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Warum Ruben Amorim seit seinem Weggang von Manchester United schweigt

Rúben Amorim hat sich auch Wochen nach seinem Abschied von Manchester United noch nicht öffentlich zu seiner Entlassung geäußert. Berichten aus England zufolge ist dieses Schweigen eine bewusste Entscheidung und kein Zeichen von Zurückhaltung oder Unsicherheit.

Die Daily Mail berichtet unter Berufung auf „gut vernetzte Quellen in Portugal“, dass Amorim beabsichtigt, bis zum Ende der Saison zu warten, bevor er sich zu seinem Abgang äußert. Ziel sei es, keine Aufmerksamkeit vom Team abzulenken, während United weiter um die Qualifikation für die Champions League kämpft.

Eine angespannte letzte Woche in Old Trafford

Amorim wurde am 5. Januar entlassen, einen Tag nachdem United auswärts bei Leeds United nicht über ein 1:1 hinausgekommen war. Seine letzte Pressekonferenz nach dem Spiel sorgte für besondere Aufmerksamkeit, vor allem wegen Aussagen, die auf Frustration über die interne Struktur des Klubs hindeuteten.

Er verwies auf hochrangige Verantwortliche, darunter Sportdirektor Jason Wilcox, und erklärte, er sei zu United gekommen, um „Manager zu sein und nicht nur Trainer“. Diese Bemerkungen heizten die Spekulationen über Spannungen hinter den Kulissen schnell an.

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United handelte nach der Entscheidung umgehend. Zunächst übernahm Darren Fletcher interimistisch das Kommando, ehe Michael Carrick bis zum Saisonende als Interimsmanager eingesetzt wurde.

Kein einheitliches Muster für entlassene United-Trainer

Im Laufe der Jahre haben Trainer von Manchester United sehr unterschiedlich auf ihre Entlassungen reagiert. Louis van Gaal veröffentlichte nach seinem Abschied im Jahr 2016 eine formelle Erklärung. Ole Gunnar Solskjær äußerte sich später nach seinem Abgang 2021 über die vereinseigenen Medienkanäle.

Andere wählten einen deutlich ruhigeren Weg. José Mourinho wartete mehrere Wochen, bevor er seine Entlassung kommentierte, und tat dies schließlich in seiner Rolle als TV-Experte. Amorims Entscheidung, vorerst zu schweigen, fügt sich in dieses breitere Muster ein.

Der Fokus richtet sich auf Carricks positiven Start

Laut Daily Mail bestand Amorims oberste Priorität darin, nicht selbst zum Thema zu werden, solange die Saison von United noch läuft. Die ersten Ergebnisse unter Carrick haben diesen Ansatz bestätigt.

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Seit seiner Ernennung hat United drei Spiele in Folge gewonnen, darunter ein 2:0-Heimsieg gegen Manchester City und ein dramatischer 3:2-Auswärtserfolg beim FC Arsenal. Es folgte ein 3:2-Erfolg gegen Fulham in Old Trafford, obwohl eine Zwei-Tore-Führung in der Schlussphase verspielt worden war. Benjamin Šeško erzielte in der Nachspielzeit den Siegtreffer und sicherte damit die Punkte.

Ein Abschiedsgruß aus Amorims Trainerstab

Während Amorim selbst geschwiegen hat, meldete sich zumindest ein Mitglied seines früheren Trainerteams zu Wort. Co-Trainer Carlos Fernandes veröffentlichte im vergangenen Monat eine Abschiedsbotschaft auf Instagram, in der er Spielern, Mitarbeitern und Fans dankte.

„Am Ende stellt die Arbeit in einem Fußballklub dieser Größenordnung nicht nur dein Fachwissen auf die Probe, sondern offenbart auch deinen Charakter“, schrieb Fernandes und bezeichnete seine Zeit bei United als „ein besonderes Kapitel“ seines Lebens.

Vorerst bleibt Amorims Sicht der Dinge der Öffentlichkeit vorenthalten. Sollten die Berichte zutreffen, dürfte dieses Schweigen bis zum Ende der Saison von Manchester United andauern.

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Quelle: Daily Mail

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Oliver Obel

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