Serena Williams wegen Super-Bowl-Werbespot scharf kritisiert
Serena Williams sagt, ihre Entscheidung habe mit ihrer Gesundheit zu tun gehabt, nicht mit Schlagzeilen. Dennoch hat ihr Auftritt in einem Super-Bowl-Werbespot sie ins Zentrum einer hitzigen öffentlichen Debatte gerückt.
Die ehemalige Tennischampion trat in einer Werbung für Ro auf, ein Gesundheitsunternehmen, das Patientinnen und Patienten mit Ärztinnen und Ärzten verbindet, die GLP-1-Medikamente zur Gewichtsreduktion verschreiben können. Der Spot wurde während einer der meistgesehenen Fernsehsendungen des Jahres ausgestrahlt und zog schnell Kritik auf sich, insbesondere im Internet.
Von der Spitzensportlerin zu privaten Gesundheitsentscheidungen
Williams beendete 2022 ihre Profikarriere im Tennis nach einer Laufbahn mit 23 Grand-Slam-Titeln im Einzel. Seitdem spricht sie offen über die Umstellung auf ein Leben nach dem Leistungssport.
Die heute 44-Jährige gab im August 2025 bekannt, dass sie mehr als 30 Pfund abgenommen habe. In einem Interview mit People erklärte sie, der Gewichtsverlust sei auf jahrelange Frustration gefolgt, da sie trotz Training und bewusster Ernährung nur schwer abgenommen habe insbesondere nach den Geburten ihrer Kinder in den Jahren 2017 und 2023.
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Schließlich suchte sie medizinische Unterstützung über Ro. Später wurde Williams Markenbotschafterin des Unternehmens, während ihr Ehemann Alexis Ohanian Investor ist und im Vorstand sitzt.
Was der Werbespot zeigte und warum er Bedeutung hatte
Der Super-Bowl-Spot zeigt Williams, wie sie sich das Medikament selbst verabreicht und von Verbesserungen ihrer Energie und Beweglichkeit berichtet. Außerdem wird angekündigt, dass Ro plant, eine orale Version des Medikaments einzuführen.
GLP-1-Medikamente, die ursprünglich zur Behandlung von Diabetes entwickelt wurden, werden in den letzten Jahren zunehmend zur Gewichtsabnahme eingesetzt. Ihr rascher Aufstieg hat Debatten über Zugang, langfristige Anwendung und die Ethik der direkten Verbraucherwerbung für Arzneimittel ausgelöst insbesondere dann, wenn diese von Prominenten beworben werden.
Für einige Zuschauerinnen und Zuschauer war die Kombination aus einer weltweit bekannten Athletin, einer medizinischen Injektion und einer familienorientierten Fernsehausstrahlung Anlass zur Sorge.
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Reaktionen in den sozialen Medien
Kurz nach dem Spiel verbreiteten sich Ausschnitte des Spots rasch auf X. Viele Kommentierende kritisierten die Entscheidung, während einer von Millionen Kindern gesehenen Sendung eine Injektion zu zeigen. Andere stellten infrage, ob eine so prominente Sportlerin überhaupt verschreibungspflichtige Medikamente zur Gewichtsreduktion bewerben sollte.
Während sich einige Beiträge direkt gegen Williams richteten, spiegelte ein Großteil der Reaktionen ein allgemeineres Unbehagen gegenüber Pharmamarketing und Körperbildern wider – weniger gegenüber ihren persönlichen Gesundheitsentscheidungen.
Williams erklärt ihre Entscheidung
Williams wies die Vorstellung zurück, der Einsatz des Medikaments sei eine einfache Lösung gewesen. Gegenüber People sagte sie, sie habe sich vor Beginn der Behandlung ausführlich über GLP-1-Medikamente informiert und die möglichen Risiken und Vorteile sorgfältig abgewogen.
Sie berichtete, mehr als 31 Pfund verloren zu haben, und erklärte, das Medikament habe ihre Gelenkschmerzen verringert, ihre Beweglichkeit verbessert und es ihr ermöglicht, aktiv zu bleiben. Williams betonte, dass das Medikament Gewohnheiten unterstütze, die sie bereits pflegte, darunter regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung.
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Sie fügte hinzu, dass sie sich entschieden habe, öffentlich darüber zu sprechen, weil sie glaube, dass sich viele Frauen – insbesondere jene, die im späteren Leben körperliche Veränderungen erleben – in ihrer Erfahrung wiedererkennen könnten.
Eine größere Debatte
Die Kritik an dem Werbespot reicht über Williams hinaus und macht deutlich, dass weiterhin offene Fragen darüber bestehen, wie medizinische Behandlungen vermarktet werden sollten und welche Verantwortung öffentliche Personen tragen, wenn sie diese unterstützen.
Für Williams verdeutlicht die Kontroverse die Schwierigkeit, persönliche Gesundheitsentscheidungen in der Öffentlichkeit zu teilen – besonders dann, wenn diese Öffentlichkeit der Super Bowl ist.
Quellen: People, Beiträge in sozialen Medien auf X
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