Der 34-jährige Mittelfeldspieler war seit seinem zweiten Zusammenbruch auf einem Fußballfeld während des Testspiels Dänemarks gegen die Ukraine am 7. Juni nicht mehr nach Wolfsburg zurückgekehrt. Der Kurzbesuch am Freitag, auf der Vereinswebsite geschildert, war die erste persönliche Begegnung mit seinen Mannschaftskollegen seit fast zwei Monaten.
„Es ist schön, wieder beim Team zu sein, wenn auch nur für kurze Zeit, die vertrauten Gesichter wiederzusehen und die neuen kennenzulernen“, sagte Eriksen dem Verein.
„Der Austausch mit den Spielern und den Verantwortlichen hat mir gutgetan. Die herzlichen Worte und Gesten der Fans haben mich sehr gefreut. Ich wünsche den Jungs einen erfolgreichen Saisonstart.“
Dann war er wieder weg.
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Der Plan eine Woche zuvor war bereits geplatzt
Ursprünglich hatte Wolfsburg Eriksen beim Testspiel gegen Lyon und anschließend im Trainingslager mit der Mannschaft dabeihaben wollen.
Dazu kam es nicht. Sportdirektor Dieter Hecking, der zum 1. Juni in die Rolle des Geschäftsführers Sport gewechselt war, sagte gegenüber Reportern, die Situation erfordere Vorsicht.
„Leider war das nicht möglich“, sagte Hecking mit Blick auf den Lyon-Plan. „Er wird demnächst in Dänemark ein individuelles Reha-Programm beginnen, und das wird voraussichtlich einige Zeit dauern.“
„Wir werden keinen Druck auf ihn ausüben. Es ist eine sehr sensible Situation, mit der wir sehr verantwortungsvoll umgehen.“
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Wolfsburg hat keinen Zeitplan genannt, wann Eriksen wieder ins Training einsteigen könnte, geschweige denn ein Pflichtspiel bestreiten. Die Saison des Vereins in der 2. Bundesliga beginnt am 8. August gegen Kaiserslautern.
Ein dänischer Spezialist hat bereits Stopp gesagt
Eriksen griff sich beim Ukraine-Spiel an die Brust und verlor das Bewusstsein, kam am Spielfeldrand wieder zu sich, ging zum Krankenwagen und wurde in das Universitätsklinikum Odense gebracht.
Fünf Jahre zuvor hatte er bei der EM 2020 im Spiel gegen Finnland einen Herzstillstand erlitten und war auf dem Spielfeld in Kopenhagen wiederbelebt worden.
Der dänische Herzspezialist Henning Molgaard hat öffentlich erklärt, ein Weiterspielen wäre unverantwortlich, und gewarnt, Eriksen würde in diesem Fall „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erneut zusammenbrechen“.
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Weder Eriksen noch seine Familie haben sich zu einem Karriereende geäußert. Auch Wolfsburg hat sich nicht dazu geäußert und lediglich mitgeteilt, man „wünsche Christian weiterhin alles erdenklich Gute für seine Reha“.
Regelmäßiger Kontakt, kein Rückkehrdatum
Hecking hat angekündigt, dass der Verein in „regelmäßigem Kontakt“ mit Eriksen und seinen Ärzten bleiben werde, während dieser sein Programm zu Hause fortsetzt.
Ob dieser Kontakt in einem Comeback bei Wolfsburg mündet oder in der Bestätigung, dass seine Karriere vorbei ist, bleibt offen. Wolfsburg startet am 8. August ohne ihn gegen Kaiserslautern in die Saison der 2. Bundesliga.
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