Khabib Nurmagomedov sieht sich wegen Äußerungen über Frauen im MMA erneut heftiger Kritik ausgesetzt
Der ehemalige UFC-Leichtgewichts-Champion Khabib Nurmagomedov steht erneut in der Kritik, nachdem er abermals seine Ablehnung gegenüber der Teilnahme von Frauen an Mixed-Martial-Arts-Wettkämpfen geäußert hat und damit eine Debatte neu entfacht, die ihn seit Jahren begleitet.
Während einer Frage-und-Antwort-Runde, die am 26. März von Sun Hills Development veranstaltet wurde und von der Ausschnitte auf X weit verbreitet wurden, erklärte Nurmagomedov, dass Frauen zwar frei seien, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, er ihre Teilnahme am professionellen Kampfsport jedoch nicht unterstütze.
„Es gibt Frauen, die diesen Sport wählen – es ist ihre Entscheidung“, sagte er. „Wenn Sie mich fragen: Ich würde diesen Sport nicht für Frauen wählen. Er ist brutal, selbst für Männer … für Frauen ziehe ich ihn nicht einmal in Betracht.“
Die Aussagen verbreiteten sich rasch im Internet und lösten eine Welle von Reaktionen in den sozialen Medien aus.
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Langjährige Haltung flammt erneut auf
Nurmagomedov war bereits zuvor für ähnliche Äußerungen kritisiert worden. Bei einer Frage-und-Antwort-Runde in Saudi-Arabien im Jahr 2018 wurde er gefragt, wie Frauen im MMA erfolgreich sein könnten.
„Für Frauen habe ich einen sehr guten Rat: Seid Kämpferinnen zu Hause“, sagte er damals. Er fügte hinzu: „Macht euren Mann fertig. Schlagt ihn richtig hart.“
Diese Aussagen wurden damals weithin verurteilt und tauchten erneut auf, als sich seine jüngsten Äußerungen online verbreiteten.
Von seiner Herkunft geprägte Ansichten
Bei seinem jüngsten Auftritt verknüpfte Nurmagomedov seine Haltung mit seinem kulturellen und religiösen Hintergrund und beschrieb traditionelle Geschlechterrollen als zentral für sein Weltbild.
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„Dort, wo ich aufgewachsen bin, habe ich so etwas nicht gesehen“, sagte er. „Jeder Mensch im Leben hat eine Aufgabe. Für einen Mann ist es, Kinder großzuziehen, sich um die Familie zu kümmern … Das ist nicht ohne Grund so. Gott hat es so geschaffen: Eine Frau ist schwächer, ein Mann ist stärker.“
Er ergänzte, dass er zwar unterstütze, dass Frauen zur Selbstverteidigung trainieren, der professionelle Wettbewerb für ihn jedoch schwer zu akzeptieren sei. Es sei „etwas Wildes“, Frauen dabei zu sehen, wie sie in Kämpfen geschlagen werden.
Nurmagomedov, der häufig über die Rolle seines islamischen Glaubens bei der Prägung seiner Ansichten gesprochen hat, stellte seine Aussagen als Ausdruck von Tradition dar und nicht als Kritik an einzelnen Athletinnen.
Geteilte Reaktionen
Die Reaktionen im Internet waren schnell und gespalten.
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Einige Kritiker bezeichneten seine Aussagen als überholt und verwiesen auf den Aufstieg von Spitzenkämpferinnen wie Ronda Rousey und Valentina Shevchenko sowie auf die Investitionen der UFC in Frauen-Divisionen in den vergangenen zehn Jahren.
Andere verteidigten Nurmagomedov und argumentierten, dass seine Ansichten in kulturellen und religiösen Werten verwurzelt seien, die sich von denen unterscheiden, die typischerweise mit dem westlichen Sport verbunden werden.
Die Debatte verdeutlicht eine breitere Spannung innerhalb der globalen MMA-Szene, in der das rasante Wachstum des Sports Zuschauer und Erwartungen aus sehr unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammengebracht hat.
Quellen: Sun Hills Development Q&A (26. März 2026); Q&A-Auftritt in Saudi-Arabien 2018
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