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Russischer Ski Star lässt Hymne nach 12 Jahren wieder bei den Paralympics erklingen

Historischer Super G Sieg für Varvara Voronchikhina

Die russische alpine Skifahrerin Varvara Voronchikhina gewann am Montag den Super G der Frauen bei den Paralympischen Spielen Milano Cortina 2026 und sicherte sich damit im Alter von 23 Jahren ihre erste paralympische Goldmedaille.

Laut der französischen Zeitung 20 Minutes hatte die aus Sibirien stammende Athletin bereits zwei Tage zuvor eine Medaille gewonnen und Bronze in der Abfahrt geholt.

Ihr Sieg markiert das erste Mal seit zwölf Jahren, dass eine russische Athletin oder ein russischer Athlet bei Olympischen oder Paralympischen Spielen einen Titel unter der offiziellen russischen Flagge feiern konnte, während bei der Siegerehrung die Nationalhymne gespielt wurde.

Russische Hymne kehrt auf die Paralympische Bühne zurück

Mehr als ein Jahrzehnt lang durften russische Athleten bei den Spielen nicht unter ihren nationalen Symbolen antreten.

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Laut Berichten von 20 Minutes folgten diese Einschränkungen auf die Aufdeckung eines staatlich organisierten Dopingsystems im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 und verschärften sich später nach der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022.

Athleten aus Russland wurden entweder vollständig von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen oder mussten unter neutraler Flagge antreten.

Internationales Paralympisches Komitee hebt Sanktionen auf

Die Situation änderte sich im September 2025, als das Internationale Paralympische Komitee beschloss, die Sanktionen gegen Russland und Belarus aufzuheben.

Laut 20 Minutes ermöglichte diese Entscheidung beiden Ländern eine vollständige Rückkehr zu den Paralympischen Spielen in Milano Cortina 2026, einschließlich der Nutzung ihrer Nationalflaggen und Hymnen bei Siegerehrungen.

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Damit wurde Russlands offizielle Teilnahme an den Spielen erstmals seit Beginn der Sanktionen wiederhergestellt.

Politische Spannungen rund um die Entscheidung

Die Wiedereinführung der russischen Nationalsymbole löste Kritik bei mehreren nationalen Delegationen aus.

Laut 20 Minutes protestierten einige Länder, darunter die Ukraine, gegen die Entscheidung und boykottierten die Eröffnungsfeier der Paralympischen Spiele.

Trotz der politischen Spannungen verlief die Siegerehrung in Cortina ohne hörbare Proteste oder Buhrufe aus dem Publikum.

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Emotionaler Moment auf dem Podium in Cortina

Voronchikhina setzte sich im Rennen vor der Französin Aurélie Richard durch, die Silber im Super G gewann, nachdem sie zuvor auch in der Abfahrt den zweiten Platz belegt hatte.

Die russische Skifahrerin war bereits bei den Paralympischen Spielen in Peking 2022 anwesend gewesen, konnte jedoch nicht starten, nachdem russische Athleten kurz vor der Eröffnungsfeier aufgrund des Kriegsbeginns in der Ukraine ausgeschlossen worden waren.

Auf dem Podium in Cortina d'Ampezzo stand Voronchikhina mit erhobener rechter Faust und zeigte sich sichtbar bewegt, als die russische Nationalhymne während der Siegerehrung erklang.

Quellen: 20 Minutes

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