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Australian Open treffen umstrittene Entscheidung über Preisgeld

Die Australian Open sehen sich mit Gegenwind aus Teilen ihrer Fangemeinde konfrontiert, nachdem sie ein neues Tippspiel vorgestellt haben, das laut Kritikern die zunehmende Kommerzialisierung des Turniers im Vorfeld der diesjährigen Veranstaltung deutlich macht.

Während sich die Aufmerksamkeit auf das Geschehen auf dem Platz in Melbourne richtet, verlagert sich die Diskussion zunehmend auf das Marketing der Organisatoren insbesondere durch ein hochdotiertes Gewinnspiel, das von einem Kryptowährungsunternehmen unterstützt wird.

Stars kehren zurück das Turnier rückt näher

Titelverteidiger Jannik Sinner kommt nach Melbourne Park, um seinen dritten Australian-Open-Titel in Folge zu gewinnen, nachdem er die Trophäe bereits 2024 und 2025 geholt hat. Der Italiener hat sich als eine der dominierenden Kräfte auf Hartplätzen etabliert und geht als zentrale Figur ins erste Grand-Slam-Turnier der Saison.

Auch die Nummer eins der Welt, Carlos Alcaraz, gilt als aussichtsreicher Kandidat. Zwar hat der Spanier die Australian Open noch nicht gewonnen, doch zählt er weiterhin zu den größten Publikumsmagneten im Tennis und strebt nach weiteren Grand-Slam-Titeln, nachdem er sich im Vorjahr die Majors mit Sinner geteilt hatte.

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Beide Spieler kämpfen nicht nur um den Titel, sondern auch um einen Anteil am deutlich erhöhten Preisgeld.

Preisgelder im gesamten Feld erhöht

Laut Angaben auf der Website der Australian Open ist der gesamte Preisgeldtopf des Turniers um 16 Prozent auf 111,5 Millionen australische Dollar (82,6 Millionen Pfund) gestiegen. Die Einzel-Sieger in den Damen- und Herrenwettbewerben erhalten jeweils 4,15 Millionen Dollar (3,1 Millionen Pfund), wobei hohe Preisgelder bis in die frühen Runden reichen.

Selbst Spieler, die in der ersten Runde ausscheiden, erhalten garantierte 150.000 Dollar (111.276 Pfund) eine Summe, die laut den Organisatoren den Versuch widerspiegelt, die Einnahmen gerechter im Teilnehmerfeld zu verteilen.

Tippspiel sorgt für Kritik

Abseits der Tennisplätze hat Tennis Australia das „AO Bracket Challenge“ ins Leben gerufen ein Fan-Gewinnspiel mit einem Hauptpreis von 6,71 Millionen Dollar (4,99 Millionen Pfund) für diejenigen, die alle 127 Matches des Einzel-Herren- oder -Damenfelds korrekt vorhersagen.

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„Das ist ein Spiel, das auf Können basiert, nicht auf Glück“, erklärte Cedric Cornelis, Chief Commercial Officer von Tennis Australia, bei der Vorstellung der Initiative. „Die AO Bracket Challenge soll Tenniswissen belohnen und eine neue, spannende Möglichkeit bieten, wie Fans mit dem Turnier interagieren können.“

Die Teilnahme muss nach den Einzel-Auslosungen am 15. Januar erfolgen. Auch kleinere Geldpreise sind für die besten, aber nicht perfekten Tipps vorgesehen.

Die von SPORTbible berichtete Aktion hat online jedoch für Kritik gesorgt vor allem, weil sie von der Kryptofirma NEXO unterstützt wird. Einige Fans hinterfragten sowohl die Realisierbarkeit des Hauptgewinns als auch die Entscheidung des Turniers, sich mit einem Krypto-Unternehmen zusammenzutun.

Ein Fan schrieb, die Aktion wirke „großzügig irreführend“ und argumentierte, dass die Gewinnchancen so gering seien, dass man sie anders hätte vermarkten müssen. Andere meinten, das Gewinnspiel verstärke den Eindruck, dass die Australian Open zunehmend durch kommerzielle Interessen statt durch Fanbelange getrieben seien.

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Tennis Australia hat sich bislang nicht öffentlich zu der Kritik geäußert die Reaktionen verdeutlichen jedoch die anhaltenden Spannungen zwischen Fanbindung und den wirtschaftlichen Strategien, die inzwischen den Spitzensport prägen.

Quellen: Website der Australian Open, Tennis Australia, SPORTbible

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.