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Barcelona-Chaos: Wahlkandidat verspricht Messi-Rückkehr trotz Vertragsrealität

Angesichts der bevorstehenden Präsidentschaftswahl am 15. März hat sich die Debatte innerhalb der Mitgliederbasis des FC Barcelona nach den Äußerungen des Kandidaten Marc Ciria über eine mögliche Blockbuster-Transferstrategie verschärft.

Laut Cadena SER sagte Ciria, dass die Rückkehr von Lionel Messi in den Verein eine zentrale Rolle bei der Verpflichtung des Stürmers Erling Haaland von Manchester City spielen würde. Die Äußerungen wurden später von Transfer News Live in den sozialen Medien weiterverbreitet, wodurch der Vorschlag in die breitere Fußballdebatte getragen wurde.

Ciria erklärte: "Wir wissen, dass die Zukunft von Messi mit Barcelona verbunden ist. Um Haaland zu verpflichten, müssen wir Messi als strategischen Partner zurückholen".

Wahlkampfstrategie auf Nostalgie aufgebaut

Ciria ist einer von vier Kandidaten, die den derzeitigen Präsidenten Joan Laporta bei der Wahl am 15. März herausfordern. Sein Vorschlag scheint darauf abzuzielen, die emotionale Bindung vieler Fans zu Messi, der weithin als der einflussreichste Spieler in der Geschichte des Vereins gilt, zu nutzen.

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Die Vertragslage stellt jedoch ein unmittelbares Hindernis dar. Haaland unterzeichnete im Januar 2025 eine Vertragsverlängerung mit Manchester City, die bis 2034 läuft. Messi hat sich mit Inter Miami auf einen Vertrag bis 2028 geeinigt, der ihn in der Major League Soccer hält.

Diese Vereinbarungen verringern den Einfluss Barcelonas bei den Verhandlungen erheblich, zumal keiner der beiden Vereine öffentlich einen Verkauf anstrebt.

Finanzielle und regulatorische Hürden

Abgesehen von den Verträgen unterliegt der FC Barcelona weiterhin den strengen Finanzvorschriften der La Liga. Der Gehaltskontrollrahmen der Liga begrenzt die Ausgaben auf der Grundlage von Einnahmen und Schuldenquoten, ein Bereich, in dem der Verein in den letzten Spielzeiten mit gut dokumentierten Problemen zu kämpfen hatte.

Fußball-Finanzanalysten weisen darauf hin, dass der Erwerb auch nur eines der beiden Spieler erhebliche Ablösesummen, Gehaltsverpflichtungen und eine sorgfältige Strukturierung erfordern würde, um die Zulassungsanforderungen zu erfüllen. Der Versuch, beide zu erwerben, wäre ein komplexes und risikoreiches Unterfangen.

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Kritiker in der politischen Landschaft Barcelonas argumentieren, dass eine seriöse Regierungsführung eine detaillierte Finanzplanung und keine symbolischen Gesten erfordert. Sie argumentieren, dass vielversprechende Verpflichtungen von Spielern mit langfristigen Verträgen die Gefahr bergen, Erwartungen zu wecken, die realistischerweise nicht erfüllt werden können.

Mitglieder wägen Ehrgeiz gegen Glaubwürdigkeit ab

Die Kontroverse hat eine tiefe Kluft zwischen den Mitgliedern von Barcelona aufgedeckt, zwischen denjenigen, die sich von der Aussicht auf die Wiederherstellung vergangenen Ruhms inspirieren lassen, und denjenigen, die finanzielle Stabilität und institutionelle Glaubwürdigkeit in den Vordergrund stellen.

Zwar dominieren bei Fußballwahlen oft kühne Versprechungen, doch werden die Wähler letztlich beurteilen, ob die Vorschläge den vertraglichen Gegebenheiten, den Marktbedingungen und dem wirtschaftlichen Rahmen des Vereins entsprechen.

Mit Blick auf die Wahlen am 15. März hat Cirias Vorschlag dafür gesorgt, dass die Durchführbarkeit von Transfers und nicht nur die sportliche Vision im Mittelpunkt der Wahlkampfdebatte stehen wird.

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Quellen: Cadena SER, Transfer News Live

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