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As políticas de imigração de Trump complicam o planeamento da segurança para a Copa do Mundo de 2026

Die Turnierbestimmungen der FIFA erlauben es dem Weltverband, „ein oder mehrere Spiele (oder die gesamte FIFA-Weltmeisterschaft 26) abzusagen, neu anzusetzen oder zu verlegen“, falls Sicherheitsbedenken auftreten.

Diese Klausel rückt nun erneut in den Fokus.

Da die Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko stattfinden soll, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. In den USA jedoch vollziehen sich diese Planungen vor dem Hintergrund einer sich verschärfenden politischen Debatte über die Durchsetzung der Einwanderungsgesetze.

Die US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) sieht sich während der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump anhaltender Kritik ausgesetzt, insbesondere nach der Ausweitung von Abschiebungsmaßnahmen, die nach seiner Rückkehr ins Amt im Januar 2025 eingeführt wurden. Die Proteste eskalierten nach den tödlichen Schüssen auf zwei US-Bürger, Alex Pretti und Renee Nicole Good, in Minneapolis, Minnesota.

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Nun richtet sich der Blick darauf, welche Rolle ICE wenn überhaupt bei einem der meistverfolgten Sportereignisse der Welt spielen wird.

Eine Sicherheitspräsenz im Streit

Anfang dieses Jahres wurde ICE-Personal zur Unterstützung der Sicherheitsmaßnahmen bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina eingesetzt. Während der Eröffnungsfeier entrollten Demonstranten ein Banner mit der Aufschrift „Know your Enemy“ („Kennt euren Feind“) und machten damit ihren Widerstand gegen die Beteiligung der Behörde an internationalen Veranstaltungen deutlich.

Ähnliche Proteste werden in mehreren US-amerikanischen Austragungsstädten erwartet.

Ob ICE-Beamte während der Weltmeisterschaft sichtbar in den Stadien stationiert sein werden, ist bislang unklar. Gleichwohl hat sich der operative Einsatzradius der Behörde in den vergangenen Monaten ausgeweitet, was ihre potenzielle Rolle politisch sensibel macht.

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In von The Guardian zitierten Äußerungen erklärte ICE-Direktor Todd Lyons:

„ICE, insbesondere Homeland Security Investigations, ist ein zentraler Bestandteil des gesamten Sicherheitsapparats für die Weltmeisterschaft. Wir sind der Sicherung dieser Veranstaltung sowie der Sicherheit aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Besucher verpflichtet.

„ICE setzt sich dafür ein, dass alle, die die Veranstaltungsorte besuchen, ein sicheres und geschütztes Ereignis erleben.“

Seine Aussagen deuten auf eine Einbindung in die umfassendere bundesstaatliche Sicherheitsplanung hin, auch wenn operative Einzelheiten bislang nicht öffentlich gemacht wurden.

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Für die Organisatoren ist die Spannung offensichtlich. Die Weltmeisterschaft versteht sich als Feier globaler Einheit und offenen Austauschs. Die Durchsetzung des Einwanderungsrechts hingegen zählt zu den umstrittensten Themen der US-amerikanischen Politik. Allein die Symbolik sorgt bereits für intensive Aufmerksamkeit.

Einreisebestimmungen im Fokus

Auch die Reiseformalitäten rücken stärker in den Mittelpunkt.

Fans aus Ländern des Visa Waiver Programms, darunter Australien, Deutschland und das Vereinigte Königreich, müssen vor der Einreise in die Vereinigten Staaten eine Genehmigung über das Electronic System for Travel Authorization (ESTA) einholen. Behörden haben zudem auf verpflichtende Sicherheitsüberprüfungen im Vorfeld der Spiele hingewiesen.

Die Trump-Regierung hat vorgeschlagen, bestimmte Visumantragsteller zu verpflichten, Social-Media-Konten offenzulegen, die sie in den vergangenen fünf Jahren genutzt haben. Befürworter sehen darin eine Stärkung der Überprüfungsverfahren. Bürgerrechtsorganisationen argumentieren hingegen, dies könne potenzielle Besucher abschrecken.

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Da Millionen Menschen durch Nordamerika reisen werden, sind selbst routinemäßige Kontrollverfahren Teil der politischen Debatte geworden. Was normalerweise als administrative Formalität gelten würde, ist nun zu einem politischen Brennpunkt geworden.

Haftzahlen liefern zusätzlichen Kontext

Eine separate Berichterstattung des Guardian ergab, dass im Jahr 2025 insgesamt 32 Menschen in ICE-Gewahrsam starben ebenso viele wie im bisherigen Höchstjahr 2004. Die Zeitung berichtete außerdem, dass sich Mitte Dezember 68.440 Personen in Haft befanden, von denen fast drei Viertel keine strafrechtlichen Verurteilungen hatten.

Diese Zahlen haben die Kritik von Interessenvertretungen verschärft und zusätzliche Aufmerksamkeit auf die öffentliche Rolle der Behörde gelenkt.

Während einige Aktivisten die FIFA aufgefordert haben, die Vereinigten Staaten als Gastgeberland zu überdenken, gibt es seitens der Organisation keine Anzeichen für Änderungen an den Turnierplänen.

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Vorerst gehen die Vorbereitungen in ganz Nordamerika weiter.

Doch je näher der Anpfiff rückt, desto stärker verlagert sich die normalerweise innenpolitisch geführte Debatte über Einwanderungspolitik auf eine der sichtbarsten Bühnen des Weltsports. Und es ist unwahrscheinlich, dass diese Spannung geräuschlos abklingen wird.

Quellen: The Guardian; FIFA-Weltmeisterschaft 2026 Turnierbestimmungen

Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.