Sport

Anthony Joshua kehrt nach tragischem Unfall ins Training zurück

Eine stille Rückkehr ins Fitnessstudio

In sozialen Medien kursierende Videos zeigen Anthony Joshua erstmals wieder beim Training seit dem schweren Unfall Ende des vergangenen Jahres. Die Aufnahmen sorgen weniger wegen ihrer Intensität für Aufmerksamkeit, sondern wegen ihrer symbolischen Bedeutung, als vorsichtiger Schritt zurück in den Alltag nach einer Zeit des Verlusts und der Stille.

In dem Video beschreibt Joshua das Training als „mentale Stärke Therapie“, was darauf hindeutet, dass das Boxen für ihn derzeit eher Teil eines persönlichen Bewältigungsprozesses ist als ein Signal für sportliche Ambitionen.

Details zum tödlichen Unfall

Nach Angaben von GiveMeSport und laut Berichten des Kampfsportjournalisten Alan Dawson war Joshua am 29. Dezember 2025 als Beifahrer in einem Lexus SUV auf dem Lagos, Ibadan Expressway in Nigeria unterwegs. Das Fahrzeug kollidierte beim Überholen mit einem stehenden Lastwagen.

Bei dem Unfall kamen sein Trainer Latif „Latz“ Ayodele und sein Athletiktrainer Sina Ghami ums Leben. Joshua erlitt leichte Verletzungen und wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, später jedoch in stabilem Zustand wieder entlassen.

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Unsicherheit über die sportliche Zukunft

Der Unfall ereignete sich in einer entscheidenden Phase von Joshuas Karriere. Nur wenige Wochen zuvor hatte er einen viel beachteten Kampf bestritten und wurde mit mehreren großen Begegnungen im Jahr 2026 in Verbindung gebracht, darunter ein mögliches Duell mit dem Kickbox Champion Rico Verhoeven sowie ein rein britischer Kampf gegen Tyson Fury.

Nach dem Unglück kamen Spekulationen auf, ob Joshua dem Boxsport den Rücken kehren könnte. Die aktuellen Trainingsbilder haben diese Zweifel etwas gemildert, auch wenn es bislang keine offiziellen Aussagen zu seiner weiteren Planung gibt.

Eine Karriere geprägt von Erfolgen

Anthony Joshua gilt als einer der erfolgreichsten Boxer Großbritanniens. Er gewann Silber bei den Weltmeisterschaften der Amateure, holte Olympisches Gold bei den Spielen in London 2012 und wurde später zweimaliger Schwergewichts Weltmeister als Profi.

Siege über Gegner wie Wladimir Klitschko, Joseph Parker und Francis Ngannou machten ihn zu einer prägenden Figur der modernen Schwergewichtsklasse und trugen maßgeblich zur Popularität der Division bei.

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Trauer, Glaube und Verarbeitung

In einer Stellungnahme in den sozialen Medien äußerte sich Joshua nach dem Unfall erstmals öffentlich zum Tod seiner Teamkollegen und zur großen Anteilnahme. „Danke für all die Liebe und Fürsorge, die ihr meinen Brüdern entgegengebracht habt“, schrieb er. Er betonte, dass der Verlust für die Familien der Verstorbenen noch schwerer wiege als für ihn selbst, und schloss mit Worten des Glaubens und der Erinnerung.

Seine Rückkehr ins Training wirkt weniger wie ein Comeback als vielmehr wie ein persönlicher Schritt nach vorn. Derzeit scheint Joshuas Platz im Fitnessstudio vor allem der inneren Stabilität zu dienen, nicht der unmittelbaren Vorbereitung auf kommende Kämpfe.

Quellen: GiveMeSport, Alan Dawson

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