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Raketen nahe der Strecke: F1-Katastrophe nach iranischen Angriffen auf Bahrain

Die Formula 1 teilte mit, dass sie die Entwicklungen im Nahen Osten genau verfolgt, nachdem Iran eine Welle von Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Militärstützpunkte in mehreren Golfstaaten gestartet hat.

Laut The Athletic betrafen die Angriffe Standorte in Bahrain, Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten, die allesamt Rennen der Formula 1 ausrichten. Die Ereignisse kommen nur wenige Wochen bevor die Meisterschaft zwei aufeinanderfolgende Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien austragen soll, was neue Fragen zur Sicherheitsplanung für Teams und Personal aufwirft.

Die Islamischen Revolutionsgarden Irans (IRGC) erklärten, die Angriffe seien eine Reaktion auf das gewesen, was iranische Offizielle als gemeinsame Offensive der USA und Israels am selben Tag bezeichneten. Die IRGC kündigten an, die Kampagne werde „unerbittlich fortgesetzt, bis der Feind entscheidend besiegt ist“, während ein Sprecher der iranischen Streitkräfte warnte, jede Basis, die die US-amerikanisch-israelische Operation unterstütze, werde als legitimes Ziel betrachtet.

Der Große Preis von Bahrain ist für den 10. bis 12. April angesetzt, gefolgt vom Großen Preis von Saudi-Arabien vom 17. bis 19. April.

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Sicherheitsfokus verlagert sich auf Golf-Rennstrecken

Einer der Berichten zufolge getroffenen Standorte, das U.S. Naval Forces Central Command, liegt etwa 15 bis 20 Meilen vom Bahrain International Circuit und rund sieben Meilen vom Bahrain International Airport entfernt, was die Nähe militärischer Infrastruktur zur Rennstrecke unterstreicht.

Ein Sprecher des Bahrain International Circuit erklärte, die Organisatoren stünden in regelmäßigem Kontakt mit der Formula 1, während sich die Lage weiterentwickle. Laut The Athletic hat die Rennserie betont, dass ihr unmittelbarer Rennkalender unverändert bleibe.

Die Saison 2026 beginnt vom 6. bis 8. März in Melbourne, bevor es später im Monat nach China und Japan geht. In einer Stellungnahme hob die Formula 1 hervor, dass die nächsten drei Veranstaltungen außerhalb des Nahen Ostens stattfinden und distanzierte damit den unmittelbaren Kalender von den eskalierenden Spannungen.

„Unsere nächsten drei Rennen sind in Australien, China und Japan, nicht im Nahen Osten, diese Rennen sind erst in einigen Wochen“, hieß es in der Erklärung. „Wie immer beobachten wir jede solche Situation genau und arbeiten eng mit den zuständigen Behörden zusammen.“

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Die Stellungnahme geht nicht konkret darauf ein, ob die Grands Prix von Bahrain oder Saudi-Arabien aktiv überprüft werden, noch werden mögliche Notfallpläne für die Rennen im April erläutert. Stattdessen konzentrierte sich die Botschaft auf den kurzfristigen Rennkalender und signalisiert, dass bislang keine unmittelbaren Änderungen angekündigt wurden.

Pirelli stoppt Testfahrten in Bahrain

Der Reifenlieferant Pirelli hat seine Pläne angesichts der regionalen Instabilität bereits angepasst. Das Unternehmen sagte einen Regenreifentest ab, der vom 28. Februar bis 1. März auf dem Bahrain International Circuit geplant war.

Sollte Pirelli Personal abgezogen haben, deutet dies zumindest darauf hin, dass die interne Risikobewertung des Unternehmens die Lage als über ein akzeptables operatives Risiko hinausgehend eingestuft hat. Das bedeutet nicht automatisch, dass der Grand Prix gefährdet ist. Es zeigt jedoch, dass ein zentraler Akteur der Formula 1 das Umfeld als instabil genug bewertete, um zu handeln.

„Die zwei Tage Entwicklungstests für die Regenreifen, die für heute und morgen auf dem Bahrain Circuit geplant waren, wurden aus Sicherheitsgründen aufgrund der sich entwickelnden internationalen Lage abgesagt“, erklärte Pirelli vergangene Woche.

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„Alle Pirelli-Mitarbeiter, die sich derzeit in Manama befinden, sind sicher in ihren Hotels. Das Unternehmen arbeitet daran, ihre weitere Sicherheit zu gewährleisten und ihre schnellstmögliche Rückkehr nach Hause zu organisieren.“

Bereits 2022 kam es zu Zwischenfällen

Geopolitische Instabilität hat Rennwochenenden der Formula 1 in der Region bereits zuvor beeinträchtigt. Im Jahr 2022 geriet der Große Preis von Saudi-Arabien ins Wanken, nachdem eine Houthi-Rakete eine von der Strecke in Jeddah sichtbare Ölanlage getroffen hatte. Die Fahrer führten Krisengespräche mit den Verantwortlichen, bevor das Rennen letztlich stattfand.

Da Bahrain und Saudi-Arabien einen wichtigen frühen Abschnitt des Rennkalenders bilden, sieht sich die Serie nun erneut mit Prüfungen konfrontiert, wie sie Risiken in politisch sensiblen Regionen handhabt.

Quellen: The Athletic

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