Fußball

„Wir werden es wieder tun, wenn es sein muss“: Trump erwägt Einsatz der Nationalgarde vor der Weltmeisterschaft

Mit dem näher rückenden Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 treten neben den logistischen Vorbereitungen auch Fragen zur Sicherheit und zur politischen Stabilität in den Vereinigten Staaten zunehmend in den Vordergrund.

Das Turnier, das am 11. Juni in Mexiko beginnt, wird gemeinsam von Mexiko, Kanada und den USA ausgerichtet. Während die Spiele auf drei mexikanische Städte und zwei kanadische Austragungsorte verteilt sind, sollen in den Vereinigten Staaten Begegnungen in insgesamt elf Städten stattfinden. Damit sind die USA nach geografischem Umfang der mit Abstand größte einzelne Gastgeber.

Diese Rolle steht erneut unter verstärkter Beobachtung, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hat, er könne im Vorfeld des Turniers erneut die Nationalgarde in amerikanischen Städten einsetzen, falls er dies für notwendig halte.

Sicherheit und Politik überschneiden sich

Die Bedenken hinsichtlich der USA als Gastgeberland werden maßgeblich durch das politische Klima des Landes sowie durch den Ansatz der Regierung bei der bundesstaatlichen Strafverfolgung geprägt, insbesondere in den Bereichen Einwanderungskontrollen und Menschenmengenmanagement. Kritiker warnen, dass ein hartes Vorgehen der Sicherheitskräfte Besucherinnen und Besucher sowie teilnehmende Mannschaften bei einem globalen Sportereignis beeinträchtigen könnte.

Lesen Sie auch: Wer könnte nach 2026 seinen F1-Sitz verlieren?

Diese Sorgen verstärkten sich, nachdem Trump angedeutet hatte, dass Einsätze der Nationalgarde präventiv in mehreren Städten sowohl vor der Weltmeisterschaft als auch vor den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles erfolgen könnten.

Trump verteidigt früheren Einsatz

In einem Interview mit NBC Nightly News verwies Trump auf seine Entscheidung im vergangenen Jahr, die Nationalgarde in Los Angeles einzusetzen, nachdem es zu Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und Bundesbeamten gekommen war. Dieser Schritt war damals von politischen Gegnern scharf kritisiert worden, die ihm vorwarfen, die Spannungen verschärft zu haben.

Trump wies diese Darstellung zurück und erklärte dem NBC-News-Moderator Tom Llamas, der Einsatz sei notwendig gewesen, um die Stadt zu stabilisieren.

„Ich habe Los Angeles gerettet“, sagte Trump.
„Wenn ich nicht mit der Nationalgarde, mit Truppen eingegriffen hätte, gäbe es die Olympischen Spiele nicht, die ich bekommen habe – ich habe die Olympischen Spiele nach Los Angeles geholt.“

Lesen Sie auch: Real Madrid-Spieler frustriert nach gescheitertem Leihgeschäft

Fünf Städte in der Prüfung

Trump erklärte, er würde nicht zögern, ähnliche Einsätze erneut zu genehmigen, sollte er große Veranstaltungen in Gefahr sehen. Unter ausdrücklichem Lob sowohl für die Nationalgarde als auch für die US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) betonte er, dass Sicherheit bei den kommenden internationalen Turnieren oberste Priorität habe.

„Wir werden es wieder tun, wenn wir müssen. Und übrigens: Wir werden sehr sichere Olympische Spiele und eine sehr sichere Weltmeisterschaft haben“, sagte er.

Er fügte hinzu, dass derzeit fünf US-Städte im Hinblick auf mögliche Einsätze geprüft würden, nannte jedoch keine Namen und erklärte, entsprechende Ankündigungen würden in naher Zukunft erfolgen.

Internationale Reaktionen

Die Aussagen fallen in eine Phase breiterer internationaler Kritik an Trumps innen- und außenpolitischen Positionen. Einige Politiker argumentieren, diese stünden im Widerspruch zu dem inklusiven Geist, der üblicherweise mit globalen Sportveranstaltungen verbunden wird.

Lesen Sie auch: Virgil van Dijks Zukunft bei Liverpool nimmt unter Slot Gestalt an

Im Januar unterzeichnete eine Gruppe von 23 britischen Abgeordneten einen Antrag, in dem internationale Sportverbände aufgefordert wurden zu prüfen, ob die Vereinigten Staaten weiterhin Austragungsort großer Veranstaltungen sein sollten. Andere Stimmen haben Nationalmannschaften zu möglichen Boykotten aufgerufen, bislang hat die FIFA jedoch keine offiziellen Maßnahmen ergriffen.

Trotz der Kontroverse bleiben die US-Behörden ein zentraler Akteur bei der Planung der Weltmeisterschaft. In den kommenden Monaten dürfte die sicherheitspolitische Koordination weiter intensiviert werden, je näher das Turnier rückt.

Quellen: NBC News

Lesen Sie auch: Der Cascão-Haarschnitt, der Ronaldos Weltmeisterschaft 2002 neu gestaltete

Lesen Sie auch: Raheem Sterling erwartet nach seinem Weggang von Chelsea eine hohe Abfindung

Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.