Die Staatsanwaltschaft beantragte einen Freispruch. Richterin Taís de Paula Scheer verhängte stattdessen 13 Jahre Haft.
Léo Derik, ein Linksverteidiger mit 24 Einsätzen für Athletico Paranaense in dieser Saison, wurde am Dienstag am 2. Gericht für häusliche und familiäre Gewalt gegen Frauen in Curitiba in zwei Fällen der Vergewaltigung schuldig gesprochen. Jeder Fall wurde mit sechseinhalb Jahren geahndet, die nacheinander im geschlossenen Vollzug, der strengsten Haftform des brasilianischen Rechts, zu verbüßen sind, dazu 20.000 Real Entschädigung für immateriellen Schaden, wie ESPN Brasil berichtete.
Die Anklage stützte sich auf zwei Vorfälle mit derselben ehemaligen Partnerin in Curitiba, datiert auf den 16. Dezember 2023 und den 4. Februar 2024. In beiden Fällen soll der 21-Jährige laut Staatsanwaltschaft körperliche Gewalt eingesetzt haben, um sexuellen Kontakt zu erzwingen, laut Um Dois Esportes.
Richterin lehnte Freispruchsantrag ab
In einem ungewöhnlichen Schritt hatte die Staatsanwaltschaft selbst Richterin Scheer um einen Freispruch gebeten, mit der Begründung, die Beweise seien unzureichend und die Aussagen von Opfer und Angeklagtem wichen voneinander ab. Dieser Argumentation folgte sie nicht.
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In ihrem Urteil bewertete sie die Aussage des Opfers während des gesamten Verfahrens als „standhaft und schlüssig“, während sie die Version des Angeklagten als „widersprüchlich und ohne jede Logik“ bezeichnete, wie Um Dois Esportes berichtete.
Léo Derik hat die Vorwürfe durchgehend bestritten und beteuert, die sexuellen Kontakte seien einvernehmlich gewesen. Seine Verteidigung nannte das Urteil „nicht endgültig“ und zeigte sich überrascht, dass die Staatsanwaltschaft einen Freispruch beantragt hatte.
Athletico beteiligt sich nicht am Verfahren
Die erstinstanzliche Entscheidung ist anfechtbar, und Léo Derik bleibt bis zur Verhandlung der Berufung auf freiem Fuß, wie CNN Brasil berichtete.
Athletico Paranaense, in dieser Saison nach einem Jahr in der Série B zurück in Brasiliens höchster Spielklasse, hat sich lediglich mit einer kurzen offiziellen Mitteilung geäußert. Der Verein teilte in seiner Stellungnahme mit, dass er sich zum Inhalt nicht äußern werde, da das Verfahren der richterlichen Geheimhaltung unterliege, und ergänzte, er „beteilige sich nicht am Verfahren und werde dessen ordnungsgemäßen Verlauf respektieren“, bis ein endgültiges Urteil vorliege.
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Der 21-Jährige ist ein Eigengewächs, gab sein Profidebüt im Januar 2025 und steht beim Verein bis Dezember 2029 unter Vertrag. Er kommt insgesamt auf 39 Einsätze im Profifußball, davon 24 in der laufenden Saison, und gehört weiterhin zum Kader der ersten Mannschaft von Odair Hellmann.
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