Fußball

Liam Rosenior wütend nach Kommentar eines Journalisten: „Dass Sie das sagen, macht mich noch wütender“

In der Premier League kann sich das Blatt innerhalb weniger Minuten wenden.

Oft sind es Kleinigkeiten, die große Spiele entscheiden – und Schiedsrichterentscheidungen sorgen nicht selten noch lange nach dem Abpfiff für Diskussionen.

So auch am Dienstagabend an der Stamford Bridge.

Chelsea schien gegen Leeds United bereits auf der Siegerstraße zu sein. 25 Minuten vor Schluss führten die Blues mit 2:0. João Pedro und Cole Palmer hatten die Hausherren in Front gebracht, vieles deutete auf einen Heimsieg der Londoner hin.

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Doch in der Schlussphase kippte die Partie. Zunächst verkürzte Lukas Nmecha, wenig später traf Noah Okafor zum 2:2-Ausgleich.

Palmer bot sich in den letzten Minuten noch die große Chance, das Spiel zu entscheiden, doch sein Abschluss aus kurzer Distanz segelte über die Latte.

Das berichtet GIVE ME SPORT.

Große Verwirrung

Für reichlich Gesprächsstoff sorgte vor allem der zweite Treffer von Leeds.

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Im Vorfeld soll der Ball Jayden Bogle an den Arm gesprungen sein, bevor Okafor ins Netz traf. Die Chelsea-Spieler protestierten vehement – ohne Erfolg. Der Treffer zählte.

Nach dem Spiel wurde Liam Rosenior auf die Szene angesprochen – und zeigte sich alles andere als zufrieden:

„Nach meinem Verständnis ist die Regel klar: Gibt es im Vorfeld eines Tores ein Handspiel, darf der Treffer nicht zählen. Ich habe die Szene allerdings noch nicht einmal gesehen, um das endgültig beurteilen zu können“, erklärte er.

Der Reporter entgegnete, das Handspiel sei als „unabsichtlich“ gewertet worden, deshalb habe der Treffer Bestand gehabt. Darauf reagierte der Chelsea-Trainer sichtlich verärgert:

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„Eine Regel ist eine Regel. So wie ich sie verstehe, darf ein Tor nicht zählen, wenn in der Entstehung ein Handspiel vorliegt. (…) „Dass Sie das sagen, macht mich noch wütender.“

Zwei Sichtweisen

Ex-PGMOL-Chef Keith Hackett beurteilt die Szene allerdings anders.

Gegenüber Football Insider erklärte er, der Ball sei zunächst an den Körper und erst danach an den Arm gesprungen – für ihn ein klar unabsichtliches Handspiel.

Seiner Meinung nach lag das Schiedsrichterteam mit der Entscheidung richtig, den Treffer anzuerkennen.

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Durch das Unentschieden bleibt Chelsea Tabellenfünfter der Premier League, nur einen Punkt hinter Manchester United.

Am Freitag wartet bereits die nächste Aufgabe: Im FA Cup treffen die Blues auf den Zweitligisten Hull City.

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