Ist Cristiano Ronaldos WM-Traum in Gefahr?
Cristiano Ronaldos Bestreben, an einer sechsten Weltmeisterschaft teilzunehmen, ist von Unsicherheit überschattet worden, nachdem der Routinier im jüngsten Ligaspiel von Al Nassr mit offenbar muskulären Problemen das Spielfeld verlassen musste.
Rund 15 Monate vor dem Anpfiff des Turniers 2026 in Nordamerika wird selbst ein kleiner Rückschlag Fragen aufwerfen, wie sorgfältig seine Belastung in dieser Phase seiner Karriere gesteuert werden muss.
Auswechslung sorgt für Besorgnis
Der 41-jährige Ronaldo deutete in der Schlussphase der Partie am Samstag in der Saudi Pro League zur Bank und wurde in der 81. Minute ausgewechselt. Zwar konnte er ohne fremde Hilfe vom Platz gehen, doch seine Körpersprache ließ eher auf Beschwerden als auf eine reine Vorsichtsmaßnahme schließen.
Nach dem Spiel bestätigte Al-Nassr-Trainer Jorge Jesus, dass der Klub die Situation umgehend untersuchen werde.
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Er sagte: „Ronaldo hat muskuläre Ermüdung erlitten, und das medizinische Team wird umgehend die notwendigen Untersuchungen durchführen, um seinen Zustand festzustellen.“
Muskuläre Ermüdung bedeutet nicht automatisch eine schwere Verletzung, doch die Erholungszeiten können bei Spielern in ihren Vierzigern weniger vorhersehbar sein – insbesondere bei einem dicht gedrängten nationalen Spielplan.
Die britische Boulevardzeitung The Sun berichtete, es gebe Befürchtungen, dass ein schwerwiegenderes Problem Ronaldos Hoffnungen auf eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko gefährden könnte. Ein offizieller Zeitplan wurde bislang nicht bekannt gegeben.
Gemischter Nachmittag für Al Nassr
Der Verletzungsschreck ereignete sich in einem Spiel, das letztlich positiv für Al Nassr endete. Nachdem der Klub aus Riad kurz vor der Halbzeit durch ein Eigentor in Rückstand geraten war, kämpfte er sich nach der Pause zurück und sicherte sich einen 3:1-Sieg.
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Für Ronaldo verlief die Partie insgesamt enttäuschend: Er vergab in der ersten Halbzeit einen Elfmeter, bevor er ausgewechselt wurde. Dennoch stärkte der Comeback-Sieg die Position von Al Nassr im Titelrennen, da die Saison in ihre entscheidende Phase eintritt.
Auf der Jagd nach einem weiteren Rekord
Ronaldo hat seit 2006 an jeder Weltmeisterschaft teilgenommen und strebt an, als erster männlicher Spieler in der Geschichte an sechs Endrunden mitzuwirken. Derzeit gehört er zu einer kleinen Gruppe von Spielern mit fünf WM-Teilnahmen.
Ob er diesen Meilenstein erreicht, hängt nicht nur von den Planungen Portugals ab, sondern auch davon, wie sein Körper in den kommenden Monaten reagiert. Nationaltrainer setzen bei großen Turnieren in der Regel auf Erfahrung, und Ronaldo ist weiterhin sowohl Kapitän als auch Rekordtorschütze seines Landes. Letztlich dürfte jedoch seine dauerhafte Fitness über seine Rolle entscheiden.
Vorerst richtet sich der Blick auf die medizinischen Ergebnisse in Riad und darauf, ob sich dieser jüngste Zwischenfall als reine Vorsichtsmaßnahme oder als ernsthaftere Störung erweist.
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Quellen: Aussagen von Jorge Jesus nach dem Spiel, The Sun sowie Spielberichte der Saudi Pro League.
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