Erwartungen vieler Beobachter. Ihre Transferstrategie wirkte durchdacht und effektiv.
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5. Manchester United (-€178,3m)

Manchester United folgte erneut einem bekannten Muster. Zähe Verhandlungen führten zu einer späten Transferoffensive. Mit Senne Lammens wurde ein weiteres kostspieliges Transferfenster abgeschlossen. Die Abgänge reichten nicht aus, um die Ausgaben auszugleichen. Fragen zur sportlichen Ausrichtung blieben bestehen.
4. Tottenham Hotspur (-€184,9m)

Tottenham unterstützte Thomas Frank nach einer enttäuschenden Vorsaison deutlich. Mehrere namhafte Neuzugänge sollten einen Neustart ermöglichen. Die sportliche Entwicklung blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Der hohe finanzielle Einsatz zeigte keine unmittelbare Wirkung. Zweifel an der langfristigen Strategie bestehen weiterhin.
3. Manchester City (-€201,5m)

Manchester City agierte im Sommer vergleichsweise zurückhaltend, legte jedoch im Januar nach. Die Verpflichtungen dienten der gezielten Verstärkung zentraler Positionen. Ziel war es, die Dominanz des Klubs zu sichern. Trotz hoher Ausgaben vermied City extreme Exzesse. Die Balance zwischen Kontrolle und Ambition blieb gewahrt.
2. Liverpool (-€265,9m)

Liverpool vollzog einen klaren Strategiewechsel auf dem Transfermarkt. Trotz bedeutender Verkäufe investierte der Klub massiv in die Erneuerung des Kaders. Das Ausgabenvolumen setzte ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz. Mehrere Schlüsselpositionen wurden gezielt verstärkt. Der Titelgewinn führte keineswegs zu Stillstand.
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1. Arsenal (-€283,0m)

Arsenal führt das Ranking nach einer Saison mit enormen Investitionen an. Der Klub verstärkte einen bereits konkurrenzfähigen Kader konsequent. Anders als in früheren Jahren konnten Verkäufe die Ausgaben kaum abfedern. Die Ambitionen waren von Beginn an klar erkennbar. Arsenal machte unmissverständlich deutlich, dass man den nächsten Schritt gehen will.
