Serbiens Trainer explodiert wegen „lächerlicher“ FIBA-Fenster nach Doppelpleite gegen Türkiye
Serbiens Frust über den internationalen Kalender wurde erneut deutlich, nachdem die Nationalmannschaft im jüngsten EuroBasket-Qualifikationsfenster zwei Niederlagen gegen Türkiye hinnehmen musste.
Laut BasketNews.lt blieb Serbien im zweiten FIBA-Fenster ohne Sieg und verlor innerhalb von drei Tagen mit 78, 82 und 94, 86 gegen den EuroBasket-Silbermedaillengewinner Türkiye. Damit steht Serbien in Gruppe C nun bei einer Bilanz von 2, 2.
Während die Niederlagen sportlich ins Gewicht fallen, drehte sich ein großer Teil der Diskussion nach dem Spiel um die Schwierigkeiten, mit denen Nationalteams während der FIBA-Fenster konfrontiert sind, wenn viele Topspieler weiterhin bei ihren Klubs im Einsatz sind.
Zwei Niederlagen in drei Tagen
Serbiens zwei Niederlagen kamen gegen ein Team aus Türkiye zustande, das stark auf Spieler aus der heimischen Liga setzen konnte.
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Laut dem Bericht von BasketNews.lt über die Pressekonferenz nach dem Spiel hatte Serbien Schwierigkeiten, während der kurzen internationalen Pause einen vollständigen Kader zusammenzustellen. Mehrere Spieler, die normalerweise für die Nationalmannschaft auflaufen, waren aufgrund von Verpflichtungen bei europäischen Klubs nicht verfügbar.
Der enge Zeitplan erschwert zudem die Vorbereitung. Nationalteams haben oft nur wenige Tage Zeit, Spieler zusammenzuführen, taktische Abläufe einzustudieren und anschließend zwei Qualifikationsspiele zu bestreiten.
Alimpijevic nennt die Situation „lächerlich“
Nach der Niederlage in Istanbul kritisierte Serbiens Trainer Dusan Alimpijevic die aktuelle Struktur des internationalen Kalenders offen.
Alimpijevic sagte, dass die Situation für ihn „völlig verrückt“ sei und nannte das System der FIBA-Fenster „lächerlich“.
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Er erklärte, dass er entweder klare Regeln für alle Spieler sehen möchte oder eine Lösung, bei der alle Akteure gleichermaßen für ihre Nationalteams verfügbar sein können.
Alimpijevic erklärte, dass die Organisation für Serbien deutlich komplizierter sei als für Länder, deren Spieler überwiegend in der heimischen Liga spielen.
Er sagte, dass die serbische Basketballföderation zwar hervorragende Arbeit geleistet habe und den Trainern vieles erleichtere, dass jedoch ein großes Problem bleibe. Viele türkische Spieler würden im eigenen Land spielen, was die Kommunikation mit ihren Klubs deutlich einfacher mache.
Alimpijevic erklärte, dass Serbien dagegen häufig mit Klubs und General Managern aus anderen Ländern sprechen müsse, was den Prozess deutlich komplizierter mache.
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Er fügte hinzu, dass er die Situation weiterhin als „lächerlich“ empfinde, betonte jedoch, dass sein Team dennoch versuchen müsse, das Beste daraus zu machen.
Forderungen nach einer Einigung im Kalender
Alimpijevic erklärte, dass das grundlegende Problem im Konflikt zwischen den FIBA-Fenstern für Nationalteams und großen Klubwettbewerben wie der EuroLeague liege.
Er sagte, dass die Verantwortlichen zusammensitzen und eine gemeinsame Lösung finden müssten, um diese Situation zu beenden.
Alimpijevic erklärte, dass es Klarheit darüber geben müsse, wie die FIBA-Fenster organisiert werden sollen und wie sie mit Wettbewerben wie der EuroLeague oder anderen Ligen koexistieren können.
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Er betonte außerdem, dass Spieler und Trainer regelmäßige Pausen benötigen, um sich zu erholen und sich angemessen auf Spiele vorzubereiten.
Alimpijevic erklärte, dass sein Team lediglich sieben Tage Zeit gehabt habe, um sich auf das Qualifikationsfenster vorzubereiten.
Er fügte hinzu, dass er während jedes FIBA-Fensters mit neuen Spielern arbeiten müsse, was es für diese extrem schwierig mache, sich innerhalb weniger Tage an ein System anzupassen.
Serbien bleibt im Rennen in Gruppe C
Trotz der beiden Niederlagen bleibt Serbien mit einer Bilanz von 2, 2 weiterhin im Rennen in Gruppe C.
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Das jüngste Qualifikationsfenster zeigte jedoch erneut die strukturellen Herausforderungen für Nationalteams in Europa. Trainer müssen häufig kurzfristig Kader zusammenstellen, mit wenig Trainingszeit und unsicherer Spieler-Verfügbarkeit.
Für Alimpijevic geht das Problem weit über eine einzelne Qualifikationsrunde hinaus. Laut BasketNews.lt ist der serbische Trainer überzeugt, dass die Verantwortlichen im Basketball letztlich einen Kompromiss finden müssen, damit Nationalteams und Klubwettbewerbe ohne ständige Kaderprobleme nebeneinander bestehen können.
Sources: BasketNews.lt, FIBA
