Formel 1

Wer könnte nach 2026 seinen F1-Sitz verlieren?

Der nächste große technische Neustart der Formel 1 ist inzwischen greifbar nah und für mehrere Fahrer geht er mit einer deutlich persönlicheren Deadline einher.

Die Saison 2026 bringt nicht nur neue Autos und ein neues Reglement. Sie wird auch darüber entscheiden, wer Teil des Starterfeldes bleibt, wenn sich der Sport in seinem nächsten Zyklus einpendelt, denn zahlreiche Verträge laufen gleichzeitig aus.

Neue Regeln, höherer Druck

Die Vorsaisontests beginnen noch in diesem Monat in Bahrain, nach einem privaten Test im Januar in Barcelona, bei dem Lewis Hamilton von Ferrari die schnellste Zeit fuhr. Die Weltmeisterschaft selbst startet im März mit dem Großen Preis von Australien.

Die Formel 1 erklärt, dass das neue Reglement kleinere und leichtere Autos mit einer stärkeren Abhängigkeit von elektrischer Energie hervorbringen wird. Die Teams erwarten engere Rennen und das lässt in der Regel weniger Spielraum für Fahrer, die sich nur schwer anpassen.

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Vor diesem Hintergrund berichtet ESPN, dass derzeit sieben Fahrer Verträge besitzen, die am Ende der Saison 2026 auslaufen.

Mercedes vor internen Spannungen

Bei Mercedes gehen sowohl George Russell als auch Kimi Antonelli ohne Garantien über 2026 hinaus in die neue Ära.

Russell hat bestätigt, dass sein Vertrag eine leistungsabhängige Klausel enthält, die an eine automatische Verlängerung gekoppelt ist.

„Wenn ich [2026] meine Leistung bringe, gibt es eine konkrete Klausel: Erreiche ich [ein Ziel], verlängert sich der Vertrag automatisch bis 2027“, erklärte er.

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Antonellis Situation wirkt weniger klar definiert. Auf seine Zukunft angesprochen, machte der Italiener deutlich, dass nichts als selbstverständlich gilt.

„Ich fahre von Jahr zu Jahr, und das Ziel ist immer, das bestmögliche Ergebnis zu liefern“, sagte Antonelli.

Junge Fahrer mit kaum Fehlertoleranz

ESPN bezeichnet Arvid Lindblad als den einzigen Rookie, der 2026 im Starterfeld erwartet wird. Der 18-Jährige wird für Visa Cash App Racing Bulls mit einem Einjahresvertrag antreten und hat damit kaum Zeit, sich einzugewöhnen.

Sein Teamkollege Liam Lawson kennt die Bedeutung dieser Situation genau. Nach einem kurzen und schwierigen Abschnitt bei Red Bull zu Beginn seiner Karriere steht Lawson erneut unter Beobachtung. Laut ESPN könnte es entscheidend sein, seinen Rookie-Teamkollegen zu schlagen, wenn er 2027 weiter im Gespräch bleiben will.

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Im Red-Bull-Werksteam steht auch Isack Hadjar vor einer richtungsweisenden Phase. Nach einer starken Rookie-Saison befördert, läuft sein Vertrag bis 2026, und seine Zukunft dürfte davon abhängen, wie er sich in den kommenden zwei Jahren schlägt.

Erfahrung bietet keinen Schutz

Selbst die erfahrensten Namen im Feld sind nicht immun. Fernando Alonso, zweimaliger Weltmeister, wird in der Saison 2026 44 Jahre alt sein. Obwohl seine Leistungen bei Aston Martin weiterhin konkurrenzfähig sind, ist das Thema Rücktritt eindeutig präsent.

„Es hängt davon ab, wie sich das nächste Jahr anfühlt körperlich und mental“, sagte Alonso. „Wenn das Auto gut läuft, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es mein letztes Jahr sein wird.“

Weiter hinten im Feld steht Franco Colapinto vor einer anderen Herausforderung. Nach einer durchwachsenen Saison 2025 berichtet ESPN, dass der 22-jährige Argentinier seinen Teamkollegen Pierre Gasly voraussichtlich schlagen muss, um sich eine Zukunft über seinen aktuellen Vertrag hinaus zu sichern.

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Ein dicht gedrängter Entscheidungspunkt

Mit tiefgreifenden Regeländerungen und zahlreichen gleichzeitig auslaufenden Verträgen entwickelt sich 2026 zu einer echten Belastungsprobe für das gesamte Starterfeld. Für Fahrer ohne langfristige Sicherheit könnte der Ruf weniger zählen als Rundenzeiten, Punkte und Anpassungsfähigkeit.

Quellen: ESPN, Formel 1

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.